Die Autorin Felicitas Heyne erweckt in Glücksfitness gezielt den Eindruck, sie hätte den Persönlichkeitstest mit den 16 Typen, um den es in dem Buch geht, selbst erfunden. Dabei hat sie sich nur bei Anderen bedient: im englischen heißt dieser Test MBTI (Myer Briggs Type Indicator) und ist weithin bekannt.
Frau Heyne aber macht keinerlei Angaben zur Herkunft dieses Tests (bis auf einen vagen Hinweis auf C.G. Jung und 1921 in der Einleitung). Sie lässt den Fakt, dass sie sich hier eines bereits existierenden Systems (MBTI) bedient hat, über das es bereits zahllose andere Bücher und Publikationen gibt, komplett unter den Tisch fallen. Mit fremden Federn schmücken nennt man das.
z.B. nennt sie den Autor David Keirsey, dessen Unterteilung der Typen in Gruppen sie ausführlich nutzt, mit keinem Wort. Die Erfinderinnen des ursprünglichen Tests (Myer Briggs) werden ebenfalls nicht erwähnt. Genauso wenig wie die Seite typentest.de, an die Frau Heynes Version des Tests sehr stark erinnert, und deren Eindeutschung des Tests es bereits lange vor ihr gab. Im vorderen Teil des Buches nutzt sie z.B. exakt die gleichen Abkürzungen für die Bezeichnungen der Typen. Und das obwohl Teile davon bei ihr noch nicht einmal Sinn machen: warum ein "G" als Abkürzung für die Eigenschaft "Planend"? Eventuell weil dies auf typentest.de "Geplant" heißt? Das wirkt als hätte sich die Autorin auch dort bedient, und dabei die Begriffe noch nicht einmal auf ihr eigenes System angepasst.
Fazit:
Glücksfitness ist gut geschrieben, es ist ein sehr leichter Einstieg in den Persönlichkeitstest. Die Typenprofile sind treffend, wenn auch nicht sehr umfangreich. Hintergrundinformationen und genauere Erklärungen sucht man jedoch vergeblich, und die Tipps könnten teils genauso in jeder Frauenzeitschrift stehen. Es gibt keinen einzigen(!) Hinweis auf weitere Literatur (obwohl es diese in rauen Mengen gibt), denn dann würde ja auffallen, dass das Ganze nicht von der Autorin selbst erdacht ist, und das sie sich bei Anderen bedient hat. Dies hinterlässt einen sehr faden Beigeschmack von reinem Selbstmarketing statt guter Information.
Für das was es bietet ist das Buch zudem zu teuer. Lieber zu einem Anderen greifen, z.B.
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