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Produktinformation
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Ein Ratgeber ist dieses Buch nicht. Auch wenn das der Verlag mit dem Untertitel Eine etwas andere Gebrauchsanweisung verkaufsstrategisch geschickt suggeriert. Im Gegenteil: Vehement, ja fast verächtlich grenzt sich Schneider ab von all den Rezepturen in den Auslagen der Buchgeschäfte, die den gestressten Wohlstandsbürger mit heiß gestrickten Förmelchen das Glück ins Herz zu zaubern versprechen. Schneider geht es um Grundsätzliches. Wie empfinden wir Glück? Wie können wir uns glücklich fühlen?
Es ist eine Freude, den renommierten Journalisten und Sprachpapst auf seiner Reise durch das Dickicht des irdischen Glücksstrebens zu begleiten, zu den Thesen der Dichter und Denker, den psychologischen Fallstricken, die dem Glück so oft im Wege stehen. Kichernd lacht man sich ins Fäustchen, wenn er die Nullachtfünfzehn-Rezepte demontiert. Schneider selbst ist bescheiden genug, um Glücksgefühle als Resultat aus der Erbmasse, den Lebensumständen und dem zielstrebigen Willen zu definieren. Er hält sich mit Ratschlägen zurück. Doch mit seinen klugen Reflexionen erinnert er daran, dass jeder Mensch die Chance hat, sich an den meisten Tagen seines Lebens selber ein kleines Glück zu zimmern.
-- Barbara Friedhelmi
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
51 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gegen verordnetes und ratschlagendes Glück,
Von Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen (#1 HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 50 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Glück! Eine etwas andere Gebrauchsanweisung (Gebundene Ausgabe)
Glücklich sind die Klappentexter, die nichts erfinden müssen, sondern beschreiben dürfen. Ja, dieses Buch ist tatsächlich ein anderes zum Thema Glück. Ja, es ist realistisch, fröhlich, enzyklopädisch und voller Überraschungen. Und viele Glücksmomente dufte wohl auch der Autor in seinen 82 Jahren erleben. Denn er ist nie zynisch, verletzend oder besserwisserisch. Aber er ist ungewöhnlich klar in seinen Aussagen. Und aussergewöhnlich belesen. Zudem beherrscht er die Kunst des Schreibens wie nur wenige. Davon zeugt nicht nur dieses Buch, sondern auch zahlreichen Auszeichnungen und eine lange Liste von Neuauflagen seiner Werke. Beste Voraussetzungen für ein tolles Leseerlebnis.Am einfachsten lässt sich Schneiders Buch einordnen, wenn man es anderen Glücksbüchern gegenüberstellt. Das Thema ist ja absolut hip und bestsellerträchtig. Wolf Schneiders Lebenserfahrung und sein geschichtliches Bewusstsein lässt kein Buch à la Küstenmacher zu. Denn er weiss, dass sich das Glück nicht mit unzähligen Imperativen herbeizaubern lässt. Ratgeber- und Rezeptsüchtige werden also bitter enttäuscht. Aber gerade diesen Lesern lege ich Schneiders Buch besonders ans Herz. Weil ihnen die Lektüre die wunderschöne Erfahrung beschert, auch das kleine Glück geniessen zu dürfen. Das darf durchaus eine blühende Rose, der Besuch eines Fussballsspiels, ein Bier oder ein unerwartetes Wiedersehen sein. Pflege die Erinnerung, aber wühle nicht in der Vergangenheit. Und kümmere dich weniger um all die unerfüllbaren Ratschläge. Die erteilen ja ohnehin meist Menschen, die sich vom Leben betrogen fühlen. Es ist doch so, obwohl die traditionellen Lebensratgeber die Bestsellerlisten anführen, bescheren sie ihrer Fangemeinde vor allem Frusterlebnisse. Der Mensch ist nun mal weder rationalen Wesen, noch besonders formbar. Und da Glück ein sehr individuelles Gefühl ist, sind pastorale Tipps zu diesem Thema doppelt unsinnig. Die Frage stellt sich natürlich trotzdem, ob uns Wolf Schneider ausser unzähligen Geschichten nichts Handfestes zu sagen hat. Selbstverständlich hat er das. Er ermuntert uns auf äusserst angenehme Weise dazu, vom Wunsch nach dauernder Glückseligkeit Abschied zu nehmen. Denn es bringt uns mehr, wenn wir Glück als positives Lebensgefühl sehen, das uns zu einer bestimmten Zeit überfällt. Egal, ob das eine lange Zufriedenheit, ein kurzes Wohlbehagen oder die grosse Wonne ist. Egal, ob und wie wir uns darüber äussern. Egal, wie es anderen sehen und benennen. Egal, ob es sich aus Glücksgütern oder Glückszufällen speist. Mein Fazit: Wolf Schneiders Glücksbuch ist ein Glücksfall. Weil es herrlich amoralisch ist, den Menschen so nimmt, wie er ist ' und weil ich selten eine unterhaltsamere Beweisführung eines Glaubensbekenntnisses gelesen habe. Da spricht ein Weiser im Alltagsgewand. Wer für seine Reise nach dem Glück auch Bücher einpackt, muss das von Wolf Schneider unbedingt mit sich führen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
63 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Glück: Ein gutes Buch, Freunde und kein Zahnweh.,
Von
Rezension bezieht sich auf: Glück! Eine etwas andere Gebrauchsanweisung (Gebundene Ausgabe)
Der Autor schreibt gut. Auch noch mit 82 Jahren.Sein jüngstes Buch (die zwölf wichtigsten der früher erschienenen sind im Anhang aufgeführt) handelt vom Glück. Seit 30 Jahren beschäftigt sich der Autor damit und stellt uns seine Überlegungen in 8 Kapiteln auf 304 Seiten vor: Was ist das eigentlich - Glück? Gute Rezepte, das Glück zu steigern. Strittige Rezepte, das Glück zu steigern. Wo Rezepte wenig helfen. Wo Glück und Leid sich streiten. Das Unglück. Was kann ' was darf der Staat tun? Ausblick. Es kommen alle Großen der Geschichte zu Wort. Goethe schreibt an Eckermann, alles in allem sei er nur ein paar Wochen im Leben glücklich gewesen, Bismarck schätzt seinen Glücksanteil im Leben auf 24 Stunden. Hat Glück etwas mit dem Genuss des Verbotenen zu tun, fragt der Autor und zitiert: 'Denk' nur an die schöne Zeit, als die Luft noch sauber und der Sex noch schmutzig war.' Heinrich Heine bleibt bescheiden: '"Gesundheit nur und Geldzulage verlange ich, Herr'" und Theodor Fontane bekennt: '"Was braucht der Mensch zum Glücklichsein? Ein gutes Buch, Freunde und keine Zahnschmerzen.'" Machen Kinder glücklich? Der Autor wägt diese wie andere Fragen immer behutsam und nachdenklich ab und streift auch die heutige Weltsicht mit dem Zitat aus dem nordamerikanischen Alltag: "Insanity is hereditary, you get it from your kids''" - "Wahnsinn ist erblich, du kriegst ihn von den Kindern"' und tröstet zum Schluss: 'Wer Kinder hat, ist nicht ganz tot, wenn er tot ist. Alle Bereiche streift der Autor und immer ist es ein angenehmes Lesen, zumal man auch in anderen Bereichen gebildet wird: Ich erinnere mich auch noch an den fetten amerikanischen Zukunftsforscher Hermann Kahn aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts und las hocherfreut auf Seite 171 die Äußerung seiner Ehefrau: '"Tief im Grunde meines Herzens weiß ich: Hermann ist ein Vollidiot." Da erlebt der Leser am eigenen Leib die vom Autor geduldete Schadenfreude, die dann zulässig ist, wenn man am Schaden keinen eigenen Anteil hat. Frau Kahns Ansicht über ihren Mann erfährt man in dem Unterkapitel 'Vorfreude und Zukunftsangst', in dem der Autor unter anderen Epikur zitiert, der vor 2300 Jahren mahnte, des Einzigen zu achten, was wir haben: Die Stunde, die jetzt ist: '"Als ob ihr die Macht hättet über den morgigen Tag! Wir ruinieren unser Leben, weil wir das Leben aufschieben. So sinken wir ins Grab, ohne unser Dasein recht gespürt zu haben.'" Und das Fazit aus den intellektuellen Reisen durch die Jahrtausende? "Einsam und ziemlich sinnlos rast unser Planet durchs All, aber wir haben ihm etwas abgeluchst, was die Saurier nicht kannten und die Lurche nicht kennen: ein Lachen, ein Küssen, ein Jubeln, ein Ja.'" Ja, das war schon immer mein Verdacht. Zum Schluss bleibt uns nur der Humor. Das Alter ist nichts für Waschlappen. Also gut. 5 Sterne, Wolf Schneider. Respekt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
"Glück ist das Fehlen von Unglück" Schopenhauer,
Von
Rezension bezieht sich auf: Glück! Eine etwas andere Gebrauchsanweisung (Gebundene Ausgabe)
Mit diesem Buch hat Wolf Schneider das Thema Glück von allen Seiten beleuchtet. Er greift dabei unter anderm auch auf die großen Dichter und Denker in den letzten 2500 Jahren zurück.Bei seiner Untersuchung bezieht er alles mit ein, von der Angst, der Arbeit, dem Geld, der Politik, der Liebe bis zur Religion, nur um die Frage zu klären: Was ist eigentlich - Glück? Hier folgen nun einige seiner im Buch behandelten Thesen: - Glück ist für ihn der Ernstfall des Lebens. - Glück ist nicht das höchste Ziel auf Erden. - Lass dich nicht leben-lebe selber. - Gönn`dir was! - Sei gut zu dir! - Bewahre uns vor 80 Millionen selbstverwirklichten Deutschen. - usw. Fazit: Eine bessere Analyse des gesamten Begriff "Glück" wird man schwer finden. Mein Lieblingszitat aus dem Buch: "Mer muss jünne künne" sagt der Kölner. (Man muß dem andern Menschen etwas gönnen können und sich nicht vom Neid zerfressen lassen.) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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