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Produktinformation
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Wenn es um das Glück geht, meinte Voltaire, benehmen sich die Menschen wie Betrunkene, die nach ihrem Haus suchen: "Sie können es nicht finden, aber sie wissen, dass es existiert." Aber kann man nach Glück und Zufriedenheit überhaupt bewusst suchen? Ja, sagt Stefan Klein. Freude, Angst, Zuneigung, Wut oder auch die grundsätzliche Neigung, angenehme Situationen aufzusuchen und unangenhme zu meiden, gehören zum festen Bestandteil unseres evolutionären Erbes. Und dennoch hat sich in Untersuchungen gezeigt, wie lernfähig und beeinflussbar unser Gehirn lebenslang bleibt.
"Gute Gefühle sind kein Schicksal, man kann und muss sich um sie bemühen." Klein zeigt wie. Und streut immer wieder praktische Tipps und lebensnahe Beispiele ein. Denn wir Menschen sind im Gegensatz zu den Tieren unseren Gefühlen nicht ausgeliefert, sondern können sie gezielt beeinflussen. Schlechte Stimmungen lassen sich zum Beispiel viel leichter durch Aktivität und Bewegung vertreiben als durch Faulenzen. Auch bekannte "Lebensweisheiten" prüft das kurzweilige Buch im Lichte neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. So gilt inzwischen als widerlegt, dass es gesund sei, sich mal auszuweinen oder die Wut herauszulassen.
Gute Sachbücher informieren und unterhalten, Ratgeber geben uns Einsichten in Problemzusammenhänge und zeigen Auswege auf. Stefan Klein bietet mit seinem tollen Buch alles auf einmal -- und hat insofern zumindest die Formel für das Leseglück bereits gefunden. --Christian Stahl
Der gebürtige Münchner Stefan Klein studierte Physik und Philosophie und forschte über die Signalübertragung im Gehirn. Er arbeitete als Wissenschaftsredakteur bei den Magazinen Der Spiegel und Geo. 1998 wurde Klein mit dem Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wissenschaftsjournalismus ausgezeichnet.
In der Hörbuchfassung, die Wolfgang Rüter mit seiner markanten Stimme sehr gut verständlich liest, hört man vieles, was einem bekannt vorkommt. Aber Vorsicht. Man sollte nicht vorschnell urteilen, denn am Ende steht doch das Gefühl, etwas dazugelernt zu haben, für sich selbst Nutzen aus dem Gehörten ziehen zu können.
Basis seiner Anleitung sind für Klein zwei Erkenntnisse der Hirnforschung: Die Existenz eines Glücksystems im Gehirn, dabei handelt es sich um Schaltungen, die für Freude und Lust sorgen, und die ständige Änderung des Gehirns eines Erwachsenen und das permanente Entstehen von neuen Gehirnzellen. Wenn das Gehirn also formbar ist, lassen sich die Verdrahtungen im Kopf ändern, und man kann trotz genetischer Anlagen negative Gefühle unschädlich machen, sie in ihre Schranken weisen. Man kann gute Gefühle steuern, erzeugen. Kleins Botschaft lautet somit: Das Glücksvermögen lässt sich trainieren. Ganz unabhängig von Alter, Geschlecht oder anderen Faktoren. Es ist sogar so, dass die äußeren Umstände Geld, Status, Wohnung etc. nur zu einem ganz geringen Prozentsatz zu unserem Glück beitragen.
Wer den Umgang mit dem körpereigenen Glückssystems beherrschen möchte, muss üben. Muss die neuen Gefühlsreaktionen durch Wiederholung verfestigen und die Schaltungen für die guten Gefühle stärken. Voraussetzung dafür ist allerdings die Kenntnis dessen, was einem gut tut. Neben individuellen Auslösern von Wohlbefinden gibt es allgemeingültige Regeln. Bei einigen handelt es sich um Binsenweisheiten: Der Körper ist wichtig, ohne ihn gibt es kein Glück (Sex und Bewegung heben die Stimmung), Aktivität, Interesse, ein wacher Geist und Konzentration sind immer gut, ein Kontrastprogramm schützt vor Langeweile und fast um jeden Preis sollte man vermeiden, sich ausgeliefert zu fühlen. Das ist wirklich nicht neu. Aber es gibt auch vertraute Ratschläge wie so oft wie möglich Dampf abzulassen und frei zu nehmen, wenn es einem schlecht geht, von denen man den neuesten Erkenntnissen zufolge Abschied nehmen soll.
Fazit: Die leicht verständliche Gebrauchsanleitung für Wohlbefinden und Lebensfreude macht zumindest eines deutlich: Manchmal reicht es nicht glücklich zu sein, man muss sein Glück schon bemerken. Und: Es ist nicht die eine große Veränderung, die uns glücklich macht, sondern viele glückliche Momente. Deshalb kann dieses Hörbuch auch nicht mehr als ein Mosaiksteinchen sein. Trotzdem: Es lohnt sich in jedem Fall, unter Anleitung des Hörbuchs die Neuprogrammierung des Gehirns auszuprobieren! Lesung, Spieldauer: ca. 73 Minuten, 1CD. Mit Booklet. -- culture.text
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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64 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Exzellent!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Glücksformel. Oder Wie die guten Gefühle entstehen (Gebundene Ausgabe)
Nicht nur, dass dieses Buch aus wissenschaftlicher Sicht gut erklärt und faszinierend ist, man fühlt sich während und nach der Lektüre schon sofort besser. Die Einsicht dass Glück machbar ist und man nicht unbedingt ein Spielball des Schicksals ist, macht einfach Hoffnung und befreit.
Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm zu lesen. Und was mir persönlich sehr gefallen hat, ist, dass dies kein weiteres der eher esoterischen Denk-positiv-und-dir-gelingt-alles Bücher ist, sondern eine rationale Erklärung des Phänomens Glück. Naturlich spielt auch das Irrationale eine Rolle im Leben, aber durch dieses Buch erkennt der Leser dass er selber wesentlich mehr auf seine Stimmungen Einfluss haben kann als man das meistens realisiert! Und diese Erkenntnis verdrängt die Hilflosigkeit die man manchmal spürt und gibt neuen Mut :o) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wie die guten Gefühle entstehen,
Rezension bezieht sich auf: Die Glücksformel: oder Wie die guten Gefühle entstehen (Taschenbuch)
St. Klein geht einen ganz anderen Weg bei der Erklärung des Terminus „Glück": Der Untertitel des Buches „Wie die guten Gefühle entstehen" beschreibt den Inhalt dieses Buches wohl am besten. An Hand von wissenschaftlichen Untersuchungen der renommiertesten Soziologen wie Pawlow, Skinner gekoppelt mit den Ergebnissen aus der rein medizinischen Hirnforschung, zeigt St. Klein was GLÜCK ist. Er untersucht das Geheimnis des Lächelns, belegt die Intuition wissenschaftlich, erklärt warum das Gegenteil von Unglück nicht automatisch Glück bedeutet und, dass das Gehirn noch bis ins hohe Alter form und wandelbar ist. Wer außerdem noch eine medizinische Erklärung für das „Fremdgehen in Beziehungen", Suchtverhalten, und den Beweis klar gezeigt bekommen will, das Solidarität eher glücklich macht als Geld, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Sehr interessant und wie schon der Autor verspricht - Ein Buch, das das Leben verändert.
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108 von 119 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Lust am Leben ist uns angeboren,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Glücksformel. Oder Wie die guten Gefühle entstehen (Gebundene Ausgabe)
Der Titel "Die Glücksformel" ist in Zeiten der hemmungslosen Vermarktung selbst letzter Dinge ein wenig verdächtig. Tatsächlich handelt es sich dabei aber um eine grundsolide, verständliche Übersicht über all das, was bisher zum Thema Glück philosophisch geschrieben und wissenschaftlich erforscht wurde. Damit geht das Buch weit über das von Pease (Sie wissen schon, die mit dem Einparken) hinaus. Es ist für den wissenschaftlichen Laien verständlich geschrieben und gespickt mit viel kulturellem und evolutionärem Hintergrund. Klar, dass die Hirnforschung ein prominente Rolle spielt. Dabei geht es überwiegend um die Botenstoffe wie Dopamin, die uns die Wirklichkeit als wahr erscheinen lassen. Das behavioristische Reiz-Reaktions-Modell von Skinner und Kollegen erlebt seine Renaissance. Das wird nicht allen gefallen. Aus vielen Beispielen werden nachträglich Verhaltensweisen erhellend gewiss. Oder wie Frau Birkenbihl schon mal schrieb, der Homo sapiens sei wohl eher ein „Hormo sapiens". Irgendwie beruhigend und versöhnlich für alle, die sich schon immer mal über menschliche (eigene) Verhaltensweisen gewundert, wenn nicht geärgert haben. Wir wissen nun: Alles Biologie! Natürlich (!) fehlt auch der Bezug zur neuen Fitness- und Wellness-Welle nicht. Der Mensch ist für die Bewegung gemacht, nicht so sehr für das Sofa. Aktivität macht glücklicher als Nichtstun, das haben wir doch immer schon geahnt! Auch für alle, die sich mit Motivation beschäftigen, kann dieses Buch durchaus ein Gewinn sein. Der Zusammenhang mit Mihaly Csikszentmihalyis Buch „Flow" ist deutlich. Und letztlich enthält das Buch, ohne je belehrend zu sein, so manchen guten Stimulus für die eigene Suche nach dem Glück. Denn der Mensch ist von der Natur darauf programmiert, das Neue zu suchen, schreibt nicht nur Stefan Klein. Kurzum: Für mich das interessanteste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe, daher Bestnote! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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