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5.0 von 5 Sternen
frohlockender Neo-Soul-Brit-Pop eines Londoner Quartetts, 27. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Girls & Weather (Audio CD)
Obwohl die Rumble Strips schon im ersten Song ihres Debütalbums skandieren, "I've got no soul", muss ich ihnen unterstellen, dass sie uns hier veralbern wollen, denn Soul hat ihr Debüt allemal. Aber erstmal zurück zum Anfang: Die Rumble Strip haben bis jetzt eine holperige Fahrt in ihrer Karriere gehabt. Alle Mitglieder des Quartetts stammen aus der Nähe von Exeter in Devon, sie trafen sich jedoch erst durch gemeinsame Freunde in London. Anfänglich sind sie mit ihren köstlich romantischen akustischen Melodien nicht weit gekommen, weil sie ihren Sänger, Gitarristen und Songschreiber Charlie Waller sich mit einer anderen Londoner Band, Vincent Vincent and the Villians teilen mussten. Waller erlitt dabei fast ein Burnoutsyndrome und trug sich mit dem Gedanken mit dem Musikmachen aufzuhören. In dieser Zeit arbeitete er als Raumausstatter bei seinem Onkel.
Glücklicherweise nahmen Transgressive-Records kenntnis von den Rumble Strips und eröffneten ihnen eine Single zu veröffentlichen. Die Jungs entschieden sich dafür, die Gelegenheit mit beiden Händen zu ergreifen, heraus kam die bemerkenswerte Single "Motorcycle", eine weitere Single folgte mit "Hate Me (You Do)" und der Rest ist Geschichte.
Musikalisch bewegen sich die Rumble Strips zwischen Folk, Ska und Punk. Sie sind dabei stets darauf bedacht ihre Pub-Bühnentauglichkeit und Mitgröhlfähigkeit an den Hörer zu bringen. Für mich sind sie das bisher fehlende Bindeglied zwischen den Mighty Mighty Bosstones und den Zutons.
Eine hervorragende Partyplatte mit einem fortwährendem Zwinkern im Auge.
Anspieltipps: No Soul, Alarm Clock (bonus track auf der US-Version), Girls And Boys In Love, Oh Creole, Motorcycle und Clouds !!!
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