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Glauben Sie ja nicht, wer Sie sind!: Grundlagen und Fallbeispiele des Provokativen Stils
 
 
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Glauben Sie ja nicht, wer Sie sind!: Grundlagen und Fallbeispiele des Provokativen Stils [Broschiert]

E. Noni Höfner
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 269 Seiten
  • Verlag: Carl-Auer; Auflage: 2. Auflage. (Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896707736
  • ISBN-13: 978-3896707734
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 72.354 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die meisten Menschen haben keine, eine falsche oder eine starre Vorstellung davon, wer sie sind und was sie können. Diese verzerrte Selbstwahrnehmung führt dazu, dass sie unter ihren Möglichkeiten bleiben und ihre Potentiale nicht ausschöpfen. Sie stellen sich selbst ein Bein, fühlen sich als Opfer anderer Menschen, ihrer Gene, der Umstände oder des Schicksals. Selten machen sie sich selbst für ihr Missgeschick verantwortlich. Rationale Einsichten alleine bewirken hier nichts – konstruktive Veränderungen kommen nur zustande, wenn Gefühle verändert werden. Der im Buch beschriebene Provokative Stil® wendet sich direkt an die Gefühlswelt und kitzelt die Selbstverantwortung des Klienten heraus. Durch geschickte Nutzung des emotionalen Widerstandes nimmt der Berater die Gefühls- und Denkblockaden des Klienten aufs Korn und verzerrt sie auf humorvolle Art und Weise, bis der Klient über sich selbst und seine Stolpersteine lachen kann. Das eröffnet neue Möglichkeiten für konstruktivere Gefühle und Verhaltensweisen, der Klient bekommt das Ruder für sein Leben wieder selbst in die Hand und erlebt nachhaltige Befriedigung durch ungewohnte Erfolgserlebnisse, was zu weiteren positiven Veränderungen führt. Ein „Engelskreis“ kommt in Gang. Im Buch werden die Grundlagen, Voraussetzungen und der Einsatz des Provokativen Stils leicht lesbar und vergnüglich beschrieben. Zahlreiche kommentierte Fallbeispiele geben einen anschaulichen Einblick in diese ungewöhnliche Kommunikationsform, die zu schnellen und anhaltenden Veränderungen führt.

Über den Autor

E. Noni Höfner, Dipl.-Psych., Promotion zum Dr. phil. an der LMU München mit einem Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes; Weiterbildungen u. a. in Provokativer Therapie, Gesprächstherapie, Hypnotherapie, NLP, EMDR, PET. 1988 Gründung und seither Leitung des Deutschen Institutes für Provokative Therapie (D.I.P., akkreditiert bei der Bayerischen Landesärztekammer), 2002 Gründung und Leitung des Consultinginstitutes k.l.i.c. Noni Höfner ist eine der markantesten Vertreterinnen des Provokativen Stils® im deutschsprachigen Raum.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Therapeutisches Arbeiten soll Spass machen. Dies ist nicht nur eine Erfahrung, die konkret Handelnde vor Ort machen. Es ist vor allem die Quintessenz des Buches 'Glauben Sie ja nicht, wer Sie sind !', das die Psychotherapeutin E. Noni Höfner geschrieben hat. Sie gilt im deutschsprachigen Raum als führender Kopf der 'Provokativen Therapie', die der amerikanische Therapeut Frank Farrelly vor vier Jahrzehnten entwickelt hat. In dem Buch 'Glauben Sie ja nicht, wer Sie sind' wird lebendig, was mit dem provokativen Stil in der Begleitung von Menschen gemeint ist. Denn Höfner macht es für Prozesse in der Psychotherapie, in der Mediation und im Coaching deutlich.
Und es sind Meilensteine, die Höfner passiert, um dem Leser zu verinnerlichen, wie gewinnbringend das provokative Arbeiten sein kann. 'Rationale Einsichten alleine bewirken in einer Psychotherapie nichts ' konstruktive Veränderungen kommen nur zustande, wenn Gefühle verändert werden. Der Provokative Stil wendet sich direkt an die Gefühlswelt und kitzelt sie Selbstverantwortung des Klienten heraus.' Mit diesen einfachen Worten macht Höfner verständlich, was vom Beratenden und vom Klienten erwartet werden muss, lässt man sich auf die provokative Arbeit ein.
Was den provokativen Stil auszeichnet, sollte den Interessierten jedoch nicht abschrecken, sich trotzdem damit auseinanderzusetzen. So schreibt Höfner beispielsweise, wenn man den provokativen Stil als pure Technik begreife, seien Missverständnisse vorprogrammiert. 'Er ist keine blosse Technik, sondern eine komplexe Vorgehensweise, die vom Anwender eine bestimmte Grundhaltung erfordert und mit der man oft auf verschlungenen Wegen sehr schnell zum Ziel kommt.'
Höfner verdeutlicht auch, dass man in der provokativen Arbeit über so manchen Schatten springen muss. Eine zuweilen drastische Ausdrucksweise sei gewöhnungsbedürftig, erklärt Höfner. Wenn man aber in das System des Klienten einsteigen möchte, baue eine gesäuberte, akademische Sprache eine Barriere zur Gefühlswelt des Klienten auf und zwinge ihn förmlich in den rationalen Modus.
Mit einer solchen Äusserung tangiert Noni Höfner natürlich die Grundfesten psychotherapeutischen Denkens und Handelns. Vor allem stellt sie in Frage, was in der therapeutischen Arbeit doch immer wieder im Mittelpunkt zu stehen scheint ' der Ernst des Lebens. Und sie geht noch weiter, wenn sie schreibt: 'Es ist die am häufigsten geäusserte Sorge von Beratern jeglicher Couleur, man könne den Klienten verletzen und überfordern, wenn man provokativ wird. Der feste Glaube an die Notwendigkeit, den Klienten zu schonen, impliziert, dass es einen Schutzbedürftigen und einen Beschützer gibt.'
Dass dies zu einer asymmetrischen Beziehung zwischen Berater und Klient führt, sieht Höfner als natürliche Folge. Insofern ist die Lektüre von Noni Höfners Buch 'Glauben Sie ja nicht, wer Sie sind' ein erfrischendes Erlebnis, da sie die therapeutische Welt mal mit einer farbenfroheren Brille als der schwarz-weissen Brille anschaut. Sie kann natürlich auf eine jahrelange Erfahrung in der Arbeit mit dem provokativen Stil zurückschauen, was dem Buch beim Theorie-Praxis-Transfer anzumerken ist. Aus Höfners Sätzen spürt man Leben, wenn sie unterstreicht: 'Wir karikieren die Stolpersteine des Klienten und führen sie ad absurdum, bis er diese Absurdität erleben und über sie lachen kann.'
Wer in der therapeutischen Arbeit Neues probieren will, der kommt an Höfners Buch 'Glauben Sie ja nicht, wer Sie sind' nicht vorbei. Es ist für alle Beteiligten ein Abenteuer.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Auch jemandem wie mir, der sogenannter Fach-Literatur eher skeptisch gegenüber steht, machte es Spass, das Buch "in einem Zug" zu lesen.
Der Bruch mit allseits verbreiteten Grundannahmen für Berater und Therapeuten, das Überwinden eigener innerer Dogmen und Bilder und nicht zuletzt die vielgepriesene Wertschätzung gegenüber dem Klienten sind hohe Hürden, um in die edle Kunst des provokativen Stils einsteigen zu können.
Um aus dem Kreis der interessierten und infizierten Zuschauer in den Olymp der "Provozierenden" aufzusteigen bedarf es geradezu eigentherapeutischer Bemühungen mit dem Lohn einer freudvollen und zufrieden-machenden gemeinsamen Arbeit mit dem Klienten.
Die Grundphilosophie und das Menschenbild von Frank Farrelly und Noni Höfner sind in jeder Zeile des Buches spürbar. Und für mich war sehr erfreulich, dass hier nicht "die" Methode, Technik oder Schule repräsentiert wird, sondern vielmehr ermuntert wird, Elemente des provokativen Stils in die eigene Beraterpersönlichkeit einfliessen zu lassen.
Wer Noni Höfner live erlebt hat, hört sie in den Fallbeispielen sprechen.

.... und glauben Sie ja nicht, es sei einfach! (Oder um es provokativ auszudrücken: "Zu Recht haben Sie Bedenken, dass diese Art der Beratung etwas für Sie sein könnte. Dafür sind Sie viel zu alt und gebildet!")
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wie gelingt es, im Rahmen einer Therapie auf die Ebene der Gefühle zu gelangen, jene Ebene, auf der tatsächlich Veränderungspotential vorliegt und Verhaltensänderungen intensiv angestoßen werden können? Das Lesen von Büchern, therapeutische Vorträge, rationale Einsichten führen in den meisten Fällen nun einmal nicht zu wirklichen, konstruktiven Änderungen des Verhaltens, dienen oft gar gegenteilig durch die Rationalisierung des Klienten geradezu zur Abwehr tiefer Einsichten und Änderungen problematischer Zustände.

In Form einer Methode der Konfrontation setzt der provokante Stil genau an dieser Schnittstelle zum emotionalen Erleben des Klienten an. In der Neigung des Menschen, möglichst stabile Rahmenbedingungen in seinem Leben zu gestalten (und dafür teils einen hohen, persönlichen Preis zu zahlen) setzt diese Form der Provokation ein stückweit darauf, Brüche in jene, manchmal fast betonierten, stabilen 'Schutzrahmen' zu erzeugen. Brüche, die Widerstand, Widerspruch, ein 'sich wehren' des Klienten auf emotionaler Ebene erzeugen, die dann die vermeidlich Sicherheit gebenden Verhaltensweisen in den Fokus der Therapie rücken, offen gelegt werden und bearbeitet werden können. Weil Menschen ihrer Kreativität so häufig Fesseln anlegen, um sich selbst und anderen gegenüber berechenbar zu erscheinen, ist der Versuch, Neues zu wagen auch ein Springen über viele eigene Schatten.

Auf der Basis der 'Provokativen Therapie' nach Frank Farrelly entwickelt der Autor im Buch eine Methode des 'provokativen Stils', die auch in durchaus anderen Therapieformen als gezielte Intervention Einlass finden könnte und vielfältig verwendbar ist, wenn man die sauber dargelegten Rahmenbedingungen beachtet. Eine Methode, die umgehend auf das emotionale Erleben des Klienten zielt und emotionale Reaktionen hervorruft. Die je eigene Fixierung auf bestimmte Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen, an denen der Mensch je individuell ausgeprägt standhaft festhält, um seine Selbstbild zu bewahren, sollen durchbrochen werden. Mit dem therapeutischen Erfolg für den Klienten, sich selbst relativieren, neben sich stellen zu können und damit jene erstarrten Regeln bearbeiten zu können, die an einer Weiterentwicklung hindern. Dies bedarf, für Augenblicke zumindest, einer Ausschaltung des 'Zensors' des Intellektes, der rationalisierend beständig Gründe dafür liefert, besser alles so zu lassen, wie es ist.

Zusammengefasst also geht es Höfner mittels des provozierenden Stils darum, Wachstumsbremsen im Menschen zu lösen, den Blick für die Vielfalt der eigenen Person zu öffnen und Fixierungen, Faulheit und Feigheit nicht mehr im Wege stehen zu lassen für eine gute und gesunde Weiterentwicklung.

Anhand äußerst verständlicher Beschreibungen und vielfacher Beispiele wird im Buch nicht nur deutlich, wie dieser Stil eingesetzt und mit welchen Folgen er angewendet werden kann, sondern auch, dass es diese Methode 'tut'.
Ebenso, wie Noni mit seinem Verständnis von Beratung und Therapie die oft strikt behaupteten Grenzen von unterschiedlichen Therapie- und Beratungsansätzen verschwinden lässt. Noni betrachtet Klienten als mehr stark als schwach und mehr gesund als krank, als somit mündige und starke Menschen, die allerdings zum Zeitpunkt der Ratsuche in einer Sackgasse feststecken. Aus dieser zu befreien, dazu bietet der provozierende Stil eine Menge hilfreicher Interventionsmöglichkeiten und Zugänge.
Eine solche Form der Beratung braucht natürlich auch einen starken Berater, der ebenfalls es aufgibt, ständig auf Nummer Sicher zu gehen (die notwendige persönliche Haltung des Beraters wird ebenfalls ausführlich im Buch betrachtet).

Ein erfrischender Ansatz. Nicht, weil er neu ist, sondern weil er auch starre Regeln und das Setting therapeutischer Haltungen durchbricht und so kreative Möglichkeiten en Masse in den Raum der Beratung setzt. Das Buch ist ein Gewinn für jeden beratend Tätigen im Rahmen der Erweiterung seiner eigenen methodischen Möglichkeiten und seiner eigenen Haltung sich selbst und Klienten gegenüber.
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