Kurzbeschreibung
»Gläserne Belegschaften« haben in letzter Zeit unerwartete Aktualität erlangt. Ausgelöst durch Datenskandale in mehreren deutschen Großunternehmen ist auch das Datenschutzrecht in Bewegung gekommen. Die Datenschutznovelle 2009 hat eine erste Grundlage für den Beschäftigtendatenschutz geschaffen: der Arbeitgeber darf ab 1.9.2009 Daten zur Kriminalitätsbekämpfung nur noch dann erheben, wenn ein konkreter Verdacht gegen den Mitarbeiter besteht. Datenschutzbeauftragte unterliegen einem stärkeren Kündigungsschutz. Das Handbuch von Professor Wolfgang Däubler ist die wohl die bekannteste Gesamtdarstellung zum Arbeitnehmerdatenschutz. Es erläutert die komplexe Materie gut verständlich und vermittelt auch demjenigen einen Zugang zu der Materie, für den das Datenschutzrecht bislang ein »Buch mit sieben Siegeln« war. Die wichtigsten Kerninhalte: - Welche Gefahren lauern in Betrieben durch die neuen Technologien wie RFID, GPS und Handy-Ortung, Fingerabdrücke und gentechnische Untersuchungen? - Wie sieht die Rechtslage für Arbeitnehmer nach den Datenschutznovellen 2009 aus? - Wie kann sich der Einzelne wehren? - Was kann nach neuem Recht der betriebliche Datenschutzbeauftragte und die Aufsichtsbehörde tun? - Welche Handlungsmöglichkeiten haben Betriebsräte?
Klappentext
Die Arbeit mit Computern und rechnergesteuerten Anlagen in den Betrieben wird immer selbstverständlicher. Hierbei fällt eine Unmenge von Daten über den einzelnen an, die jederzeit für Kontrollzwecke verwendet werden können. Da die Verwaltung nicht an den Landesgrenzen haltmacht, kann auf hier gespeicherte Informationen oft vom Ausland aus zugegriffen werden. Die traditionellen Personalinformationssysteme sind so nur noch eine Erscheinung unter vielen. Der Datenschutz hat durch das Bundesdatenschutzgesetz 1990 eine verbesserte Grundlage erhalten. Der Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts, das informelle Selbstbestimmungsrecht auch in Betrieb und Dienststelle zu sichern, ist allerdings noch nicht ausreichend Rechnung getragen worden. Betriebsräte und Personalräte sind gefordert, von ihren Mitbestimmungsmöglichkeiten Gebrauch zu machen. Das mittlerweile als Standardwerk geltende Buch informiert verständlich und praxisnah über alle Fragen des betrieblichen Datenschutzes. Es verarbeitet die neueste Rechtsentwicklung einschließlich des gesetzlichen Personalaktenrechtes der Beamten und der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zur Mitbestimmung der Personalräte. Der Verfasser zeigt fundiert die rechtlichen Handlungsmöglichkeiten auf und gibt Anregungen, wie der Status quo verändert werden könnte. Auch die besondere Situation in den neuen Bundesländern ist einbezogen.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.