Pressestimmen
"Hart, brutal und kompromisslos – Richard Morgan fährt wie eine Axt durch sämtliche Klischees des Genres!" (Joe Abercrombie )
»Bei Richard Morgan zucken die Schwerter, splittert das Holz und spritzt das Blut, dass es nur so kracht – grandios!« (Steven Erikson )
»Bei Richard Morgan zucken die Schwerter, splittert das Holz und spritzt das Blut, dass es nur so kracht – grandios!« (Steven Erikson )
Kurzbeschreibung
Das letzte Zeitalter der Helden hat begonnen
Ein Held, eine Kriegerin, ein Barbar – und ein nahezu aussichtsloser Kampf. Denn die Grenzen des Imperiums von Yhelteth werden von düsteren Gefahren aus längst vergangenen Zeiten heimgesucht – Zeiten, als die magischen Schwerter geschmiedet wurden und die Menschen noch Furcht vor den Drachengöttern hatten. Doch Furcht kann sich nun niemand mehr leisten …
Das ultimative Fantasy-Epos vom mehrfach preisgekrönten Bestseller-Autor Richard Morgan
»Actiongeladen und kompromisslos – Richard Morgan fährt wie eine Axt durch sämtliche Klischees der Fantasy!« Joe Abercrombie
»Grandios! Richard Morgans Helden lassen keinen Stein auf dem anderen.« Steven Erikson
Ein Held, eine Kriegerin, ein Barbar – und ein nahezu aussichtsloser Kampf. Denn die Grenzen des Imperiums von Yhelteth werden von düsteren Gefahren aus längst vergangenen Zeiten heimgesucht – Zeiten, als die magischen Schwerter geschmiedet wurden und die Menschen noch Furcht vor den Drachengöttern hatten. Doch Furcht kann sich nun niemand mehr leisten …
Das ultimative Fantasy-Epos vom mehrfach preisgekrönten Bestseller-Autor Richard Morgan
»Actiongeladen und kompromisslos – Richard Morgan fährt wie eine Axt durch sämtliche Klischees der Fantasy!« Joe Abercrombie
»Grandios! Richard Morgans Helden lassen keinen Stein auf dem anderen.« Steven Erikson
Klappentext
"Hart, brutal und kompromisslos - Richard Morgan fährt wie eine Axt durch sämtliche Klischees des Genres!" Joe Abercrombie
"Bei Richard Morgan zucken die Schwerter, splittert das Holz und spritzt das Blut, dass es nur so kracht - grandios!" Steven Erikson
Über den Autor
Richard Morgan, 1965 in England geboren, studierte Englisch und Geschichte in Cambridge. Nach einigen Jahren im Ausland beschloss er, sich der Schriftstellerei zuzuwenden und landete mit seinem Science-Fiction-Debüt Das Unsterblichkeitsprogramm einen Überraschungserfolg, der mit dem Philip K. Dick Award gekrönt wurde. Seine düsteren Zukunftsvisionen sind seitdem mehrfach ausgezeichnet worden. Richard Morgan lebt und arbeitet in Glasgow.
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Wenn dir ein geistig vollkommen gesunder Mann erzählt, seine kürzlich verstorbene Mutter habe gerade versucht, in sein Schlafzimmer zu steigen und ihn aufzufressen, dann bleiben dir eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Du kannst an seinem Atem schnüffeln, ihm den Puls fühlen und dir seine Pupillen ansehen, ob er vielleicht irgendwelche fiesen Drogen genommen hat. Oder du kannst ihm glauben. Ersteres hatte Ringil bei Bashka, dem Schulmeister, bereits getan, und zwar ohne Ergebnis, also stellte er sein Bier mit einem übertriebenen Seufzer ab und ging sein Breitschwert holen.
"Nicht das schon wieder", hörten ihn die Gäste brummeln, als er sich in die Bar drängte.
Anderthalb Meter gehärteter kiriathischer Stahl - das war Ringils Breitschwert. Es hing über dem Kamin in einer Scheide aus Legierungen, die den Menschen unbekannt waren, die jedoch jedes fünfjährige kiriathische Kind auf Anhieb erkannt hätte. Das Schwert selbst trug einen kiriathischen Namen, wie alle dort geschmiedeten Waffen, aber es war ein blumiger Ausdruck, von dem in einer Übersetzung nicht mehr viel übrig blieb. Willkommen im Horst der Raben und anderer Aasfresser in den Fußstapfen von Soldaten - genauer hatte ihn Archeth nicht wiedergeben können. Also hatte Ringil das Schwert einfach >Rabenfreund< genannt, auch wenn ihm der Name nicht besonders gut gefiel.
Aber er klang in etwa so, wie sich die Leute das für ein berühmtes Schwert vorstellten. Sein Wirt, ein geschäftstüchtiger Mann mit einem Händchen dafür, sein Kapital stetig zu vermehren, hatte seine Bar entsprechend umbenannt und das Ding auch verewigen lassen. Ein ortsansässiger Künstler hatte ein passables Bild von Ringil gemalt, wie er den Rabenfreund in der Galgenschlucht schwang, und dieses Bild hing jetzt draußen, zur gefälligen Betrachtung für alle Passanten. Als Gegenleistung erhielt Ringil Unterkunft und Verpflegung und durfte die Geschichten seiner Heldentaten den Touristen in der Bar gegen alles verkaufen, was sie ihm in seine Mütze werfen wollten.
Und außerdem, hatte Ringil einmal ironisch in einem Brief an Archeth bemerkt, drückt er beide Augen zu bei gewissen Praktiken im Schlafzimmer, die meiner Wenigkeit in Trelayne oder Yhelteth zweifelsohne einen langsamen Tod durch Pfählen eingebracht hätten. Held der Galgenschlucht; ein solcher Status gewährt einem offenbar gewisse Freiheiten, die der gewöhnliche Bürger in diesen selbstgerechten Zeiten nicht für sich in Anspruch nehmen kann. Hinzu kam, dachte er, dass man sich nicht auf Schwulenhatz machte, wenn das Opfer dafür berüchtigt war, nach einer Herausforderung selbst geübte Schwertkämpfer zu Hackfleisch zu verarbeiten. Ruhm, so kritzelte Ringil nieder, hat schließlich doch sein Gutes.
Das Schwert über dem Kamin anzubringen, war eine nette Geste gewesen, übrigens ebenfalls eine Idee des Wirts. Der Mann versuchte jetzt gerade, seine hier wohnende Berühmtheit zu überreden, im Stallhof hinter dem Haus Fechtunterricht zu erteilen. Kreuze die Klinge mit dem Helden der Galgenschlucht - nur drei Reichsmünzen die halbe Stunde! Ringil war sich noch unschlüssig, ob er schon so schlecht bei Kasse war. Er hatte gesehen, was Unterrichten aus Bashka gemacht hatte.
Wie dem auch sein mochte, er zog den Rabenfreund in einer einzigen schwungvollen Bewegung klirrend aus der Scheide, legte ihn sich lässig über die Schulter und trat hinaus auf die Straße, ohne das Publikum zu beachten, das ihn anstarrte und das er noch vor einer Stunde mit Geschichten von Mut und Tapferkeit unterhalten hatte. Vermutlich würde es ihm zumindest einen Teil des Wegs bis zum Haus des Schulmeisters folgen. Schaden könnte es nicht weiter, selbst wenn sein Verdacht im Hinblick auf das, was da gerade vor sich ging, zutraf. Jedoch würden sie beim ersten Anzeichen von Problemen allesamt die Beine in die Hand nehmen. Was man ihnen wirklich nicht krummnehmen konnte. Es waren Bauern und Kaufleute, und sie waren ihm zu nichts verpflichtet. Etwa ein Drittel hatte er noch nie zuvor gesehen. Wie hatte er doch gleich in der Einführung seines Traktats über die Taktik bei Schlachten geschrieben (dessen Veröffentlichung unter seinem Namen die Militärakademie übrigens höflich dankend abgelehnt hatte): Kennt man die Männer hinter sich nicht mit Namen, sollte man nicht überrascht sein, wenn sie einem nicht in den Kampf folgen. Andererseits sollte man auch im gegenteiligen Fall nicht überrascht sein, weil es zahllose andere Faktoren zu berücksichtigen gilt. Das Kommando zu übernehmen, ist eine heikle Sache, und die Befähigung zum Kommandanten lässt sich nicht leicht herstellen oder verstehen. Was schlicht und einfach der Wahrheit entsprach, wie man an vorderster Front einiger der blutigsten und hässlichsten Schlachten erfahren konnte, welche die freien Städte seit Menschengedenken geschlagen hatten. Die Sache war jedoch, wie es der zuständige Lektor, ein Lieutenant aus Trelayne, in seinem freundlichen Antwortbrief ausgedrückt hatte, einfach zu vage, als dass die Akademie sie als wertvolles Übungsmaterial in Betracht ziehen konnte. Diese Ambivalenz veranlasst uns, Euer Traktat abzulehnen. Angesichts des letzten Satzes auf dem Pergament hatte Ringil einen Genossen im Geiste vermutet. Es war kalt draußen auf der Straße. Er trug lediglich ein Lederwams mit halben Ärmeln aus Segeltuch, und eine für die Jahreszeit ganz untypische Kühle kroch bereits über den Grat des Hochlands von Majak herab. Die Gipfel der Berge, unter denen der Ort hingeduckt lag, waren bereits schneebedeckt, und die Galgenschlucht wäre wahrscheinlich schon vor dem Padrow-Abend unpassierbar. Erneut ging das Gerede von einem Aldrain-Winter. Seit Wochen kursierten jetzt schon Gerüchte von Weidevieh, das in den Hochlanden von Wölfen und anderen, weniger natürlichen Raubtieren gerissen worden war, sowie von erschreckenden Begegnungen und Sichtungen auf den Bergpässen. Das, mutmaßte Ringil, würde sich als Ursache des Problems erweisen. Das Häuschen von Bashka, dem Schulmeister, stand am Ende einer der Durchgangsstraßen, direkt am hiesigen Friedhof. Als der weitaus gebildetste Mann in dem winzigen Ort Galgenwasser - der hier lebende Held nicht mit eingerechnet - hatte Bashka zwangsläufig die Rolle des Tempelofficiators erhalten, und das Haus gehörte gewissermaßen zur Ausstattung des Priesters. Und bei schlechtem Wetter waren Friedhöfe eine hervorragende Fleischquelle für Aasfresser.
Du wirst ein großer Held sein, hatte eine yheltethische Wahrsagerin einst aus Ringils Speichel gelesen. Du wirst viele Kämpfe austragen und viele Feinde besiegen.
Kein Wort davon, Kammerjäger in einer Grenzsiedlung zu spielen, die nicht viel größer als eines der Slums von Trelayne war.
"Nicht das schon wieder", hörten ihn die Gäste brummeln, als er sich in die Bar drängte.
Anderthalb Meter gehärteter kiriathischer Stahl - das war Ringils Breitschwert. Es hing über dem Kamin in einer Scheide aus Legierungen, die den Menschen unbekannt waren, die jedoch jedes fünfjährige kiriathische Kind auf Anhieb erkannt hätte. Das Schwert selbst trug einen kiriathischen Namen, wie alle dort geschmiedeten Waffen, aber es war ein blumiger Ausdruck, von dem in einer Übersetzung nicht mehr viel übrig blieb. Willkommen im Horst der Raben und anderer Aasfresser in den Fußstapfen von Soldaten - genauer hatte ihn Archeth nicht wiedergeben können. Also hatte Ringil das Schwert einfach >Rabenfreund< genannt, auch wenn ihm der Name nicht besonders gut gefiel.
Aber er klang in etwa so, wie sich die Leute das für ein berühmtes Schwert vorstellten. Sein Wirt, ein geschäftstüchtiger Mann mit einem Händchen dafür, sein Kapital stetig zu vermehren, hatte seine Bar entsprechend umbenannt und das Ding auch verewigen lassen. Ein ortsansässiger Künstler hatte ein passables Bild von Ringil gemalt, wie er den Rabenfreund in der Galgenschlucht schwang, und dieses Bild hing jetzt draußen, zur gefälligen Betrachtung für alle Passanten. Als Gegenleistung erhielt Ringil Unterkunft und Verpflegung und durfte die Geschichten seiner Heldentaten den Touristen in der Bar gegen alles verkaufen, was sie ihm in seine Mütze werfen wollten.
Und außerdem, hatte Ringil einmal ironisch in einem Brief an Archeth bemerkt, drückt er beide Augen zu bei gewissen Praktiken im Schlafzimmer, die meiner Wenigkeit in Trelayne oder Yhelteth zweifelsohne einen langsamen Tod durch Pfählen eingebracht hätten. Held der Galgenschlucht; ein solcher Status gewährt einem offenbar gewisse Freiheiten, die der gewöhnliche Bürger in diesen selbstgerechten Zeiten nicht für sich in Anspruch nehmen kann. Hinzu kam, dachte er, dass man sich nicht auf Schwulenhatz machte, wenn das Opfer dafür berüchtigt war, nach einer Herausforderung selbst geübte Schwertkämpfer zu Hackfleisch zu verarbeiten. Ruhm, so kritzelte Ringil nieder, hat schließlich doch sein Gutes.
Das Schwert über dem Kamin anzubringen, war eine nette Geste gewesen, übrigens ebenfalls eine Idee des Wirts. Der Mann versuchte jetzt gerade, seine hier wohnende Berühmtheit zu überreden, im Stallhof hinter dem Haus Fechtunterricht zu erteilen. Kreuze die Klinge mit dem Helden der Galgenschlucht - nur drei Reichsmünzen die halbe Stunde! Ringil war sich noch unschlüssig, ob er schon so schlecht bei Kasse war. Er hatte gesehen, was Unterrichten aus Bashka gemacht hatte.
Wie dem auch sein mochte, er zog den Rabenfreund in einer einzigen schwungvollen Bewegung klirrend aus der Scheide, legte ihn sich lässig über die Schulter und trat hinaus auf die Straße, ohne das Publikum zu beachten, das ihn anstarrte und das er noch vor einer Stunde mit Geschichten von Mut und Tapferkeit unterhalten hatte. Vermutlich würde es ihm zumindest einen Teil des Wegs bis zum Haus des Schulmeisters folgen. Schaden könnte es nicht weiter, selbst wenn sein Verdacht im Hinblick auf das, was da gerade vor sich ging, zutraf. Jedoch würden sie beim ersten Anzeichen von Problemen allesamt die Beine in die Hand nehmen. Was man ihnen wirklich nicht krummnehmen konnte. Es waren Bauern und Kaufleute, und sie waren ihm zu nichts verpflichtet. Etwa ein Drittel hatte er noch nie zuvor gesehen. Wie hatte er doch gleich in der Einführung seines Traktats über die Taktik bei Schlachten geschrieben (dessen Veröffentlichung unter seinem Namen die Militärakademie übrigens höflich dankend abgelehnt hatte): Kennt man die Männer hinter sich nicht mit Namen, sollte man nicht überrascht sein, wenn sie einem nicht in den Kampf folgen. Andererseits sollte man auch im gegenteiligen Fall nicht überrascht sein, weil es zahllose andere Faktoren zu berücksichtigen gilt. Das Kommando zu übernehmen, ist eine heikle Sache, und die Befähigung zum Kommandanten lässt sich nicht leicht herstellen oder verstehen. Was schlicht und einfach der Wahrheit entsprach, wie man an vorderster Front einiger der blutigsten und hässlichsten Schlachten erfahren konnte, welche die freien Städte seit Menschengedenken geschlagen hatten. Die Sache war jedoch, wie es der zuständige Lektor, ein Lieutenant aus Trelayne, in seinem freundlichen Antwortbrief ausgedrückt hatte, einfach zu vage, als dass die Akademie sie als wertvolles Übungsmaterial in Betracht ziehen konnte. Diese Ambivalenz veranlasst uns, Euer Traktat abzulehnen. Angesichts des letzten Satzes auf dem Pergament hatte Ringil einen Genossen im Geiste vermutet. Es war kalt draußen auf der Straße. Er trug lediglich ein Lederwams mit halben Ärmeln aus Segeltuch, und eine für die Jahreszeit ganz untypische Kühle kroch bereits über den Grat des Hochlands von Majak herab. Die Gipfel der Berge, unter denen der Ort hingeduckt lag, waren bereits schneebedeckt, und die Galgenschlucht wäre wahrscheinlich schon vor dem Padrow-Abend unpassierbar. Erneut ging das Gerede von einem Aldrain-Winter. Seit Wochen kursierten jetzt schon Gerüchte von Weidevieh, das in den Hochlanden von Wölfen und anderen, weniger natürlichen Raubtieren gerissen worden war, sowie von erschreckenden Begegnungen und Sichtungen auf den Bergpässen. Das, mutmaßte Ringil, würde sich als Ursache des Problems erweisen. Das Häuschen von Bashka, dem Schulmeister, stand am Ende einer der Durchgangsstraßen, direkt am hiesigen Friedhof. Als der weitaus gebildetste Mann in dem winzigen Ort Galgenwasser - der hier lebende Held nicht mit eingerechnet - hatte Bashka zwangsläufig die Rolle des Tempelofficiators erhalten, und das Haus gehörte gewissermaßen zur Ausstattung des Priesters. Und bei schlechtem Wetter waren Friedhöfe eine hervorragende Fleischquelle für Aasfresser.
Du wirst ein großer Held sein, hatte eine yheltethische Wahrsagerin einst aus Ringils Speichel gelesen. Du wirst viele Kämpfe austragen und viele Feinde besiegen.
Kein Wort davon, Kammerjäger in einer Grenzsiedlung zu spielen, die nicht viel größer als eines der Slums von Trelayne war.