Zum Frühstück ein Ei. Ein Ei? Was ist ein Ei? Wo kommt es her? Gibt es Unterschiede? Was für Haltungsformen gibt es, und was halten die Hühner davon?
Darauf geben die Autoren in diesem Buch eine Antwort. Der Untertitel "Eine Liebeserklärung an das Federvieh" deutet die Richtung an. Doch die Autoren belichten das Leben der Hühner aus vielen Perspektiven: historisch, regional, religiös, gesetzlich und emotional.
Sie erwecken die LeserIn aus dem Traum, dass die Eier auf dem Frühstückstisch aus einem idyllischen Bauernhof stammen. Die Fakten sind gut recherchiert. Die Zitate aus der Bibel lassen aufhorchen und scheinen geradezu konträr zum Verhalten der Kirche gegenüber Tieren zu sein.
Besonders gründlich durchleuchten die Autoren das deutsche Tierschutzgesetz und vergleichen es auf internationalem Parkett. Selbst die letzte Initiative der Frau Renate Künast sichert den Hühnern jedoch kein Leben ohne Käfige.
Das Buch setzt an den richtigen Stellen an und beschreibt, was dem Konsumenten sonst verborgen bleibt. Dabei beschränken sich die Autoren auf die miserablen Zustände bei den sogenannten „Legehennen" - von den Bedingungen unter den „Masthühnern" leiden ist noch gar nicht die Rede.
In dem Buch sind längere Fotostrecken mit Hühnern und Küken in landschaftlich attraktiver Umgebung zu sehen. Doch finde ich, dass es von diesen Fotos schon genug gibt. Hier wäre es nötig, dass sie ihre textliche Kritik mit Fotos aus den „Legebatterien" untermalen.