Das war jetzt wirklich rausgeworfenes Geld, auch wenn der Film nur geliehen war.
Nach den ersten 10 Minuten habe ich das erste Mal überlegt auszumachen. Schön und gut, dass die Geschichte angeblich echt ist, aber sie hätten eher ein Buch schreiben oder es einfach beim Theater-Stück belassen sollen.
Minutenlang erzählen die beiden Protagonistinnen ihre Versionen ihrer Liebesgeschichte. Jede Situtation wird wortreich umschrieben, auch wiederholt und einfach nur solange durchgekaut, bis dann auch der letzte verstanden hat, dass hier irgendwer in einem Gefühlschaos steckt. Aber man ist wirklich angenervt von dem ganzen Reden. Keine Dialoge, sondern Monologe. Die Witze kommen einfach zu spät, da will man nicht mehr lachen. Insgesamt fehlt die Identifikation des Zuschauers mit einer der Figuren. Zumindest ich kam einfach nicht in den Film. Die Geschichte ist wirklich glaubhaft, aber der Film weder kitschig, noch knisternd oder prickelnd, auch nicht romantisch, sondern schlicht langweilig. Ewig schaut wer minutenlang in die Gegend und dem Zuschauer wird erzählt, was jetzt in dieser Person vor sich geht. Dabei lebt doch gerade das Genre Film von Bildern und nicht vom Rumstehen, in die Kamera gucken und Erzählen.
Zudem ist mir der Sinn dieser viel zu langen Sex-Szene unklar. Es wird Leidenschaft gezeigt, obwohl keine da sein soll?? Und direkt im Anschluss dann 3 Minuten lang, wie dem einen Charakter klar wird, dass es "vorbei" ist. Meine Güte, wir habens kapiert!
Schauspielerisches Talent mag nicht mangeln, aber durch ewiges weites Aufreißen der Augen bei Portrait-Aufnahmen wird die Geschichte auch nicht spannender. Zudem sind die deutschen Untertitel mal wieder der Hammer.