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Glauben in Freiheit: Atem des Lebens. Die moderne Neurologie und die Frage nach Gott. Band 1: Das Gehirn: BD 3.4
 
 
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Glauben in Freiheit: Atem des Lebens. Die moderne Neurologie und die Frage nach Gott. Band 1: Das Gehirn: BD 3.4 [Gebundene Ausgabe]

Eugen Drewermann
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 864 Seiten
  • Verlag: Patmos; Auflage: 3., Aufl. (15. August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3491210003
  • ISBN-13: 978-3491210004
  • Größe und/oder Gewicht: 23,2 x 16,6 x 5,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 17.424 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Eugen Drewermann
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Gehirnforschung und Gottesglaube

· Die Antwort auf das "Gottes-Gen" · Das Grundlagenwerk zum Grenzbereich von Neurologie, Theologie, Philosophie und Anthropologie · Hat Gott das Gehirn geschaffen oder schafft das Gehirn Gott?

Viele Geheimnisse des menschlichen Gehirns sind dank modernster Geräte und Methoden gelüftet. Die biochemischen Prozesse, die Denken, Lernen oder Träumen ermöglichen, sind heute recht exakt beschrieben. Aber was bleibt vom Menschen? Ist er die Summe von Nervenverschaltungen? Können wir noch sinnvoll von Seele und Bewusstsein reden? Ist der Mensch überhaupt frei? Und wie steht es um den Glauben an Gott? Im ersten Band seines Grundlagenwerkes geht Drewermann unter Rückgriff auf die Hirnforschung auf Anatomie und Physiologie des Gehirns ein. Er erklärt wichtige Leistungen wie Lernen, Träumen, Wahrnehmen, Fühlen, Leiden und Lieben. Theologische und anthropologische Fragestellungen werden in die Darstellung einbezogen: was verbindet Konditionierung und Aberglaube, wie sieht der Zusammenhang von gestörter Wahrnehmung, Täuschung und Wahrheit aus? Der zweite Band erscheint im Januar 2007. Ausgehend von Phänomenen wie Angst, Depression und Suchtverhalten fragt Drewermann nach der Seele und nach Gott. Stellen sich die uralten Fragen der Menschheit nach Gott und der Seele in Zeiten des Gottes-Gens oder Gottesmoduls völlig neu? Haben wir es mit Nebeneffekten von evolutionär ausgebildeten Hirnfunktionen zu tun? Drewermann stellt klar, dass die Ideen "Gott", "Freiheit" und "Unsterblichkeit" nicht obsolet sind. Die Frage nach dem Menschen und dessen Lebensfragen werden nicht neurologisch stillgestellt.

Über den Autor

Dr. theol. Eugen Drewermann, geboren 1940, ist wohl der bekannteste Theologe der Gegenwart. Nach Entzug seiner Lehrerlaubnis und Suspension vom Priesteramt arbeitet er als Therapeut und Schriftsteller. Zahlreiche Buchpublikationen, darunter zahlreiche Märcheninterpretationen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
91 von 99 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Weil der größte Teil unseres Verhaltens vom Unbewussten gesteuert wird, bleibt es wohl für immer ein Geheimnis, weshalb Eugen Drewermann Gott und die Welt in über 70 Büchern erklären will. Aber letztlich ist das auch egal. Niemand ist ja gezwungen, Drewermanns Lebenswerk zu lesen. Wer sich jedoch eingehend mit moderner Hirnforschung beschäftigt und über den rein naturwissenschaftlichen Horizont hinausblicken will, wird weder Kosten noch Zeit scheuen, den auf zwei Bände angelegten Brückenschlag zwischen Neurologie und Theologie zu lesen. Um Lesern von Amazon-Besprechungen Anhaltspunkte zu liefern, was sie auf den 862 Seiten des ersten Bandes erwartet, schreibe ich ausnahmsweise eine Rezension, die nur auf einer ersten flüchtigen Lektüre beruht. Da ich mich ebenfalls mit neurologischen Erkenntnisse beschäftige, werde ich mich noch wochenlang mit Drewermanns Gedanken auseinandersetzen. An meiner grundsätzliche Einschätzung dieses Buches wird dies jedoch kaum viel ändern.

Eugen Drewermann hat auch als Schriftsteller viele Seiten. So gibt es Bücher, die sich so leicht lesen lassen wie ein spannend geschriebener Zeitungsartikel. Doch für dieses Werk schlüpfte Drewermann ganz in die Rolle des seriösen Naturwissenschaftlers. Das muss man wissen, bevor man den 50¤-Schein auf den Ladentisch legt. Anmerkungen, Verweise, Zitate und medizinische Fachbegriffe hemmen den Lesefluss. Selbst geübte Leser mit beträchtlichem Vorwissen kommen nur schwer voran, wenn sie den Faden nicht verlieren wollen. Anfangs dachte ich noch, ich könne den Blick über die Zeilen schweifen lassen, wenn mir ein Sachverhalt bereits bekannt war. Aber schnell merkte ich, dass ich mich so um das brachte, was jede Lektüre eines Drewermanns faszinierend macht. Denn seine theologischen, philosophischen oder psychotherapeutischen Geistesblitze setzt er nicht in grau untermalte Kästchen oder komprimiert an den Schluss eines Kapitels. Die Geschichten, die mir Drewermann auf den Weg mitgibt, verwebt er in seinen Text. Manchmal ist es ein einziger Satz, dann wieder ein überraschender Hinweis oder eine beiläufige Frage. Wer sich um diesen Genuss bringen will, kann auch ein ganz normales neurobiologisches Lehrbuch lesen.

Als Lehrbuch für Nichtmediziner kann ich Drewermanns Werk auch deshalb empfehlen, weil er ganz akribisch vorgeht. Statt mit der Einleitung beginnt man dann einfach mit dem Kapitel A, das den neckischen Titel Ein bisschen Neuroanatomie und Neurophysiologie trägt. Mit diesem Bisschen und einigen Ergänzungen aus Lehrbüchern sollte man sogar universitäre Prüfungen bestehen können. In Kapitel B, das auf Seite 283 einsetzt, liefert Eugen Drewermann die Grundlagen für das Verständnis von Lernen und Erinnern, Wahrnehmung, Trieb und Motivation, Schmerz, Sucht, Emotionen und Angst. Auf Seite 708 angekommen, erwartet den Leser einen Anhang von gut 150 Seiten, der Bibliografie, Bildnachweis und verschiedene Register enthält. Was in den wissenschaftlichen Text an Weltbildern, persönlichen Haltungen, Wünschen und Hoffnungen eingewoben ist, hat der Rezensent Volker Brokop aus Wuppertal bereits gut zusammengefasst. So weit Zusammenfassungen bei einem so kreativen Geist wie Drewermann überhaupt möglich sind.

Mein Fazit: In jedem Sinn ein gewichtiges Werk, das einen wesentlichen Beitrag liefert, wie Natur- und Geisteswissenschafter in einen Dialog treten können. Da Eugen Drewermann sich offenbar nicht dem Vorwurf aussetzen will, er sei in neurologischen Dingen nicht kompetent genug, um als Brückenbauer ernst genommen zu werden, wählt er die naturwissenschaftliche Methodik. Den Preis für dieses Vorgehen zahlen Leser, die sich diesen Stil nicht gewohnt sind und über ein knappes Zeitbudget verfügen. Drewermann dafür die Höchstbewertung zu verweigern, wäre ungerecht.
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101 von 113 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Seit einiger Zeit erlangt der Begriff der "Neurotheologie" immer größere Bedeutung.

Der Theologe, Philosoph und Psychoanalytiker Eugen Drewermann hat in seinem neuesten Grundlagenwerk den momentanen Erkenntnissstand der Neorologie bezüglich der Entstehung der Religiosität zusammengafaßt und mit uralten Fragestellungen verknüpft.

Auch in diesem Werk werden Drewermanns Grundthesen deutlich, daß zum einen die Religion, also letztlich Gott, nicht dazu dienen sollten, die Welt oder den Menschen zu erklären, sondern in einer Natur, die nicht menschlich ist, Menschlichkeit zu begründen.

Zum anderen sollten unsere immer genaueren naturwissenschaftlichen Erkenntnisse nicht dazu führen, unsere Religiosität abzuschaffen, sondern in ihrer Berechtigung und Notwendigkeit für uns Menschen stärker zu begründen. Die Naturwissenschaften sind vollkommen außerstande auf Fragen etwa nach unserem individuellen Dasein und seiner jeweiligen Sinngebung, oder der Frage nach unserem Umgang mit der Vergänglichkeit von Allem zu antworten.

Zugespitzt auf die Gottesfrage ist Drewermann überzeugt, daß sich Gott nicht in den Erregungsmustern bestimmter Hirnregionen oder in der Ausschüttung bestimmter Neurotransmittermengen beobachetn läßt. Wir können mit bestimmten Verfahren zwar durchaus abbilden, wie sich unser Gehirn verändert wenn wir z.B. meditieren oder beten, aber die individuelle Bedeutung der Meditation oder des Gebets läßt sich nicht darstellen oder messen.

Die drei Grundfragen des Immanuel Kant, 'Was ist der Mensch, was muß ich tun, was darf ich hoffen', lassen sich nicht an die Naturwissenschaft deligieren, sondern bedürfen letzlich religiöser Antworten.

Erneut plädiert Drewermann dafür, die modernen Erkenntisse der Naturwissenschaften in einer sinnvollen Synthese mit Religion und Theologie zusammenzuführen, um eine wirklich glaubhafte und sinnstiftende Form der Religiosität zu begründen, in welcher viele heute noch sehr verbreitete Erscheinungsformen des Aberglaubens endgültig keinen Platz mehr haben, indem sich der Anteil der Aufklärung im Bewußtsein der Menschen verstärkt.

Als konkretes Beispiel dient der Hinweis darauf, daß unter Papst Johannes Paul II über 30.000(!) Teufelsaustreibungen im Vatikan durchgeführt wurden - solche Formen des magischen Denkens, die Gott oder Teufel immer wieder mit innerweltlichen Erscheinungen in Verbindung bringen, konnte die Psychoanalyse alleine offenbar nicht aus der Welt schaffen - es bleibt also zu hoffen, daß die von Eugen Drewermann vorgelegte Synthese von Theologie und Religion, Psychoanalyse und Verhaltensforschung in Verbindung mit der Neurowissenschaft endlich als enorme geistige Integrationsleistung in einer größeren öffentlichen Diskussion wahrgenommen und gewürdigt wird.

Fragen der Naturwissenschaft und der Religion sind zwar grundverschieden, gehören nach Drewermann aber als Verschiedene untrennbar zusammen.

Mit seinem neusten Werk hat Eugen Drewermann, von der katholischen Kirche geächtet und bis heute nicht rehabilitiert, seine Position als fortschrittlichster Theologe der Gegenwart neu begründet.

Vobro
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24 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Interessant 10. April 2007
Von Tom,
Format:Gebundene Ausgabe
Drewermann beschäftigt sich akribisch mit den Fragesetllungen der Neurologie. Dass er theologisch die hochgeschraubten Erwartungen nicht erfüllen kann, hängt letztlich mit seiner Seriosität zusammen. Dass sich Glaubenssätze naturwissenschaftlich nicht beweisen lassen, betont Drewermann selbst immer wieder völlig zu Recht. Ein Weiterleben nach dem Tod bleibt auch nach sieben Bänden "Glauben in Freiheit" nur ein Postulat, ebenso "Gott"; dass der Mensch ein absolutes Du aus existentiellen Gründen "brauche", hat Drewermann bereits im ersten Band darzulegen versucht. Wesentlich darüber hinaus kommt er nun am Ende nicht - was eigentlich nicht wirklich überrascht.

Was bleibt also: Ein stupendes Kompendium an anthropologischen, psychologischen und naturwissenschaftlichen Fakten und theologischen Thesen, die allerdings auf schwebend-unverbundene Weise nebeneinander stehen.

Bedauerlich ist, dass ein Mann, der wissenschaftliche Zusammenhänge so gut darzustellen vermag, wohl aus persönlichen Verletzungen heraus die zeitgenössische seriöse Theologie auf geradezu karikierende Art verzeichnet.
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