"Glaube und Bildung" ist eine Art programmatische Schrift Melanchthons, die dem Leser/Rezipient verdeutlicht, dass nur eine solide Bildung den Christen erst zum Christen macht und verhindert, dass er zum "Götzenverehrer" zurückfällt. Der heutige Leser kann mit Sicherheit Schlüsse aus der Lektüre dieser Texte ziehen, gleich ob offiziell evangelisch, katholisch oder was auch immer. Mein Anliegen war, herauszufinden, was hinter der Idee der Reformation stand und weshalb sie so reizvoll wurde. Ich glaube, dass man sich mit den Schriften aller Kirchenväter auseinander setzen sollte, um unseren christlich-europäischen Kulturkreis wirklich zu begreifen. Daher lohnen sich Melanchthons Texte, der schließlich zu einem dieser Kirchenväter gerechnet werden kann, allemal, gelesen zu werden.