Ferdinand Seibt ist Professor an der Ruhr-Universität Bochum und hat neben der endlichen Geschichte vom Glanz und Elend des Mittelalters, auch die beiden Biographien von Karl IV. und Karl V. verfasst. "...mit der ihm eigenen Poesie des Nachdenkens hat er unserer Geschichte immer wieder ungewohnte Perspektiven gegeben..." In seinem Werk über das Mittelalter beginnt er mit einer Einführung in die Materie und schafft so einen groben Überblick. In den nun folgenden sieben Kapiteln stellt er die unterschiedlichsten Aspekte des Mittelalters dar. Fragen wie: Was ist ein Kaiser ? oder Karolingische Renaissance ? sind Bestandteil des ersten Kapitels.Ebenso wie Vorstellung von Otto dem Großen oder Otto III. Im 2.Kapitel wird über die neue Gesellschaft berichtet; sei es über Herren und Knechte,Mönche und Klöstern oder der Dreiständeparole. Die agrarische Revolution erzählt im 3.Kapitel vom neuen Mittelstand.Kapitel 4 behandelt das Thema der geistlichen,geistigen und weltlichen Abenteuer.Von Kreuzzügen,Staatsbewußtsein und dem zweiten 100jährigem Krieg befasst sich der 5.Teil des Buches.Krise und Revolution - Überschrift für das vorletzt Kapitel;Pest,Judenmorde und Revolten als Hauptthemen. Im 7. und letztem Kapitel Alltag, Glaube und Aberglaube. Sehr interessant die Berichte über Hexen und Folterkammern, als typische Merkmale des dunklen Zeitalters.Im Anhang schließlich Karten und Abbildungsnachweise, sowie eine Übersicht von Antike bis zur Neuzeit. Alles in Allem ein gelungenes und reich bebildertes Buch zum Thema, das dank seines lebhaften Erzählstils jede Seite zum Erlebnis werden läßt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)