An vier Blätter glaubt Dr. von Hirschhausen weniger.
Nein, sein Anspruch ist, auf dem relativ neuesten Stand der Forschung, was denn Menschen glücklich mache, zu sein.
Die Botschaft ist zugleich die Medizin.
Lachen für zur Gesundung. Das ist nachgewiesen.
Im übrigen weist Dr. von Hirschhausen mit fast missionarischen Eifer auf Bedingungen für " wahres" Glück hin.
Sein munterer Verstand weist auf die Unglücksfallen hin. Warum ein vierblättriges Kleeblatt- ein Unglücksmodell, vierblättrige sind selten, also wird Unglück insceniert, immer ich, immer nur drei Blätter, Neid auf den, der eines mit vier fand usw.
Da nun angeblich die Glücklichen rechtzeitig von Säbelzahntigern gefressen wurden, sind wir die genetischen Nachkommen von den Miesepetern, die ängstlich und vorsichtig im Neandertal waren.
Also naheliegend, dass wir die Kunst des Unglücklichseins perfektionieren.
Hirschhausen hält freundlich ein Spiegel hin- wird der Miesepeter lächeln ? Wird er seine falschen Annahmen über das, was denn glücklich mache, denn aufgeben ?
Die Kunst des Unglückseins ist weitest verbreitet. Die angeblich viertreichste Nation Deutschland auf Platz 35 einer Glücks-Liste ( wer hat denn diese Statistik gefälscht ?).
Hirschhausen hat mit seinen Büchern, Cds und Auftritten grosse Erfolge.
Ob die Botschaft nachhaltig ist, darf bezweifelt werden. Hirschhausen hat dafür selbst die Erklärung: die Plastizität des Hirn. Einmal Lachen und sich zehnmal Grämen wird das Hirn eben in letztere Richtung prägen.
Immerhin wird sein Projekt, Lachen im Krankenhaus, gefördert. Das Lachen, die Gesundung in der Welt wird vermehrt.
Das ist auch schon etwas.