Nach dem tragischen Verlust meine Trias Uhr mit AGS, die nun sicherlich dem glücklichen Finder die genaue Zeit ansagt, wollte ich eine Uhr mit "echtem" also mechanischem Automatikwerk.
Nach einigem Suchen, bei dem vor allem die Optik und der Preis für mich eine entscheidende Rolle spielte, habe ich mich für die Fliegeruhr von Glaswerk entschieden. Etwas gebremst wurde meine Vorfreude nur durch die Vorstellung, die Uhr durch das Automatikwerk bedingt, nun jede Woche nachstellen zu müssen.
Wie sich inzwischen herausgestellt hat eine sehr gute Entscheidung.
Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht (ernsthaft) Streiten, ich empfinde die Uhr in Bezug auf Design und Verarbeitung als sehr wertig.
Als Plusunkte sehe ich: Gute Ablesbarkeit der Zeigerstellung, die verhältnismässig kleinen Abmessungen der Uhr, der Blick durch den Glasboden auf das Werk. Besonders "liebenswert" finde ich den Sekundenzeiger, dessen Farbgebung im mittleren Bereich dem des Ziffernblattes entspricht und dessen vorderer Teil sich in dezentem Rot hervorhebt.
Auch ein (vor allem Nachts nervendes) hörbares "Ticken" kann ich bei der Glaswerk-Uhr nicht feststellen.
Insbesondere erwies sich jedoch meine "Nachregulierungsangst" als völlig unbegründet, die Ganggenauigkeit der Uhr erinnert mich an meine Trias mit automatischem Aufzug des Quarzwerks. Dies scheint nach Durchsicht der vorhergehenden Rezensionen keine Ausnahme - sondern eher die Regel zu sein.
Sie läuft und läuft und läuft....
Auch wenn die Meinungen zu solchen günstigen Uhren oft weit auseinandergehen, hat man(n) mit dieser Uhr ein schönes, nützliches Stück "Zeitmechanik", ohne jeden Tag mit der Angst leben zu müssen -im Falle eines Falles- ein halbes Monatseinkommen zu verlieren.
Allerdings -und vom Geldwert abgesehen- würde mich schon einfach der Verlust dieser Uhr ausreichend schmerzen...
Ich denke mit dem Kauf dieser Uhr kann man nichts falsch machen.