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Glück ist das Ziel, Philosophie der Weg
 
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Glück ist das Ziel, Philosophie der Weg [Gebundene Ausgabe]

André Comte-Sponville , Hainer Kober
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (28. September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257067682
  • ISBN-13: 978-3257067682
  • Originaltitel: Présentations de la Philosopie
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 198.928 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Zwölf philosophische Betrachtungen zu den ewigen Themen der Menschheit: über Liebe, Tod, Erkenntnis, Freiheit, Gott, Atheismus, Moral, Politik, Kunst, Zeit, Menschsein und Weisheit.

Über den Autor

André Comte-Sponville wurde 1952 in Paris geboren. Der ehemalige Professor für Philosophie an der Sorbonne widmet sich seit 1998 ausschließlich dem Schreiben. Mit dem internationalen Bestseller Ermutigung zum unzeitgemäßen Leben begründete er eine neue Welle, die Philosophie für alle, die den Philosophiemarkt aufblühen ließ. André Comte-Sponville lebt in Paris.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Jürgens "Bücher" TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Philosoph André Comte-Sponville hat hier ein sehr schönes Buch geschrieben in dem er kurz philosophische Gedanken zur Moral, Politik, Liebe, Tod, Erkenntnis, Freiheit, Gott, Atheismus, Kunst, Zeit, Menschsein und Weisheit äußert.
Vielleicht fängt man mit dem letzten Kapitel der Weisheit an, denn dort erklärt er den Sinn der Philosophie. Comte-Sponville zitiert dazu z.B. Michel de Montaigne der sagte: "Auch wenn uns die Gelehrsamkeit andrer gelehrt machen sollte- weise sein können wir nur durch unsre eigene Weisheit."
Es geht eben nicht um eine Art Wissen das erlangt werden soll noch um irgendeine Theorie, sondern um die Praxis. Nicht um Beweis sondern um Bewährung. Nicht um Versuch, sondern um Vollzug. Nicht um Wissenschaft, sondern um LEBEN! Das Ziel ist alleine ein klügeres, freieres, glücklicheres mit einem Wort weiseres Leben!

Zum Thema Zeit schreibt er: "Die Gegenwart ist der einzige Schauplatz des Handelns, der einzige Schauplatz des Denkens, sogar der einzige Schauplatz der Erinnerung und der Erwartung. In der Gegenwart leben? Das heißt einfach in der Wahrheit leben. Die Ewigkeit ist jetzt."

Gefallen haben mir besonders seine Gedanken zum Menschsein: "Der praktische Humanismus ist keine Religion, sondern eine Moral. Das heiß, menschlich und für die Menschheit zu handeln. Kein Glauben sondern ein Wille. Keine Theorie, sondern ein Kampf. Er ist der Kampf für die Menschenrechte und die wichtigste Aufgabe für jeden von uns."

Fazit: Das Buch ist eine hervorragende Eintrittskarte in die Welt der Philosophie. Der Autor führt den Leser mit seinen logischen Gedanken und Ideen durch das Buch und alleine das Mit-denken macht hier richtig Spaß. Das Buch richtet sich eigentlich an Jugendliche aber es ist genauso gut für Erwachsene geeignet.
Am Ende des Buches gibt es eine hervorragende Literatur Liste zu den besprochenen einzelnen Themen, damit der Leser die Gedanken selber noch weiter vertiefen kann.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
André Comte-Sponville zählt derzeit zu den führenden französischen Philosophen. Im vorliegenden Buch legt er zwölf philosophische Betrachtungen vor. Zu Sprache kommen: Moral, Politik, Liebe, Tod, Erkenntnis, Freiheit, Gott, Atheismus, Kunst, Zeit, Menschsein und Weisheit. Den einzelnen Kapiteln sind Sentenzen berühmter Philosophen vorangestellt. Sein Vorwort beginnt mit einer kurzen Definition des Philosophen Kant: "Philosophie...Weisheitslehre...und Ausübung der Weisheit." Comte-Sponville verdeutlicht, dass es viele Antworten auf die Frage, was Philosophie sei, gibt. Obschon er Kants Definition an den Anfang des Buches setzt, hat der Franzose eine Schwäche für Epikurs Definition, für den Philosophie "eine Tätigkeit, die uns durch Reden und Überlegungen ein glückliches Leben beschert " verkörpert.

Die erste seiner Betrachtungen ist der Moral gewidmet. Für ihn beginnt die Moral dort, wo man frei ist, denn Moral sei diese Freiheit selbst, wenn sie über sich urteile und sich selbst befehle. Der Philosoph verdeutlicht, dass Moral nicht dazu da sei, zu strafen, zu unterdrücken und zu verurteilen. Vielmehr, so arbeitet in seinem kleinen Text heraus, ist Moral das, was man sich zu tun und zu unterlassen auferlegt, selbst wenn man unsichtbar und unbesiegbar wäre. Der einzelne handelt und unterlässt dabei nicht des eigenen Vorteils wegen, sondern zum Wohle seiner Mitmenschen. Moral, die man von Dritten einfordert, macht einen persönlich nicht moralischer, sondern bloß zum Moralapostel.

Comte-Sponville reflektiert die philosophischen Facetten der Politik, lotet dann den philosophischen Inhalt des Begriffs Liebe aus und beginnt dabei seine diesbezügliche Betrachtung mit einer sehr beeindruckenden Definition von Aristoteles: "Lieben heißt sich zu freuen". Eine wundervolle Definition, vielleicht die beste zum Begriff Liebe, die ich je gelesen habe.

Der Autor konstatiert, dass Liebe deshalb ein interessantes Thema sei, weil jeder nur in dem Maße Interesse aufbrächte, wie er Liebe empfinde oder sie empfange. Die Liebe lasse uns leben, weil sie das Leben liebenswert mache. Die Liebe rette uns, aus diesem Grunde sollten wir sie retten. (vgl. S.45). Comte-Sponville erklärt in der Folge die Begriffe "eros, philia und agape", wie alle Philosophen, die sich mit den drei Stufen der Liebe befassen, um schließlich eine sehr schöne philosophische Liebeserklärung zu formulieren, die allein Grund genug ist, das Buch zu kaufen.

Es führt zu weit im Rahmen der Rezension zu allen Begriffen Stellung zu nehmen. Sehr gut ist es dem Autor gelungen aufzuzeigen, dass Erkenntnis und Wahrheit zwei verschiedene Begriffe sind, die allerdings im Zusammenhang miteinander stehen. Weshalb man Erkenntnis nicht mit Wissenschaft verwechseln darf, macht Comte-Sponville auch deutlich und macht klar, weshalb Aufklärung nur funktioniert, wenn man den Mut besitzt, sich seines Verstandes zu bedienen, also bereit ist zu erkennen.

Interessant ist Comte-Sponvilles Freiheitsbegriff. Hier zieht er Philosophen wie Voltaire, Hobbes und Locke und viele andere Philosophen heran, um die Begrifflichkeit auf der Plattform der Philosophiegeschichte ins Heute zu überführen. Im Anschluss daran philosophiert er über Gott und den Atheismus, ein schwieriges Thema, dem ich mich zumeist enthalte, weil es stets Konflikte heraufbeschwört, in die ich mich ungern hineinziehe lasse. Dem Autor ist es gelungen ausgleichend zu argumentieren. Das hat mir gefallen. Fruchtbare Diskussionen um die Thematik "Gott und Atheismus" setzen ein Höchstmaß an Toleranz voraus, die sich selbst bei hochintellektuellen Gesprächsrunden zu den Themen zumeist sehr schnell verabschiedet. Leider.

Gerne habe ich den Beitrag zu einem meiner Lieblingsthemen, "Kunst", gelesen. Der Philosoph macht unmissverständlich klar, weshalb Schönheit zwar ein mögliches Ziel der Kunst sei, aber alleine nicht genüge, um Kunst zu definieren.

Was Zeit und Menschsein unter philosophischem Blickwinkel bedeutet, erfährt man im Anschluss, um schließlich am Ende bei der Ermahnung aufzuhorchen, man möge sich hüten aus der Weisheit ein Ideal zu machen. Schade eigentlich. Wenn Weisheit ein Höchstmaß an Glück und ein Höchsmaß ein Klarheit ist, dann idealisiert man die Weisheit doch gerne, aber Comte -Sponville hat Recht, wenn er sagt, dass jede Form von Idealisierung von der Wirklichkeit trennt. Wer diese verändern möchte, darf sein Heil nicht im Idealisieren suchen. Ohne Frage.

Ein empfehlenswertes Buch.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der unerwartete Erfolg seines Buches "Ermutigung zum unzeitgemäßen Leben" motivierte den französischen Philosophie-Professor dazu, sich seit 1998 ausschließlich dem Schreiben zu widmen. Was nun in deutscher Übersetzung vom Diogenes Verlag herausgegeben wurde, erschien 2000 unter dem französischen Originaltitel "Présentation de la philosophie". Dabei handelt es sich um eine Sammlung der zwölf Einleitungen, die André Comte-Sponville kleinen Bändchen mit etwa vierzig ausgewählten Texten voranstellte. Diese Einführungen wurden zwar durchgesehen und zum Teil erheblich erweitert, sind aber letztlich noch immer Einleitungen zu den Werken, auf die sie sich beziehen. In der Bibliographie schreibt André Comte-Sponville denn auch, dass es ihm notwendig erscheint, diese Werke zur Vertiefung seiner Gedankengänge zu kennen. Und da ich seine Meinung teile, halte ich das Konzept dieses Buch nur bedingt für geglückt. Denn gerade von André Comte-Sponville anvisierten Leser, die ihre ersten Schritte in das Abenteuer Philosophie gehen, werden mit den Gedankenführungen des Autors erhebliche Schwierigkeiten haben, wenn ihnen das notwendige Hintergrundwissen fehlt.

Das Konzept, nur die zwölf Einleitungen zu seinen thematischen Sammlungen philosophischer Texte in ein Buch zu packen, birgt die Gefahr, einzelne Erläuterungen des Autors wie als Zitate aufzufassen und über daraus entstehende Widersprüche hinwegzulesen. Vor allem, wenn präzise Arbeit am Text mit eigenen Beobachtungen und Meinungen verknüpft werden. So heißt es etwa beim Thema "Politik", dass wir Menschen, die Politik zu ihrem Beruf machen, Dank für ihre Bemühungen um das Gemeinwohl schulden. Obwohl ich nicht weiß, ob "schulden" die genaue Übersetzung des französischen Originalwortes ist, scheint mir ein solcher Ratschlag doch ziemlich moralisch. Auch in dem Sinne, wie es André Comte-Sponville im Kapitel "Moral" beschreibt.

Neben Sätzen und Betrachtungen, die mir eher fremd oder zu widersprüchlich vorkamen, stieß ich jedoch auf so viele inhaltliche und sprachliche Perlen, dass mir die Lektüre trotzdem Freude bereitete. Den Satz etwa "Die Liebe rettet uns, aus diesem Grunde sollten wir sie retten." Oder die Passage: "Es ist eine Portion Narzissmus in der Religion, in der Religion (wenn er mich geschaffen hat, dann war ich ihm wohl der Mühe wert!). Wer an Gott glaubt, lässt sich einen gewissen Hochmut zuschulden kommen." Aber eben, aus dem Zusammenhang gerissen, können solche Zitate auch missbraucht werden, falls man will. Und damit bin ich auch gleich beim Kapitel "Freiheit", in dem André Comte-Sponville versucht, das Problem vom "Freien Willen" zu lösen. Dass er dabei auf den Determinismus, Materialismus und die Neurowissenschaften zu sprechen kommen muss, lässt sich nicht vermeiden. Aber ich glaube, dass die meisten Leser seine Schlussfolgerungen nicht nachvollziehen können.

"Ich bin kein Kantianer" schreibt der Autor auf Seite 131. Die eigene philosophische Positionierung gleich zu Beginn bekanntzugeben, wäre besser. Aber mit Kant vertraut sind wahrscheinlich ohnehin nicht so viele Leser, um aufgrund des Bekenntnisses von André Comte-Sponville die Ausführungen besser verstehen zu können. Stark finde ich die Textstellen, in denen der Autor mit so anschaulichen Geschichten arbeitet wie derjenigen vom Mädchen, dessen Tränen sich in Auschwitz ebenso auflösten wie der junge Körper. Dann wird jeweils klar, wie sehr philosophisches Denken auch mit dem realen Leben zu tun hat, sei es bei Fragen zur Kunst, Zeit, Liebe, Weisheit oder zum Menschsein. Und trotz all der klugen und geschliffenen Gedanken des Autors hatte ich zum Schluss das Gefühl, dass die großartigen Zeichnungen von Jean-Jacques Sempé dem Wesentlichen oft näher kommen als die Worte von André Comte-Sponville.

Mein Fazit: Das Konzept, mittels einer Sammlung von Einführungen zu philosophischen Textbetrachtungen die Kunst des Philosophierens zu lehren, ist für mich nur teilweise aufgegangen. André Comte-Sponville überrascht seine Leser zwar mit wundervollen Gedanken und Sätzen, verbinden diese aber allzu oft mit Ausflügen in eine Philosophiegeschichte, die vielen Lesern unbekannt sein dürfte. Zu den Höhepunkten dieses Buches gehören für mich auch die Zeichnungen von Jean-Jacques Sempé.
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