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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
34 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Traurig, wenn man es schon gelesen hat....,
Rezension bezieht sich auf: Der Glaspalast: Roman (Taschenbuch)
... denn dann hat man dieses großartige Leseerlebnis leider schon hinter sich.Ich habe selten ein Buch gelesen (und ich lese ziemlich viel...), das mir so gut gefallen hat. Es gibt an dieser Stelle schon reichlich Meinungen zu dem Buch, die ich aber teilweise gar nicht nachvollziehen kann, und da ich dieses Buch wirklich sehr mag, muß ich da jetzt auch mal meinen Senf zugeben..... Einige Gründe, warum ich das Buch so gern habe: · Die Charaktere sind stimmig gezeichnet, sowohl die sympathischen als auch die unsympathischen. Die Beweggründe für ihre Verhalten -egal ob sie als positiv oder negativ empfunden werden- kann man verstehen, was meiner Meinung nach sehr für das Buch spricht. · Zu jedem interessanten Thema gibt es eine Figur, so daß darüber alle möglichen Aspekte des damaligen Burmas und Indiens unterhaltsam und verständlich vermittelt werden. Es gibt z.B. den Inder in der britischen Besatzungsarmee, den Teakholzhändler, die Unabhängigkeitskämpferin, die Dienerin der Köngisfamilie, etc..... · Nachdem ich das Buch gelesen habe, habe ich mich näher über König Thibaw und seine Familie informiert (das Buch wirkte sehr anregend...). Was der Autor über das Königspaar schreibt, entspricht offenbar den Tatsachen. Daher glaube ich, daß auch die anderen Aspekte des Buches sehr gut recherchiert sind. · Der Autor schafft es, ohne ansatzweise belehrend zu wirken, sehr viel über die Geschichte Burmas zu erzählen. Dabei wird auch gut erklärt, warum manches zwangsläufig so und nicht anders geschehen ist. · Andere Leser meinen, die Familiengeschichte wird durch "unwichtige Einzelheiten" etc... unterbrochen. Ansichtssache! Ich fand es ziemlich spannend, über den Einsatz von Arbeits-Elefanten, alle möglichen Aspekte der Teakholzgewinnung, Anthrax (nun weiß ich endlich, warum es Anthrax heißt), alle möglichen Tropenkrankheiten, Kautschuk-Plantagen usw zu erfahren. Ich fand auch nicht, daß der "rote Faden" verloren geht. · Obwohl es genügend Tragödien und Liebesgeschichten gibt, ist das Buch nie kitschig. Unter dem Strich halte ich das Buch für lehrreich und unterhaltsam zugleich. Wem solche Bücher gefallen, der wird sicher seine helle Freude haben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Stille und zarte Familiensaga .........,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Glaspalast: Roman (Taschenbuch)
in und um Birma. Ausgangspunkt ist "Der Glaspalast" des letzten birmanischen Königs um 1885, der von den Engländern vertrieben wird, damit diese die Ressourcen des Landes ausbeuten können. Angefangen vom Teakholz, über natürliche Erdölquellen bis hin zu Edelsteinen. Rajkumar, ein indisch-bengalischer Mischlingsjunge ist nach dem Tod seiner Eltern auf sich gestellt und erlebt in Mandalay die Vertreibung der königlichen Familie hautnah mit und nur für einen winzigen Augenblick sieht er ein Mädchen, Dolly, sie wird die Liebe seines Lebens. Rajkumar intelligent, aufgeweckt und wissbegierig nutzt alle Chancen - und davon gibt es für einen Jungen wie ihn sehr wenige zu dieser Zeit - und schafft es, zu Wohlstand und Reichtum zu gelangen und macht sich nach 20 Jahren auf die Suche nach seiner großen Liebe. Dolly lebt immer noch bei der königlichen Familie im Exil und dort findet er sie auch. Das ist nur ein vorübergehendes Happy End, denn das eigentliche Leben mit all den schönen Momenten, schrecklichen Ereignissen und schicksalshaften Begebenheiten über einen Zeitraum von fast 100 Jahren beginnt. Es endet bei Rajkumars Enkelin. Dazwischen ist es eine wunderschöne, stille und zarte Familiensaga, in die man versinken kann. Die Sprache in diesem Buch ist manchmal ein wenig "unspannend", ja das ist richtig. Andererseits passieren genügend wirkliche, echte spannende Sachen, so dass dies absolut zu vernachlässigen ist. Mit Liebe zum Detail wird über das Leben in der damaligen Zeit geschrieben, die Zustände bzw. das Verhältnis zwischen den Besatzern, den Engländern, zu den "Eingeborenen" sprich : die Bevölkerung - all das macht dieses Buch zu einem sehr lesenswerten Stück Geschichte. DER GLASPALAST ist kein mitreißender Thriller, kein mordsmäßiger Bestseller --- aber eine spannende Reise durch ein Jahrhundert, in dem der Leser das Schicksal einer Familie begleiten kann - und wer als Leser hierfür zu haben ist, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine ganz große Geschichte,
Von Gwennie (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Glaspalast: Roman (Taschenbuch)
Wenn man Geschichten mag, die an historische Ereignisse angelehnt sind, gut recherchiert und noch dazu so tiefgehend und bewegend sind, dann wird man dieses Buch lieben.Dies ist nicht einfach eine seichte Familien- und Liebesgeschichte. Nicht einfach eine Episode aus dem Leben der Figuren. Es ist auch die Geschichte eines Landes - Menschen, deren Lebenswege auf teils wunderbare, teils tragische Weise miteinander verbunden sind, eingebettet in die Ereignisse der britischen Kolonialherrschaft über das damalige Königreich Birma, sowie des I. und II. Weltkriegs bis ins heutige Myanmar, Malaysia und Indien. Nicht nur erfährt man viel Lehrreiches über das Leben und die Geschichte dieser Länder (Frauenrolle in Birma und Indien, Probleme und Chancen der Kolonialherrschaft für Inder sowie Birmanen, Teakholzindustrie, Kautschukgewinnung in Malaysia, indische Soldaten im Dienste der britischen Armee etc.) - es wird auch die Problematik dieser Länder in Krieg und Unabhängigkeitskampf dargestellt, und das aus mehreren Perspektiven. Man gewinnt eine tiefgehende Einsicht in die Kulturgeschichte dieser Region, wie ich persönlich sie bisher noch nicht erhalten habe. Ohne allzu politisch zu werden, schildert Ghosh anhand der Schicksale der Protagonisten die geschichtlichen Ereignisse. Da der Bogen der Geschichte sich über mehrere Generationen spannt, ergibt sich daraus eine ganz große Geschichte, die einen zum Nachdenken anregt und einen berührt. Mir unbegreiflich, wie manche dieses Buch als langatmig oder gar langweilig bezeichnen können. Für mich ist es eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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