Diese Rezension bezieht sich auf den Giottos Q.Ball CL2810 - gefertigt laut Aufkleber am Blasrohr in 10/2010.
Zur Anwendung ansich - wer eine DSLR oder eine EVIL, also eine Digitalkamera mit abnehmbaren Objektiven besitzt, der benötigt eine solche "Luftpumpe" zur Reinigung des Spiegels oder Sensors.
Maße & Verpackung:
Der Giottos Q.Ball ist mit seinen 140 mm Länge/Höhe inklusive dem Blasrohr und 67 mm Durchmesser des Gummiballs nicht klein und nicht groß. Verpackt ist der Ball in einem transparenten Blister auf einer Pappe auf der rückseitig eine Kurzanleitung in englischer Sprache abgedruckt ist. Das, was man dort liest bzw. an Bildern sieht, ist eigentlich selbsterklärend und ehrlich gesagt auch nicht weiter überraschend. Man drückt halt auf den Ball und vorn kommt Luft raus.
Vermutlich nebensächlich, da es aber schon in anderen Rezensionen bemerkt wurde - en GS Zeichen gibt es nicht, aber eine Qualitätskontrolle nach ISO9001 ist auf der Verpackung vermerkt.
Das Gewicht liegt bei etwa 60 Gramm.
Geruch:
Vorweg, der Ball riecht nicht unangenehm, er riecht "minimal" nach Gummi und das habe ich nur bemerkt weil ich die Nase gezielt an den Ball gehalten habe um die hier in den Rezensionen angesprochenen Gummigerüche einzuordnen. Gerüche einzuordnen ist ja nicht grade leicht weil es immer subjektiv passiert. Selbst bei intensivem Luftpumpen riecht man "fast nichts".
Haptik und Co.:
Das Blasrohr am Ball ist beweglich, man kann es um etwa 60° von der senkrechten Achse abwinkeln. Am Blasrohr gibt es ein Ventil, welches den Luftweg aus dem Ball vorgibt, ein Rücksaugen der ausgeblasenen Luft ist über das Blasrohr nicht möglich und auch nicht gewollt. Am gegenüberliegenden Ende, den Standfüßen, ist ein Ventil, welches die Luftzufuhr ebenfalls steuert, natürlich zweckmäßig in die richtige Richtung in den Ball hinein.
Einen Filter für die Ansaugluft besitzt der Ball nicht - zumindest habe ich keinen Filter festgestellt.
Der Standfuß des Q.Ball besteht aus drei Gummifüßchen, die eine stabilen Stand ermöglichen. Das ist praktischer als ich dachte, denn ohne diese Füßchen müsste man den Ball hinlegen und dann würde er wegrollen können.
Am Blasrohr, dort wo es am Ball befestigt ist, gibt es eine kleine Gummiöse mit etwa 2 mm Innendurchmesser, dort könnte man eine Lösung zur Befestigung realisieren, theoretisch wäre dann ja auch ein Anhängen an der Fototasche oder Ähnliches möglich.
Reinigungswirkung:
Der kleine Ball ist überraschend kräftig in der Blaswirkung, das hat mich ehrlich gesagt erstaunt. Staub auf Spiegel, Sensor, Mattscheibe oder sonstigen Stellen im Gehäuse lässt sich damit schonend und gezielt wegblasen. Der Q.Ball ist dabei sehr griffig und liegt gut in der Hand. Das verstellbare Blasrohr ist sinnvoll, das habe ich beim Reinigen der Mattscheibe bemerkt, die liegt ja teilweise etwas tiefer und "um die Ecke" im Spiegelgehäuse.
Vor- und Nachteile:
Hier kann man eindeutig sagen, die Nachteile werden durch die Vorteile aufgehoben, denn ein Q.Ball ist nicht klein, er bläst allerdings wie die deutlich Größeren, auch ohne Filter in der Ansaugluft kann man davon ausgehen, dass kein Staub in die Kamera geblasen wird und auch wenn es wesentlich billigere Blasebälge gibt, der Preis des Giottos Ball ist völlig OK für die Leistung.
Fazit:
Der Q.Ball ist mein drittes Modell und der eindeutige Sieger, das Gesamtpaket macht hier den Sieg aus. ;)