Ein junges Mädchen, Au-pair bei einer englischen Familie in Berlin, wird an der Spree in desolatem Zustand aufgegriffen. Sie kann sich an nichts mehr erinnern, ihre Herkunft, ihren Namen nicht. Die Polizei steht vor einem Rätsel.
Das Buch von Dore Steinert mit dem Titel Das Mädchen ohne Erinnerung" ist spannend geschrieben, reißt einen mit. Jeder Satz treibt die Handlung voran, führt den Leser immer tiefer in das Rätsel hinein und bringt noch weiteres Sonderbares ans Licht.
Das Buch ist ein Krimi, wie man ihn liebt. Langescheidt hat dieses Büchlein für die Hosentasche mit englischer direkter Rede gespickt, diese in den umfänglich, überwiegend deutsch-sprachigen Text eingestreut, um ein Lernen des Englischen en passant zu erleichtern. Schwere Wörter, alle die über die Stufe A2 hinausgehen oder sowieso nicht ganz leicht sind, werden in den Fußnoten auf derselben Seite gleich übersetzt. Und dazwischen gibt es immer wieder kleine Übungen mit Lückentexten: Einsetzung von Auswahlwörtern, Abfrage von Steigerungsformen und Gegensatzpaare bei Adjektiven und vieles mehr.
Also absolut ein spannender Schmöker fürs Urlaubsgepäck, am Strand, in der Sonne mit lernfähiger Begleiterscheinung - also im Ganzen leichte Englische Wochen inmitten der sauer verdienten Urlaubszeit.
Meine Bewertung generell lautet: 5 Sterne = absolut herausragend (Weltliteratur oder Tendenz zu Weltliteratur); 4 Sterne = sehr gut, sehr zu empfehlen; 3 Sterne = wirklich gut, zu empfehlen; 2 Sterne = lesenswert, aber nicht ganz überzeugend; 1 Stern = abzuraten.