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Gipfel des Unwahrscheinlichen: Wunder der Evolution
 
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Gipfel des Unwahrscheinlichen: Wunder der Evolution [Taschenbuch]

Richard Dawkins , Sebastian Vogel
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Wunder gibt es immer wieder, vor allem in der evolutionären Schöpfung. Die belebte Natur um uns herum hat es im Laufe von Milliarden von Jahren zu einer Perfektion gebracht, die unglaublich ist und nach Erklärungen sucht. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn gerade diese Disziplin ihre Leute so begeistert und immer wieder überrascht. Richard Dawkins, Evolutionstheoretiker und Verfasser mehrerer Sachbücher, ist einer von denen, die sich mit der Natur auf ein Kräftemessen der Fantasie einließen.

Dawkins Vorlagen sind die komplizierten Netze der Spinnen, aberwitzige Symbiosen oder mathematisch schöne Gehäuse. Mit kindlicher Begeisterung setzt er diesen Mechanismen sodann oft spaßige, immer aber anschauliche Analogien unserer Erfahrungswelt entgegen. Zum Beispiel wenn es um die Rolle des Zufalls im evolutionären Spiel geht. Entsteht der Elefant durch Zufall, genauso als ob ein Wirbelsturm durch einen Schrottplatz fegt und am Ende zufällig ein Jumbojet dasteht? Natürlich nicht, und auf diese Weise wird plötzlich klar, dass Darwinismus niemals nur den mutagenen Zufall allein beschreibt, sondern immer dessen Kombination mit der gerichteten natürlichen Selektion. Das Auge ist ein anderes Beispiel, kaum zu glauben, dass es sich in der Natur in 40 voneinander unabhängigen Systemen entwickelt hat. Zufall? Ja, aber der spielte nur bei der anfänglichen Erfindung der Linse eine wesentliche Rolle. Das Sehen ist vielmehr die natürliche, selektive Konsequenz gewesen.

Bisweilen erinnert Dawkins tatsächlich an Douglas Adams, dessen Lob sich übrigens auf dem Umschlag des Buches findet. Allerdings bedeutet dies in keiner Weise, dass Dawkins über die Flachserei die wissenschaftliche Tiefe aus den Augen verliert. Im Gegenteil, der Leser bekommt einen ziemlich tiefen Einblick in das Lebenswerk des Professors, der sich jetzt in Oxford mit der öffentlichen Vermittlung der Naturwissenschaften beschäftigt. --J. Schüring -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Gipfel des Unwahrscheinlichen Mit viel Charme führt Dawkins den Leser zu Aussichtspunkten, von denen aus er die unermessliche Weite der geologischen Zeit überblicken kann. "Richard Dawkins ist nicht nur der radikalste Denker der Evolutionsbiolgie, sondern uach unser bester Wissenschaftsautor. Sein Stil ist klar, elegant und von hohem intellektuellem Reiz." (Douglas Adams; "Per Anhalter durch die Galaxis")

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51 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Als ich vor vielen Jahren von Zürich nach Chur gefahren bin und am Walensee vorbei kam, stand ich vor einer einzigartigen Kulisse: Unbezwingbar aussehende Gipfel mit fast senkrechten Felsabstürzen, die Rückseite eher sanft ansteigende Bergrücken. Richard Dawkins kam dort wahrscheinlich nie vorbei; er hätte es sicher erwähnt, da diese Landschaft in seinem Sinn die Evolution veranschaulicht. Wenn man von der Seeseite die Berge hinaufblickt, erscheinen sie unüberwindbar; wenn man aber die kilometerweiten Umwege auf der Rückseite in Kauf nimmt, gelangt man, mit Geduld, auf den Gipfel. Das ist der Grundgedanke, der dieses Buch durchzieht: Wenn man die heutigen Lebewesen betrachtet, erscheint es unvorstellbar, dass sie sich gebildet haben, ohne dass sich jemand hingesetzt und das ganze "geplant" hat. Eine solche Erklärung wäre nicht nur unwissenschaftlich, sondern auch gar nicht nötig, sagt Dawkins. Evolution bedeutet, dass die Lebewesen nicht durch Planung entstanden sind (das ist eine wissenschaftliche Tatsache), sondern dadurch, dass sie sich von Anfang an geändert haben und die Änderungen, die vorteilhaft waren, sich fortpflanzen konnten. Dieser wissenschaftlichen Erkenntnis wird von einigen religiösen Kreisen seit neuestem wieder verstärkt entgegengehalten, dass sich komplexe Organe, wie beispielsweise das Auge, nicht durch Zufall entwickelt haben konnten.

*Wider den Kreationismus*
Dawkins Zielrichtung ist klar. Er zeigt an Beispielen, dass die Entstehung selbst der kompliziertesten Organe, Lebewesen und Ökosysteme in der Natur durch die Vorgänge der Evolution erklärbar sind. Voraussetzung sind langsame, allmähliche kleine Schritte, von denen jeder einzelne einen Vorteil bringt, über einen langen Zeitraum hinweg. Dawkins widerlegt die unwissenschaftlichen Behauptungen von Kreationisten, die in allem Leben einen Schöpfungsakt sehen, oder eine (von Gott) genau so geplante Lebensrealität. Manchem, für den die Evolution eine Selbstverständlichkeit ist, mögen Dawkins Grundgedanken nicht wirklich neu sein (sind es auch nicht); aber angesichts der in letzter Zeit verstärkten Bemühungen von Kreationisten und fundamentalen Christen, eine Planung bei der Entstehung der Arten zu postulieren, hat das Buch wieder an Aktualität gewonnen.

*Kein Lesebuch für ein breites Publikum*
Richard Dawkins hat das Buch wohl nicht für eine breite Öffentlichkeit geschrieben. Dazu hat es zu viele Details die irgendwann ermüdend wirken, wenn man es von vorne bis hinten durchliest. Auch sind manche Abbildungen für ein biologisch nicht so geschultes Publikum missverständlich; so gibt es gezeichnete Seitenansichten von Insekten, in denen nur die Gliedmaßen *einer* Seite dargestellt sind. Das kann dazu führen anzunehmen (wie es einer der früheren Rezensenten tat), Dawkins wisse nicht, dass Insekten sechs Beine hätten; es wären nur vier dargestellt. Dabei zeigen die Abbildungen bei genauerem Hinsehen die drei Beine und eine der Antennen nur der einen Seite.
Ein klares Manko ist meiner Ansicht nach auch, dass Dawkins die Quellen der Zitate und Nachweise nicht eindeutig und leicht nachschlagbar belegt hat.

*Fundgrube*
Das Buch ist eine Fundgrube für alle, die Beispiele dafür suchen, dass komplizierte Organe und Ökosysteme allein durch den Zufall genetischer Veränderungen und der natürlichen Selektion entstehen können - Jahrmillionen an Entwicklungszeit vorausgesetzt (hier kommen diejenigen in Erklärungsnöte die gegen alle wissenschaftlichen Fakten immer noch glauben, dass die Erde vor etwa 10.000 Jahren entstanden sein soll). Die Evolution hatte in der Tat Zeit, hunderte von Millionen von Jahren. Aber selbst die Entwicklung der Linsenaugen bei Weichtieren und kleinen Fischen braucht "nur" 364.000 Generationen, also etwa eine halbe Million Jahre, zur Entstehung. Da ist es kein Wunder, dass Augen sich etwa sechzig Mal während der Evolution herausgebildet haben, immer wieder anders.

*Zum Staunen und Weitersagen *
Wie gesagt, ein einfaches Lesebuch ist es nicht. Aber wer nach Beispielen sucht, wie man sich auch komplexe Formen des Lebendigen als durch Zufall und natürliche Selektion entstanden vorstellen kann, dem sei diese Sammlung an biologischen Phänomenen ans Herz gelegt - zum Staunen und Weitersagen.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Stephan Urban TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
dieses buch besteht aus - wie dem vorwort zu entnehmen ist - zusammengefassten vorträgen zum thema evolution und damit verbundenen vermeintlichen erklärungsnotständen.

so ist es zum teil etwas langatmig geraten und verfehlt mitunter auch ein wenig das thema, zb. wenn sich dawkins in den beschreibungen der spinnenntzbauweisen verliert - da kann man aber dann drüberblättern.

aber jemanden, der nachlesen möchte, wie so ein komplexes organ wie das auge durch evolution und selektion entstanden ist, kann man das buch ganz dicke empfehlen.

dawkins erklärt mitunter umständlich, mitunter aber auch hervorragend und klar verständlich, teile der evolutionstheorie.

zudem beantwortet er fragen, wie zb: warum gibt es keine zwischenstufen? - liegt an der praxis der klassifizierung. fossilien und sonstige funde werden katalogisiert. bestimmte merkmale führen dazu, die spezies entweder in die eine oder in die andere kategorie einzuordnen. die kleinen veränderungen - die natürlich vorhanden sind - führen dadurch - eh logisch - nicht zur benennung als eigene spezies.

gefallen hat mir auch die begründung, warum wale - bei denen es sich um ins wasser zurückgekehrte landtiere handelt - keine kiemen mehr entwickelt haben. sie folgten einen anderem weg - sie kommen fast zwei stunden ohne luft aus, daher ist für sie luftholen vergleichbar mit unserer nahrungsaufnahme. nahrung hingegen filtern sie ständig aus dem wasser - so wie wir atmen.

die evolution kann eben durch den selektionsdruck nur vorangehen, eine umkehr ist unmöglich.

das ist alles sehr interessant und herr dawkins hält sich hier (im gegensatz zu seinem bestseller "der gotteswahn") mit seiner atheistischen grundeinstellung sehr zurück. er zeigt aber auf, dass die entwicklung der arten nicht auf einen schöpfungsakt zurückgeführt werden kann und erklärt schlüssig und plausibel die vermeintlichen "wunder".

...mir hats gefallen!
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31 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Dieses Buch ist eines der interessantesten, welches ich in letzter Zeit gelesen habe. Es plaudert mit zunehmender Komplexität über ein paar evolutionäre Vorgänge und warum sie so abgelaufen sein könnten wie sie abgelaufen sind.
Die Ansprüche an ein Buch unterscheiden sich sicherlich, je nachdem, ob die betreffende Person mit der betreffenden Materie vertraut ist oder nicht. Für den Vorgebildeten ist ein Kompendium mit scharfen und knappen Definitionen oder der Beschreibung spezieller neuer Erkenntnisse wesentlich, während der Anfänger durch soviel Informationen auf knappen Raum überfrachtet wird. Für den Anfänger halte ich es für eine gute Methode ein paar Themen auszuwählen und deren Idee, die dahinter steckt, in aller Ausführlichkeit zu besprechen. Es handelt sich in diesem Fall nicht um ein „Lehrbuch" zum Thema Evolution, aber dieses Buch hat mir die Idee, die dahinter steckt, vermittelt. Mein Resümee daher: Für das Fachpublikum mag wohl zuviel bla, bla in dem Buch stecken. Für Fachfremde, oder welche die vor dem Einstieg in das Themengebiet „Evolution" stehen ist dies ein hervorragendes Buch.
Abschließen möchte ich meine Ausführung noch mit einem Absatz aus einem Buch von Hans Christian Baeyer, das ganz gut dazu passt (Regenbogen, Schneeflocken und Quarks):
Am Ende müssen wir uns jedoch auch der Analyse stellen, weil sie für die Physik genauso wichtig ist wie die Phänomene und die Thematik. Hier trifft der populärwissenschaftliche Autor auf ein gewaltiges Hindernis: die mathematische Sprache, in der die Physik niedergelegt ist. Die Übersetzung von Gleichungen in Worte ist zwar mühsam, aber auch nicht mühsamer als die Übersetzung von Dichtung in Alltagssprache. Das eigentliche Problem liegt in der außerordentlichen Sparsamkeit des mathematischen Ausdrucks, der komplexe Ideen in ein kaum noch weiter reduzierbares System von Symbolen bringt. Wenn Newton F = ma schreibt, dann fängt er damit ein ganzes Universum mechanischer Wechselwirkungen ein. Diese Art, Gedanken auszudrücken, steht in krassem Gegensatz zu den Geisteswissenschaften und Künsten. Shakespeare kann nicht die ganze Fülle seiner Gedanken und Gefühle zu König Lear in einem Satz wie „Lear ist verrückt" zusammenfassen, sondern muß das Stück mit all seiner Redundanz, Vieldeutigkeit, Unbestimmtheit, Eloquenz und Dunkelheit schreiben. Die Botschaft des Lear mag letztendlich kurz sein, sie lässt sich aber nicht in ein paar Worten zusammenfassen. Die wilde Unordnung des Shakespearschen Stückes kommt der Art, wie Menschen denken und fühlen, näher als Newtons Klarheit. Die Mathematik ist einfach zu exakt...
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Veröffentlicht am 20. Oktober 2009 von karin1910
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Richard Dawkins versucht in diesem Buch deutlich zu machen, dass selbst komplizierte Wunderwerke der Evolution wie etwa Augen oder das Fliegen durch den allmählichen Prozess... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Mai 2009 von Shaun
Lesbar.....aber mitunter nur mühsam
Richard Dawkins gilt als einer der bedeutensten Evolutionsbiologen unserer Zeit und als einer der Hauptgegner der Kreationisten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Oktober 2007 von Danny Knnicke
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Der Autor zählt laut Beschreibung zu den ‚bedeutensten modernen Evolutionstheoretikern', war Professor für Zoologie an kalifornischen Universitäten und in... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Januar 2003 von WoGo
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Veröffentlicht am 6. Dezember 2002 von Bernhard Abbass
Sehr langatmiger Schreibstil mit dauernden Wiederholungen
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Veröffentlicht am 19. August 2001 von 3mica3
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