Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Feuer unter'm Hintern, 11. Februar 2009
Ach es ist ja so eine Sache mit dem Durchbruch im Mainstream:
Einerseits freut es ja, daß die Schweden dank ihres TopTen-Hits "Dance With Somebody" nun wohl endgültig ihre Rentiere ins Trockene gebracht haben, andererseits erinnert man sich ja auch daran, was Charterfolge aus Bands wie den Killers, Snow Patrol oder Coldplay gemacht haben.
Gott sei dank verhält es sich bei Mando Diao und "Give Me Fire" so (noch) nicht - denn dieses Album hat noch Eier und Biß.
Gekonnt spielt die Band ihre Stärken aus: rotzige, 60's-inspirierte Gitarrenriffs, wo man hinhört. Dazu der unverkennbar schnoddrige Gesang und fertig sind 12 Hits + Instrumental + Hidden Track.
Besonders im zweiten Drittel hat die Band die Highlights der Platte versteckt. "Give Me Fire" rockt jeden breitbeinig an die Wand, "Mean Street" ist ein verdammt beschwingtes Retro-Revival und "Crystal" als Midtempohymne lässt schon fast zum Feuerzeug greifen.
Und dann ist da noch "Come On Come On" - ein klassisches Mando Diao-Brett, daß dank mitgröhlfreundlichem Refrain wohl zurecht zum Hit der nächsten Tour werden wird.
"Give Me Fire" besticht einfach durch gute Songs und jede Menge Druck.
Bei der Aufnahme hatten die Jungs wohl Feuer untern'm Hintern - das hört man und macht die Platte zu einem gelungenem Stück Rock'n'Roll.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Rebellen sind müde, 15. Februar 2009
Das Phänomen "Mando Diao" wurde in den letzten Jahren nicht nur durch kontinuierliche Veröffentlichungsintervalle gepflegt, sondern gerade durch die besonderen Fähigkeiten gleichermaßen zeitlose Clubhymnen wie gehaltvolle Indie Rocksongs zu schreiben, aufpoliert. Jedes Album mindestens eine Hitsingle - in der Reihenfolge "Sheepdog", "Down in the past" und "Long before Rock'n'Roll" genannt. Dann "Never seen the light of day". Mit ihrem 4. Langspieler plötzlich kein offensichtliches Hitfeuerwerk mehr, sondern opulent angelegte Experimentierfreudigkeit. Weg vom kratzbürstigen Garage/Beat Sound lassen sie Räume für Morricone Zitate, Folkeinflüsse und in ihrer Lautstärke deutlich gemäßigtere Töne. Doch auch dieser Stilumschwung findet in der Presse viele Gönner. Fans, denen das Konzept weniger schmeckt, bleiben bis dahin zumindest 3 weitere Scheiben, mit denen es sich gut leben lässt und die Tatsache (hier dürfen sich vornehmlich Frauen angesprochen fühlen), daß die Band immer noch 2 auffallend schnieke Frontmänner hat.
Nachdem man 2008 ausnahmsweise ohne ein neues "Mando Diao" Album auskommen musste, betreiben die Schweden mit "Give me fire" gleich mehrfach Wiedergutmachung. Gekonnt schlagen sie die Brücke zwischen tanzbaren, diskoinfizierten Chartstürmern (Dance with somebody), Gitarren verliebten Garagennummern von einst wie "Blue linig white trench coat" und elegischen Klängen, die dem Gesamtbild eine gewisse Tiefe verleihen. So wird der gleichnamige Titelsong von einem atmosphärischen Intro (A decent life) eingeleitet, das sich mit Orgel/Pianoelementen und leidenden Riffs fast bedrückend über den Hörer legt, um in der Folge aufgebaute Wände mit einnehmender Rhythmik und Leidenschaft wieder einzureißen. Dennoch finden Streicher oder Reggaeelemente Platz. Das Album wurde im neu gebauten, bandeigenen Studio in Stockholm aufgenommen und im sonnigen Long Beach, CA fertig gestellt. Die Sonne hat der Grundstimmung gut getan und man öffnet sich wieder deutlich mehr den Beat-lastigen Klängen, auf die hiesige Indie Clubs warten mussten. Eine Ballade wie "Crystal" belegt aber auch den inhaltlichen Reifeprozess, den die Band in verhältnismäßig kurzer Laufbahn zurückgelegt hat. Auf "The shinig" dann erneut die stille Verneigung vor Songwritern und Komponisten wie Morricone und Hazlewood. "Give me fire" ist ein Indie Rock Album, das sich Musikrichtungen der letzten 40 Jahre öffnet und sich damit stärker von Genrekollegen abgrenzt. Die Ideen scheinen ihnen dabei nur so zuzufliegen. Nicht anders ist es zu erklären, daß sich die Schweden mit 5 Alben in nicht ganz 7 Jahren ständig steigern können. Da verzeiht man ihnen beinahe auch ihre einstige Arroganz.
Anspieltipps: "Gloria", "Mean Street" und "Give me fire"
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32 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Give Me Fire, 11. Februar 2009
1. Blue Lining, White Trenchcoat : Das Album beginnt mit einem richtigen Kracher. Ein echter rockiger Mando Diao Song.
2. Dance With Somebody : Der Song, den wohl auch diejenigen kennen, die noch nicht schon seit Jahren zu den treuen Mando Diao Fans gehören. Nicht ohne Grund so erfolgreich.
3. Gloria : Eingängige Melodie, wie man es von Mando gewohnt ist. Toller Song!
4. High Heels : Einer meiner Lieblingssongs auf der Platte. Erinnert mich irgendwie an The Malevolance.
5. Mean Street : Eine weitere Uptempo Nummer, die mit den vorherigen Songs bestens harmoniert.
6. Maybe Just Sad : Beginnt etwas ruhiger, geht aber schon bald so richtig los.
7. A Decent Life : Ruhigere Nummer für zwischendrin.
8. Give Me Fire : Nicht umsonst der Titelgeber. Geniales, rockiges Lied.
9. Crystal : Ein wunderschöner Song, mit Vogelgesang unterlegt.
10. Come On Come On : Eingängiger, schöner Rocksong. Würde mich nicht wundern, wenn daraus mal eine Single werden würde.
11. Go Out Tonight : Einer meiner weiteren Lieblingssongs, in dem es um das Ende einer Beziehung geht.
12. You Got Nothing On Me : Auch Nummer 12 wird einen zum Rocken bringen.
13. The Shining/Give Me Fire : Kein ruhiger Song rundet das geniale Album ab, sondern beendet es so fulminant, wie es beginnt.
Die CD ist einfach super. Jeder Mando Diao Fan wird sie sowieso kaufen und ich bin mir sicher, mit diesem Album wird die Band noch viele weitere Fans dazu gewinnen. Man wird hiermit auf keinen Fall enttäuscht und letztendlich schließt das Album auch viel mehr an Ode To Ochrasy and als es Never Seen The Light Of Day getan hat. Wer also darauf gewartet hat, dass Mando wieder ein Stückchen so werden, wie sie einmal waren, wieder richtig rocken, wird sich über Give Me Fire sehr freuen und es nicht satt werden. Energiegeladen, Abwechslungsreich, voller toller Lyrics und Melodien. Ich liebe es!
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