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Die Glücksformel oder Wie die guten Gefühle entstehen Taschenbuch – 1. November 2003


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: rororo (1. November 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499615134
  • ISBN-13: 978-3499615139
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 45.439 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

geboren 1965 in München, studierte Physik und Philosophie in München, Grenoble und Freiburg und promovierte in Freiburg über Biophysik. Er schrieb Beiträge für viele deutschsprachige Zeitungen und Magazine und war von 1996 bis 1999 Wissenschaftsredakteur beim "Spiegel", von 1999 bis 2000 Redakteur bei "Geo". Lebt jetzt als freier Autor in Berlin. 1998 erhielt er den Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wissenschaftsjournalismus. 2000 erschien seine vielbeachtete Studie "Die Tagebücher der Schöpfung".

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Ist Liebe eine Sucht?
Im Hochgefühl der Liebe erscheint der Partner als ein ganz besonderes Wesen. Nichts und niemand kann uns in solch euphorische Stimmung versetzen wie er oder sie, wenn wir verliebt sind. Diese romantischen Gefühle gehen im Gehirn häufig mit einem eigentümlichen Zustand der Erregung einher, in dem sich die Grenzen der eigenen Person aufzulösen scheinen. Dichter haben diese Erfahrung seit jeher beschrieben; vor kurzem haben die Londoner Forscher Andreas Bartels und Semir Zeki gezeigt, dass der Rausch des Verliebtseins auch der Wissenschaft zugänglich ist. Über das Internet suchten sie Versuchspersonen, die sich glaubhaft als von "echter, tiefer und verrückter Liebe" besessen beschrieben. Die meisten waren Frauen.
Um festzustellen, was den Zustand des Verliebtseins ausmacht, baten Bartels und Zeki ihre Probanden zur Kernspintomographie. Dort zeigten sie den Teilnehmerinnen zunächst Fotos von Freunden, zu denen die Frauen keine sexuelle Beziehung hatten, und forderten sie auf, intensiv an diese Menschen zu denken. Währenddessen zeichneten die Wissenschaftler die Aktivität ihrer Gehire auf.
Dann wurden die Bilder von Freunden durch Porträts der Geliebten ersetzt. Nun sollten die Versuchspersonen an ihre Partner denken, während ihre Gehirne ein zweites Mal durchleuchtet wurden. Der Vergleich beider Aufnahmen ließ erkennen, was die Beschäftigung mit der geliebten Person im Gehirn bewirkt: Bartels und Zeki stellten ein Muster der Hirnaktivität ganz ähnlich wie unter dem Einfluss von Drogen fest. Die Euphorie des Verliebtseins ist also der Rauschwirkung von Heroin oder Kokain durchaus vergleichbar.
Das ist neurobiologisch gesehen nicht verwunderlich, denn Drogen einerseits und die Liebeselixiere Oxytocin und Vasopressin andererseits wirken auf dieselben Schaltungen im Gehirn. Beide sprechen Systeme an, in denen Dopamin, das Hormon des Begehrens, eine wesentliche Rolle spielt. Das muss so sein, damit eine Bindung an den Partner entstehen kann: Dopamin steuert ja, wie wir gesehen haben, die Aufmerksamkeit und weckt das Verlangen.
Der Neuropsychologe Jaak Panksepp vergleicht denn auch die Liebe mit einer Sucht: Im einen Fall entsteht eine Bindung an die Droge, im anderen an eine Person. Die Verwandtschaft zeigt sich besonders deutlich im Moment der Trennung - dem Entzug von der Droge oder dem Abschied von dem oder der Geliebten. Gefühle von Einsamkeit und Leere, Appetitverlust, Niedergeschlagenheit, Schlaflosigkeit und Reizbarkeit sind in beiden Fällen die Folge.21
Gegen die angenehme Wirkung einer Droge stumpft der Süchtige gewöhnlich ab, und auch die Reize eines geliebten Menschen können mitunter ihre Wirkung einbüßen. Trotzdem begegnen wir oft Paaren, deren Augen noch nach Jahrzehnten des Zusammenseins strahlen, wenn sie den anderen erblicken. Es muss also einen Mechanismus geben, der der Abstumpfung in der Liebe entgegenwirkt und Menschen davor bewahren kann, unter ihrem Partner wie unter einer Droge zu leiden.
Auch daran scheint Oxytocin beteiligt zu sein. Tierversuche deuten darauf hin, dass dieses Hormon die Gewöhnung an gute Gefühle zumindest abschwächen kann. Sollten sich diese Ergebnisse bestätigen, dann hieße die Zauberformel für eine über lange Zeit lebendige Liebe: Sex. Schließlich wird Oxytocin während des Höhepunkts bei Mann und Frau ausgeschüttet; möglicherweise wirkt es wie ein Jugendelixier für die Partnerschaft, das die Leidenschaft am Kochen hält.

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Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von PD Luc am 27. Oktober 2004
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
St. Klein geht einen ganz anderen Weg bei der Erklärung des Terminus „Glück": Der Untertitel des Buches „Wie die guten Gefühle entstehen" beschreibt den Inhalt dieses Buches wohl am besten. An Hand von wissenschaftlichen Untersuchungen der renommiertesten Soziologen wie Pawlow, Skinner gekoppelt mit den Ergebnissen aus der rein medizinischen Hirnforschung, zeigt St. Klein was GLÜCK ist. Er untersucht das Geheimnis des Lächelns, belegt die Intuition wissenschaftlich, erklärt warum das Gegenteil von Unglück nicht automatisch Glück bedeutet und, dass das Gehirn noch bis ins hohe Alter form und wandelbar ist. Wer außerdem noch eine medizinische Erklärung für das „Fremdgehen in Beziehungen", Suchtverhalten, und den Beweis klar gezeigt bekommen will, das Solidarität eher glücklich macht als Geld, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Sehr interessant und wie schon der Autor verspricht - Ein Buch, das das Leben verändert.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "himbeere123" am 15. Januar 2004
Format: Taschenbuch
Ein informatives wissenschaftliches Buch, dass trotzdem sehr verständlich geschrieben wurde und viele interessante Querverweise hat. Für meinen privaten Bereich hat mir das Buch einiges an Bestätigung gegeben und für meinen beruflichen (pädagogischen) Alltag neue und äußerst interessante Theorien (bestätigte wie unbestätigte) aufgezeigt. Mein Freundeskreis ist bereits von mir und meinen Zitaten und Erzählungen über dieses Buch angesteckt!!!
Dabei bin ich eher skeptisch an dieses Buch herangegangen, da ich zunächst nicht wusste, ob es sich um ein typisches "Dein Problem- deine Lösung"- Buch handelte. Ist es aber zum Glück überhaupt nicht. Und trotzdem gibt es natürlich Lösungen bzw. Möglichkeiten zum Glücklichsein!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Traumstunde am 28. August 2009
Format: Taschenbuch
Um die Negativbewertungen besser verstehen zu können, bedarf es deren Analyse:
Angeblich tauchen in diesem Buch zu viele Binsenweisheiten, zu viele Vergleiche zwischen menschlicher Hirnforschung und Tierversuchen, keine überraschenden Erkenntnisse aus der Forschung und zu viele banale Ratschläge auf...
Die Kritiker vergessen diesbezüglich leider die Kernpunkte einer seriösen Wissenschaft: Als Tierschützer rümpfe ich selber gerne die Nase bezüglich der vielen Forschungsergebnise zu Lasten von Ratten und Schimpansen, doch stichhaltig und wissenschaftlich korrekt sind diese Thesen allemal.
Man könnte es als äußerst interessant betrachten (oder eben als totlangweilig), dass die gemeine Honigbiene über ähnliche Grundmuster eines körpereigenen Belohnungssystem besitzt, wie der Mensch. Die Interessenskala der Informationen muss der Leser nun mal nach eigenem Geschmack bewerten, da kann man pauschal nicht sagen, was als interessant und was als banal betrachtet werden sollte.
Die hilfreichen Tipps für den Alltag sind in diesem Buch durchaus zu finden, von einer Anleitung zum Glücklichsein bleibt diese interessante Lektüre jedoch weit entfernt (deshalb ein Punkt abzug).
Stellt sich auch die Frage, wieso Stefan Klein immer versucht, unterschwellige Politik und Gesellschaftkritik zu betreiben und sich gleichzeitig so kronloyal verhält.
Außerdem wird in diesem Buch nicht auf einen der entscheidensten Glücksfaktoren überhaupt eingegangen: Das Spielen! Sowohl in gesellschaftlicher Runde als Erwachsener, als Kind in der Puppenstube oder als jugendlicher vor dem PC; das Spielen kommt einfach zu kurz.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "choro69" am 22. Oktober 2004
Format: Taschenbuch
Klein ist ein Wissenschaftsjournalist, der die Erkenntnisse der Gehirn- und Bewusstseinsforschung der letzten Jahre zusammengetragen hat und einen Abriss darüber gibt, was im Gehirn und Körper vor sich geht, wenn der Mensche glücklich / ekstatisch / zufrieden, aber auch traurig / depressiv / ängstlich ist.
Er führt aus (und belegt es auch anhand von Experimenten und Studien), welche Reaktionen der Mensch in bestimmten Situationen zeigt, und wie sich der Gehirnstoffwechsel bezüglich Hormonen und Botenstoffen ändert, und wie das Gehirn und das Wachstum und Verdrahten neuer Nervenzellen (=Lernen) generell vor sich geht. Das heisst, was uns von der Biologie her antreibt, aber auch, was wir dafür tun können, um "gute Bewusstseinszustände" herbeizuführen.
Das mag sich vielleicht jetzt etwas trocken anhören, aber ist total interessant und nachvollziehbar geschrieben. Der Autor belässt es nämlich nicht bei Erklärungen, sondern macht uns auch anschaulich, was wir persönlich dafür tun können, um auf Dauer das Gehirn und damit auch die Persönlichkeit darauf zu trainieren, mehr glückliche Zustände zu erreichen und immer öfter sehr depressive Stimmungen zu vermeiden.
Denn das Witzige dabei ist, dass wir buchstäblich zu jeder Zeit unseres Lebens lernen können, unser Verhalten und unsere Einstellungen zu ändern, und dass das Gehirn sich diesen neuen Gewohnheiten anpasst, es entstehen förmlich viele neue "Verdrahtungen" und Nervenzellenverbindungen, die vorher nicht da waren, das Gehirn lernt ein Leben lang dazu.
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