Eine Frau steigt aus ihrem Leben aus, weil sie aus einem Zug aussteigen muss, so fängt diese Geschichte an. Liest sich wirklich flapsig-locker-leicht, aber dabei geht es fast unbemerkt in tiefere Schichten. Sabine Rosenbrot wird Depiladora, Varieté-Assistentin und unbeabsichtigt Stalkerin. Die Figuren und Orte, denen sie auf ihrer Reise begegnet, sind einerseits total real und gleichzeitig verrückt und märchenhaft; der Erzählton ist oft witzig, komisch und satirisch, dann wieder melancholisch und poetisch. Ich fand, die Geschichte ist selbst ein bisschen wie eine Taxifahrt ins Unbekannte und Unberechenbare, und genau wegen solcher Erlebnisse liest man ja Bücher, oder? (Was es mit den glatten, runden Dingern auf sich hat, will ich hier deshalb auch noch nicht verraten!)