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Produktinformation
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»Glückliche Ehe« ist die Geschichte einer fast dreißigjährigen Ehe, von ihren beschwingten Anfängen bis zu ihrem durch Krebs erzwungenen Ende. Die Leichtigkeit und Komik des Kennenlernens in den ersten Wochen wechselt dabei ab mit den bitteren, aber auch erfüllten letzten Monaten von Margarets Leben, als sie sich von Familie und Freunden verabschiedet - und von ihrem Mann Enrique.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Liebesglück und Familienleid,
Rezension bezieht sich auf: Glückliche Ehe (Gebundene Ausgabe)
Selten hat man so genau, so klar, zugleich liebevoll, bitter, traurig und komisch über ein Eheleben geschrieben, wie in dem Roman von Rafael Yglesias. Nach dreißig Jahren geht das Leben einer ungewöhnlichen Ehe seinem Ende entgegen. Nicht etwa die Scheidung droht, sondern Margaret hat Krebs im Endstadium. Beide Partner sind Anfang fünfzig, und die Krankheit trifft sie ins Mark. Nach langem und schwerem Kampf gegen die Krankheit ergibt sich Margaret ihrem Schicksal und akzeptiert ihr Ende. In rührenden Szenen erlebt man eine Frau, die mutig und selbstbestimmt ihr Leben gelebt hat. Mit liebevoller Hingabe sieht man auch ihren drei Jahre jüngeren Mann Enrique, der an ihrer Seite ist, und man glaubt den beiden, dass sie in ihren langen Ehejahren neben der glücklichen Zweisamkeit auch Zeiten des Zweifels und der gegenseitigen Abneigung kennen gelernt haben.Eingeblendet in die Familiengeschichten mit Abschied und tiefem Schmerz von der kranken Margaret wird der Jahre des Kennenlernens, der zusammen verbrachten Zeiten und vieler Einzelheiten aus dem gemeinsamen Leben gedacht. Beide Herkunftsfamilien sind jüdischen Glaubens. Wie verschieden sie alle sind, welche Charaktere hier zusammentreffen und an Irritationen leiden: R. Y hat sie wunderbar gezeichnet. Neben Enrique mit seinem unruhigen Liebeshunger und seinen Berufskümmernissen, die ihm als Schriftsteller eine Quelle der Unsicherheit sind, ist Margaret die energische, sichere und zielstrebige Frau. Jetzt stehen sie alle ratlos vor dem Ende Margarets. Ihre Eltern und besonders die Mutter zeigt sich als die, die sie immer war: beherrschend und tonangebend. Sogar um das Grab und die Beerdigung gibt es Spannungen zwischen Margaret und ihrer Mutter. Mit minutiöser Zeiteinteilung wacht Enrique über den Zeitplan, nach dem sich Freunde und Verwandte von der Kranken verabschieden können. In selten aufrichtiger und kritischer Weise mischt Rafael Yglesias für seinen Helden Worte der Dankbarkeit mit Überlegungen für das Weiterleben nach dem Tod seiner Frau. Er zeigt den nüchternen Alltag, die irrwitzigen menschlichen Regungen im Angesicht des Todes und erzählt von den Ambivalenzen, die in einer langen Ehe auszuhalten sind. Die komischen Momente wechseln mit den traurigen und man spürt deutlich, dass dieser Roman einem sehr realistischen Bericht gleicht, wie sich ein langes Leben zu zweit gestaltet hat, und wie Trennungen durch den frühen Tod eines Partners aussehen können. Auch hört man, wie es sich anfühlt, mit unterschiedlichem Familienhintergrund zu gemeinsamen Wurzeln zu finden. Nie werden die Ausführungen blasphemisch, sentimental oder unecht. Nüchternheit und gefühlsbestimmtes Handeln befinden sich im Gleichgewicht und man legt den Roman berührt und ergriffen zur Seite. Genauso ist das Leben: facettenreich, vielschichtig und von Schwankungen betroffen, und R. Yglesias hat es echt und realitätsnah eingefangen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Leben in einer Ehe ist voller Widersprüche, vielschichtig, mit Zweifeln und Versuchungen gespickt, doch es lohnt sich.,
Von Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen (HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 10 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Glückliche Ehe (Gebundene Ausgabe)
Dieser wunderbare Roman ist eines der schönsten Bücher über das Zusammenleben von Mann und Frau, das ich in den letzten Jahren gelesen habe. Nach einer Schreibpause von über 13 Jahren hat der in New York lebende Autor Rafael Iglesias mit "Glückliche Ehe" ein Buch geschrieben, das ehrlich und kritisch, liebevoll und manchmal bitter, mit viel Humor und noch mehr Trauer im Herzen die sicher auch vom Tod seiner Frau Margaret Joskow 2004 geprägte Geschichte der Ehe von Enrique Sabas und Margaret Cohen erzählt.Als Anfang der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts der gerade einmal 21-jährige Enrique auf die drei Jahre ältere Margaret trifft, erkennt er in ihr auf der Stelle die Liebe seines Lebens. Sie überwinden die zunächst fast unüberbrückbaren Unterschiede in ihren Herkunftsfamilien und ihren Persönlichkeitsstrukturen. Als nach über dreißigjähriger Ehe Margaret erfährt, dass sie Krebs im Endstadium hat, kämpft sie zunächst erbittert gegen die Krankheit, bevor sie sich dann ihrem Schicksal beugt und ihr nahes Ende akzeptiert. Enrique ist an ihrer Seite und während ihr gemeinsames Leben mit zwei Kindern zu Ende geht, was von Iglesias mit tiefem, weil selbst erlebtem Mitgefühl erzählt wird, gehen die Erinnerungen zurück an ein langes gemeinsames Leben. An die Zeit des Kennenlernens, die Zeit der Krisen und drohenden Untreue, an viele schöne und viele schwere Erlebnisse und Erfahrungen. Enrique, der immer nach Beweisen für ihm entgegengebrachte Liebe sucht, und seine Schwierigkeiten als Schriftsteller sind ein immer wiederkehrender Unruheherd, den Margaret mit ihrer energischen und zielstrebigen Art auszugleichen bemüht ist. Indem Enrique einen klaren Zeitplan aufstellt, wie sich alle Freunde und Verwandte von der noch lebenden Margaret verabschieden können, mischen sich ihm andauernd Gedanken an den Tod und an ein Weiterleben nach dem Tod in die Seele und in das Herz. Und immer wieder kommen die Erinnerungen an die Phasen ihres Lebens, ihrer trotz aller Krisen "glücklichen Ehe", wie sie Iglesias aufrichtiger nicht hätte erzählen können. In Zeiten, wo kaum noch jemand willens oder in der Lage zu sein scheint, eine über Jahrzehnte dauernde Ehe zu führen, in Zeiten, wo bei jeder kleinen Krise der Scheidungsrichter bemüht wird, ist dieses Buch an ermutigendes Zeugnis. Das Leben in einer Ehe ist voller Widersprüche, vielschichtig, mit Zweifeln und Versuchungen gespickt, doch es lohnt sich. Rafael Iglesias hat es mit viel eigenen Erfahrungen angereicherter in wundervoller Weise beschrieben. Die Erfahrung von Glück braucht all diese weniger glücklichen Erlebnisse, um als dauerhaftes Glück identifiziert und dann auch gelebt zu werden. Menschen, die schon lange verheiratet sind, und die Beziehungsarbeit nie aufgegeben haben, werden das bestätigen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Glückliche Ehe,
Rezension bezieht sich auf: Glückliche Ehe (Gebundene Ausgabe)
Wer ein Buch lesen möchte, das von der Liebe und dem Leben ohne Pathos und Schmalz berichtet, sollte es mit diesem Roman versuchen:Die Handlung besteht aus zwei Erzählsträngen. Im Rückblick wird die männliche Hauptperson, Enrique, in seiner jugendlichen Energie und Zerrissenheit beschrieben. Er lernt Margaret, seine spätere Frau kennen und versucht, sie für sich zu gewinnen. Parallel wird die Gegenwart geschildert, in der die beiden trotz Krisen seit 30 Jahren zusammen leben und vor einer neuen Herausforderung stehen: Margaret hat Krebs und bereitet sich auf ihren Tod vor, indem sie sich nach und nach von allen Freunden und Familienmitgliedern verabschiedet. Dabei ist Enrique stets an ihrer Seite, plant die Besuchszeiten und wacht darüber, dass niemand seiner Frau mehr Energie abverlangt, als sie in ihrem Zustand hat. Gleichzeitig quält ihn die Frage, ob er ihr ein guter Ehemann war - seine Unruhe fällt ihm ein, seine Unsicherheit, seine schroffe und manchmal arrogante Art. Nach all den Jahren, in denen er ihr oft ihre Lebensart übel genommen hat, fühlt er sich als derjenige, der schwerer zu ertragen war. Er ist dankbar, dass sie ihn immer wieder mit ihrer optimistischen Art mitgerissen hat und häufig ein Kontrapunkt zu seiner Wahrnehmung und Gefühlswelt war. Angesichts des Todes und der wenigen Tage, die ihm noch bleiben, fragt er sich, wie er ihr zeigen kann, dass er sie geliebt hat und heute noch liebt. Trotz allem. Und mehr, als ihm im Alltag bewusst war. Weiß sie es auch? Dieser Roman kommt ohne Romantik und, trotz des nahen Todes, ohne Rührseligkeit aus. Sehr sachlich und mit einem guten Auge gerade für die weniger angenehmen Seiten der Menschen beschreibt der Autor ein Paar und ihr Leben. Dadurch lernt man die Protagonisten gut kennen, erlebt aber keinen hollywood-ähnlichen Gefühlsrausch wie bei anderen Liebesromanen. Sowohl die Sehnsucht nach einer scheinbar unerreichbaren Frau als auch das kleinliche Gegnaddel zwischen Eheleuten werden sehr realistisch dargestellt - wirklich nahe kommt man den beiden aber erst in den Szenen, in der Margaret ihren Tod vorbereitet und Enrique tapfer, aber hilflos versucht, sie dabei zu unterstützen. Teilweise stört der Wechsel zwischen den Rückblenden und der Gegenwart, und dass der Erzählstrang der Vergangenheit so intensiv um den ersten Sex der beiden kreist strapaziert die Geduld der Leserin/ des Lesers. Trotzdem empfehle ich diesen Roman - und zwar sehr ausdrücklich beiden Geschlechtern. Durch den männlichen Erzähler und die autobiografischen Anklänge finden sich Männer in ihrem Blick auf das Leben wieder, auch wenn es sich auf den ersten Blick nicht wie ein "Männerthema" anhört. Frauen empfehle ich dieses Buch, weil es beweist, dass Liebesgeschichten auch jenseits des Schnulzen-Genres erzählt werden können. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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