Es war wohl die Angst nach ,The Stranger' und ,52nd Street' als zweiter Barry Manilow abgestempelt zu werden die Billy Joel dazu trieb auf Glass Houses etwas härtere Töne anzuschlagen. Nun ist das Beileibe kein echtes Rock oder gar Post Punk Album, aber einige Stücke zeigen hier doch einen angriffslustigeren und textlich auch manchmal sehr zynischen Joel und das und der verstärkte Einsatz von Gitarren, stehen im verdammt gut.
Sei es nun seine Abrechnung mit New Wave und Post Punk (,It's Still Rock'n'Roll To Me'), seine Ode an die Unvernunft (,You May Be Right'), die Schilderungen der Notwendigkeit von Telefonsex (,Sometimes A Fantasy'), ja selbst seine Beschreibung des New Yorker Zeitgeist anno 1980 (,Close To The Borderline') all das hatte Relevanz und war textlich großartig umgesetzt. Selbst die eher oberflächlichen Themen wurde mit feinen und subtilen Texten abgehandelt ,Dont't Ask Me Why', ,Sleeping With The Television On'.
Die Tatsache daß alle zehn songs auch noch ausgezeichnete Kompositionen sind, die allesamt im Ohr hängen bleiben und die Stilvielfalt dieses Albums, auf dem aber trotzdem alles typisch Joel ist, machen es nach ,The Stranger' zum zweitbesten in seiner Discography.