Im Rahmen meiner Magisterarbeit in Philosophie über das Glück stieß ich auf dieses informative Werk von Dagmar Fenner. Sehr umfassend und im wahrsten Sinne des Wortes vielseitig befasst sich Fenner mit der Thematik des Glücks. Dabei wagt sie sich an Antike, aber auch an zeitgenössische Auseinandersetzungen hinsichtlich des Glücksbegriffs und arbeitet diese übersichtlich strukturiert auf. Ob sich dieses Buch auch für "Nicht-Philosophen" eignet, lässt sich von mir nur schwer einschätzen. Es ist, wie gesagt, sehr vielschichtig in der Herangehensweise und kombiniert die unterschiedlichen Glückstheorien der verschiedenen Epochen meines Erachtens auf geniale und einleuchtende Weise. Abzüge gebe ich lediglich für die mehrmalige Wiederholung einiger Gedankengänge, wobei andere Leser vielleicht gerade diese Eigenheit als "roten Faden" bezeichnen würden und dankbar über die Wiederkehr der Ideen sind. Auch als "Anfangslektüre" für Leser, die sich noch nie bewusst mit dem Thema Glück auseinandergesetzt haben, mag das Werk "erschlagend" wirken, so reich ist die Informationflut in die über 600 Seiten gepackt. Dennoch lobende Worte meinerseits!