Wer kennt die Schatten
Wer kennt die Schatten,
die vom Licht der Kraft träumen?
Wer kommt aus dem Staunen nicht heraus,
dass dem Lachen weinender Äste folgte?
Und woher kommen lachende Äste?
Was weißt das Auge?
Was gibt uns den irrealen Glauben der Macht?
Wer weiß,
wieso in tiefer Wunde
wacht der rote Schimmer?
Wer kennt den alten Mann,
der sich mit den Sonnenblumen
zu finden glaubt?
Durch gläserne Weichen
kommt man aus dem Staunen
nicht mehr heraus.
Der Zauber
des Buches Sami
steht und bricht
zugleich,
stellt Vertrautes
mit unbändiger Wortkraft
neben Ungewöhnlichen,
so dass Vertautes
ungewöhnlich
und Ungewöhnliches
vertraut wird.
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Die Stärke Samis Poesie
liegt weniger im Erklären,
sondern mehr
im Benennen
der wirklich
wichtigen Fragen.
Und dort,
wo erklärt wird,
keimen schon längst
die neuen Fragen.
Sami schreibt
Vitamingedichte.
Nicht massenhaft Gedichte
und nicht massige Gedichte.
Sie wirken,
weil es ihrer wenige sind.
Sie wirken katalytisch
im Denken.
Sie bedrängen nicht,
um in eine Richtung zu denken,
noch bilden sie DIE Nahrung zum Denken,
vielmehr sind sie in der Lage,
dass Denken steuernd zu beeinflussen,
wenn man es denn zulässt.
Ein herausragendes Buch
mit Geist
für den Geist.
Ich gratuliere dem Autor Sami Abu-Bakr zu diesem bedeutsamen Buch.
Gerhard Becker