Glück ist meist eine sehr persönliche Sache.
So versuchen die Autoren auch erst gar nicht, eine allgemeine oder langatmige Erklärung zu finden, sondern beschreiben in ihren Geschichten, wie ihre Hauptpersonen das Glück gefunden haben. Und so unterschiedlich die Autoren sind, so unterschiedliche Geschichten gibt es auch.
Es ist ein sanftes, unaufgeregtes Buch, mit netten Geschichten aus Deutschland, wie sie das Leben eben spielt oder es in der Vorstellung der Autoren sich zutragen könnte. Viele Geschichten sind autobiografisch beeinflusst. Sie sind meist leidlich unterhaltsam, teils banal, oft betulich und rückwärtsgewandt, gelegentlich weise. Das Glück in diesen Geschichten ist leise und schreit nicht.
Für meinen Geschmack hätte ich etwas mehr Pep erwartet. Nie wird um das Glück gekämpft oder es erobert. Keine der Geschichten ist wirklich spannend. Insofern bin ich mir über die Leserschaft, für die dieses Buch geschrieben ist, nicht im Klaren.
Das Buch ist liebevoll aufgemacht, das Papier scheint etwas billig zu sein.