Der erste Eindruck ist direkt sehr positiv. Die Beine und das Stativrohr aus Carbon wirken durch Ihr Muster sehr edel. Verstärkt wird der Eindruck durch die Handgriffe aus Moosgummi mit dem eingearbeiteten Firmenlogo, welche die Griffigkeit des Stativs optimieren. Auch das geringe Gewicht fällt sofort positiv auf, lediglich der Kopfbereich ist etwas schwerer, so dass das Stativ bei Befestigung an einer Fototasche, etwas kopflastig wird. Positiv fällt im Kopfbereich aber die Libelle auf, die eine ziemlich exakte Ausrichtung des Stativs zulässt und kein Standard ist.
Die 3-segmentigen Beine lassen sich gut über die Schnellspanner bedienen. Durch die 3-segmentige Eintilung ist es jedoch im Vergleich zu den 4-segmentige Stativen von Giottos etwas größer. Die Segmente sitzen sehr exakt und rutschen bei Lösen der Spanner nicht sofort nach unten, man muss sie schon herausziehen. Die Gummifüße sind auf Fliesen unter Umständen nicht ganz standfest und lassen die Beine bei leichtem Druck oder durch Belastung auf den Stativkopf auseinanderrutschen. Im Gelände funktionieren sie zwar, jedoch wären evtl. auswechselbare Füße oder Füße, die Spikes schon beinhalten wünschenswert, um auch in unwegigerem Gelände mehr Halt zu haben. Bei den Einbeinstativen von Giottos sind solche Füße als Zubehör zu bekommen.
Bei Panorama-Aufnahmen sollte man darauf achten, lieber die Funktionalität des Stativkopfes zum horizontalen Schwenken zu nutzen und das Stativrohr zu fixieren. Bei einem meiner Versuche, habe ich den horizontalen Schwenk mit dem Stativrohr vollzogen, der allerdings etwas instabil war und je nachdem wie weit er aus dem Mittelteil hinausragt und je nach Belastung und je nachdem wie stark man die Schraube festgezogen hat, etwas wackelig wird. Wenn man es also ganz genau haben will, besser den Kopf benutzen oder nach jedem Schwenk vllt wieder die Arretierung festziehen, das sollte exakte Aufnahmen gewährleisten.