Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Feuer unter'm Hintern, 11. Februar 2009
Ach es ist ja so eine Sache mit dem Durchbruch im Mainstream:
Einerseits freut es ja, daß die Schweden dank ihres TopTen-Hits "Dance With Somebody" nun wohl endgültig ihre Rentiere ins Trockene gebracht haben, andererseits erinnert man sich ja auch daran, was Charterfolge aus Bands wie den Killers, Snow Patrol oder Coldplay gemacht haben.
Gott sei dank verhält es sich bei Mando Diao und "Give Me Fire" so (noch) nicht - denn dieses Album hat noch Eier und Biß.
Gekonnt spielt die Band ihre Stärken aus: rotzige, 60's-inspirierte Gitarrenriffs, wo man hinhört. Dazu der unverkennbar schnoddrige Gesang und fertig sind 12 Hits + Instrumental + Hidden Track.
Besonders im zweiten Drittel hat die Band die Highlights der Platte versteckt. "Give Me Fire" rockt jeden breitbeinig an die Wand, "Mean Street" ist ein verdammt beschwingtes Retro-Revival und "Crystal" als Midtempohymne lässt schon fast zum Feuerzeug greifen.
Und dann ist da noch "Come On Come On" - ein klassisches Mando Diao-Brett, daß dank mitgröhlfreundlichem Refrain wohl zurecht zum Hit der nächsten Tour werden wird.
"Give Me Fire" besticht einfach durch gute Songs und jede Menge Druck.
Bei der Aufnahme hatten die Jungs wohl Feuer untern'm Hintern - das hört man und macht die Platte zu einem gelungenem Stück Rock'n'Roll.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Rebellen sind müde, 15. Februar 2009
Das Phänomen "Mando Diao" wurde in den letzten Jahren nicht nur durch kontinuierliche Veröffentlichungsintervalle gepflegt, sondern gerade durch die besonderen Fähigkeiten gleichermaßen zeitlose Clubhymnen wie gehaltvolle Indie Rocksongs zu schreiben, aufpoliert. Jedes Album mindestens eine Hitsingle - in der Reihenfolge "Sheepdog", "Down in the past" und "Long before Rock'n'Roll" genannt. Dann "Never seen the light of day". Mit ihrem 4. Langspieler plötzlich kein offensichtliches Hitfeuerwerk mehr, sondern opulent angelegte Experimentierfreudigkeit. Weg vom kratzbürstigen Garage/Beat Sound lassen sie Räume für Morricone Zitate, Folkeinflüsse und in ihrer Lautstärke deutlich gemäßigtere Töne. Doch auch dieser Stilumschwung findet in der Presse viele Gönner. Fans, denen das Konzept weniger schmeckt, bleiben bis dahin zumindest 3 weitere Scheiben, mit denen es sich gut leben lässt und die Tatsache (hier dürfen sich vornehmlich Frauen angesprochen fühlen), daß die Band immer noch 2 auffallend schnieke Frontmänner hat.
Nachdem man 2008 ausnahmsweise ohne ein neues "Mando Diao" Album auskommen musste, betreiben die Schweden mit "Give me fire" gleich mehrfach Wiedergutmachung. Gekonnt schlagen sie die Brücke zwischen tanzbaren, diskoinfizierten Chartstürmern (Dance with somebody), Gitarren verliebten Garagennummern von einst wie "Blue linig white trench coat" und elegischen Klängen, die dem Gesamtbild eine gewisse Tiefe verleihen. So wird der gleichnamige Titelsong von einem atmosphärischen Intro (A decent life) eingeleitet, das sich mit Orgel/Pianoelementen und leidenden Riffs fast bedrückend über den Hörer legt, um in der Folge aufgebaute Wände mit einnehmender Rhythmik und Leidenschaft wieder einzureißen. Dennoch finden Streicher oder Reggaeelemente Platz. Das Album wurde im neu gebauten, bandeigenen Studio in Stockholm aufgenommen und im sonnigen Long Beach, CA fertig gestellt. Die Sonne hat der Grundstimmung gut getan und man öffnet sich wieder deutlich mehr den Beat-lastigen Klängen, auf die hiesige Indie Clubs warten mussten. Eine Ballade wie "Crystal" belegt aber auch den inhaltlichen Reifeprozess, den die Band in verhältnismäßig kurzer Laufbahn zurückgelegt hat. Auf "The shinig" dann erneut die stille Verneigung vor Songwritern und Komponisten wie Morricone und Hazlewood. "Give me fire" ist ein Indie Rock Album, das sich Musikrichtungen der letzten 40 Jahre öffnet und sich damit stärker von Genrekollegen abgrenzt. Die Ideen scheinen ihnen dabei nur so zuzufliegen. Nicht anders ist es zu erklären, daß sich die Schweden mit 5 Alben in nicht ganz 7 Jahren ständig steigern können. Da verzeiht man ihnen beinahe auch ihre einstige Arroganz.
Anspieltipps: "Gloria", "Mean Street" und "Give me fire"
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Hochmut kommt vor dem Fall, 30. Juni 2009
Ich besitze alle Alben von Mando Diao und bin ein begeisterter Hörer ihrer Musik seit der ersten Stunde. Besser gesagt war ich das.
Hurricane Bar, Bring'em In und Ode to Ochrasy höre ich bis heute sehr gerne, es sind Alben mit Tiefe, die Leidenschaft und Freude an der Musik versprühen. Mit dem erscheinen des vierten Albums 'Never seen the Light of Day' wurde ich schon erstmals skeptisch, denn vom Stil her hat das Album nichts mehr mit den Vorgängern zu tun. Da es kein schlechtes Album ist, ist das ja auch ok so, dennoch erscheint die gar kurze Zeit seit der Veröffentlichung des dritten Albums deutlich spürbar: ideenlose Songs, langweilige Countryhymnen denen jegliche Tiefe und Leidenschaft völlig fehlt.
Und jetzt die neuste Scheibe von Mando Diao: Cover und Titel versprechen viel, doch auch hier bleibt der Schale Nachgeschmack der Ideenlosigkeit, fehlende Tiefe und Leidenschaft. Für mich ein deutlich überproduziertes Werk, bei dem Label und Produzent zu viel Eingewirkt haben, oder aber Mando Diao wirklich eine 180 Grad Kehrtwendung in Richtung Mainstream Pop gemacht haben.
Das Album ist nicht wirklich schlecht, deshalb 2 Sterne, aber die Songs plätschern in einem poppigen Einheitsbrei dahin und hinterlassen keinerlei bleibenden Eindruck. 3 Alben innerhalb von drei Jahren, dass schreit für mich nach dem Druck des Labels und das hört man auch im Vergleich zu den ersten beiden Alben wo die Songs noch unterschiedlicher und gehaltvoller waren. Give me Fire hat es nicht mal auf meinen iPod geschafft, da es einfach langweilig ist es anzuhören. Wie Schade, dass eine Band wie Mando Diao derart kommerzialisiert und verheizt wurde.
Einzige Ausnahme bleibt da die Single 'Dance with Somebody' die einen catchy Refrain hat, aber mir dennoch nicht gefällt.
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