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Vera und der braune Glücksmann. Wie der NS-Staat einen Judenmörder hinrichtete. Eine wahre Geschichte.
  
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Vera und der braune Glücksmann. Wie der NS-Staat einen Judenmörder hinrichtete. Eine wahre Geschichte. [Unbekannter Einband]

M. Klein
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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Neuer Europa Vlg., (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B002D397NS
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
In dem Buch geht es um eine wahren Kriminalfall. Eine jüdische Zwangsarbeiterin bei der Deutschen Reichsbahn in Berlin lernt 1943 einen Arbeitskollegen kennen, der sie und ihre Tochter grausam ermordet. Der Täter wird von der Nazijustiz 1944 hingerichtet. Zu einer Zeit, als bereits Millionen von Juden von den Nazis umgebracht waren. Eine absurde Situation also. Was ich besonders interessant fand: Das Buch schildert auf vielen Seiten den Alltag einer in Kriegsdeutschland lebenden Jüdin, deren Ehemann sogar ein Nazi war. Sie wird in Deutschland geduldet, weil sie mit einem "Arier" verheiratet war. Das Buch spielt Ende 1943/Anfang 1944, als es vielen Deutschen bereits klar ist, dass der Krieg für Deutschland verloren geht. Die Aufklärung des Kriminalfalls geschieht im Bombenhagel alliierter Flieger. Vormittags identifiziert die Berliner Mordkommission die Bombenopfer der Nacht, nachmittags geht sie auf die Jagd nach einem Judenmörder. Der Leiter der Mordkommission ist Rolf Holle, ein SS-Mann, der nach dem Krieg einer der Chefs des Bundeskriminalamtes (BKA) in Wiesbaden werden wird (mehr zu seiner Person auf Wikipedia). Der Leser erfährt in diesem spannenden Tatsachenbericht viel über das Alltagsleben in Deutschland gegen Kriegsende: Lebensmittelkarten, Schlangestehen vor den Geschäften, Bombenangriffe, Seuchengefahr, Schwarzhandel und Kinderlandverschickung. Man will das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Mein einziger Wunsch wäre gewesen, dass der Verlag zusätzlich einige zeitgeschichtliche Dokumente komplett abgedruckt hätte, etwa die Anklageschrift und das Urteil des Sondergerichts, das den Mörder zum Tode verurteilt hat. Das Buch ist leider zu schnell zu Ende. Aus meiner Sicht hätte es ruhig ausführlicher sein können.

Der Titel des Buches kombiniert den Vornamen des Opfers, Vera, mit einer Funktion des Mörders. Der Mörder hat nämlich in seiner Freizeit als Brauner Glücksmann (so wurden sie allgemein genannt) Lotterielose verkauft. Das Geld bekam das Winterhilfswerk, es war eine Wohltätigkeitsorganisation der Nazis.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Zitat: "Nur ein einziger nationalsozialistischer Judenmörder wurde je von einem deutschen Gericht zum Tode verurteilt und hingerichtet."
Der Mord und die Aufklärungsarbeiten im Detail, die Vorgeschichte bis hin zum Mord ist genauso beschrieben wie das allgemeine Leben im damaligen vom Krieg gezeichneten Deutschland für Juden und Nichtjuden.
Man liest von der Einordnung von Juden in verschiedene Grade von Rassenreinheit, von Schulverbot, Deportationen und vielem mehr.
Durch die gründliche Recherchearbeit und die Einsicht in die Originaldokumente der damaligen Zeit und durch Studieren der Akten ist es Michael Klein möglich, einen lückenlos nachvollziehbaren Mord und dessen Aufklärung zu schildern, wie aber auch genauso einprägsam und realistisch ein Bild des Lebens in dieser Zeit zu zeichnen, wie es bisher nur wenige andere Bücher geschafft haben- auch für den Geschichtsunterricht empfehlenswert.
Ich empfand es als spannendes Buch, durch das ich eine Menge über die damalige Zeit erfahren habe dank der Fülle an Informationen und Erklärungen.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Interessant zwar, aber..... 23. September 2009
Format:Gebundene Ausgabe
.... der Spannungsbogen nimmt doch im Laufe des Buches deutlich ab, nachdem der dem Leser bekannte Täter gefasst ist. Was dann später die einzelnen mitwirkenden Personen aussagen, ist dann nicht mehr so interessant, so dass ich das Buch nur noch überflogen habe.
Ob z.B. der detailliert geschilderte Hinrichtungsvorgang durch das Fallbeil in der Tat so abgelaufen ist, mag dahingestellt sein lassen. Absolut bemerkenswert ist allerdings in der Tat, dass der Täter wegen Judenmordes verurteilt worden ist.
Lesenswert ist das Buch schon, nur kann ich keine 5 Sterne vergeben.
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