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Gimme more.
 
 
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Gimme more. [Taschenbuch]

Liza Cody , Pieke Biermann
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 378 Seiten
  • Verlag: Unionsverlag; Auflage: 1., Aufl. (1. Juli 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3293203043
  • ISBN-13: 978-3293203044
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.087.341 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Liza Cody
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Lin Walker, genannt Birdie, ist die coolste Heldin seit Menschengedenken. In Liza Codys furiosem Roman Gimme more spekuliert die Witwe eines Rockstars mit nicht vorhandenem Filmmaterial ihres Mannes und zockt die großen Fische des Musikgeschäfts gewaltig ab.

Witwen großer Rockstars haben es nicht leicht. Weder Yoko Ono noch Courtney Love -- und Birdie Walker auch nicht. Mehr oder weniger deutlich hat ihr die komplette Musikszene zu verstehen gegeben, dass sie nicht nur Mitschuld am Tod ihres Mannes Jack trägt, sondern sich auch stets im Glanz seines Werks gesonnt und mit seinem Mythos eine goldene Nase verdient habe. Nichts davon war und ist Realität. Birdie war die treibende Kraft hinter Jack und verantwortlich für viele musikalische Ideen, die ihm zugeschrieben wurden. Jack starb offenbar, als sein Haus abbrannte und er sich zugedröhnt nicht mehr in Sicherheit bringen konnte. Birdie kann von den finanziell sorglosen Zeiten nur träumen. Kleine aber ungemein geschickte Betrügereien halten sie über Wasser. Sie hat die Kunst des schönen Scheins und des Abzockens wie kaum eine Zweite kultiviert. Als in Gesprächen mit Musikmanagern die Rede auf verschollenes Film- und Songmaterial ihres Mannes kommt, das in ihrem Besitz vermutet wird, riecht sie das Geschäft ihres Lebens und die Gelegenheit, allen alles heimzuzahlen. Denn nur sie kennt die Wahrheit.

"Am Rock 'n' Roll hängt mein Herz", schreibt Liza Cody im Anhang ihres Buches. Man glaubt ihr jedes Wort und spürt ihr Bekenntnis in jeder Zeile. Ohne Zynismus, mit viel Humor und bar jeder Sentimentalität beschreibt Cody die Mechanismen des modernen Musikgeschäfts. "Zu beschreiben, wie aufregend Musik ist, ohne idiotisch zu klingen, ist sehr schwierig." Liza Cody hat bei ihrer Unternehmung alle vermuteten Hürden bravurös genommen und den wundervollen Roman einer ganzen Musikepoche und ihrer Fans geschrieben. --Ulrich Deurer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Zeit, 18.06.2003
Tobias Gohlis findet, dass Liza Cody ihrem Ruf als ein Eckpfeiler des "feministischen Dreigestirns, das den Krimihimmel mit Frauenliteratur bereicherte", ein weiteres Mal gerecht wird (die beiden anderen Sonnen heißen nach Gohlis Sara Paretsky und Sue Grafton). Und das nur im besten Sinne: "Gimme more" ist für Gohlis Lichtjahre entfernt von "didaktischem Frauenkitsch", im Gegenteil, Cody erfinde hier eine jener "ungemein lebendigen Frauen", die man "von der ersten Zeile an liebt". In der Geschichte nimmt es die zarte Birdie Walker mit der korrupten britischen Musikindustrie auf, die ihren verstorbenen Mann Jack um sein Geld gebracht hat. Für Gohlis ist jedoch der "wunderbare Bluff" nicht nur Gegenstand, sondern gleichzeitig auch Methode des Krimis. Es gelinge der Autorin, den Leser in Bezug auf Birdies Hartgesottenheit "an der Nase herumzuführen".

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Linnet "Birdie" Walker tut das, was sie gelernt hat: abzocken. In den 60-er Jahren war sie die Freundin des Rockstars Jack, der schon zu Lebzeiten Idol einer ganzen Generation war. Sein mysteriöser und früher Tod katapultierte ihn schließlich in den Himmel der Rocklegenden. Birdie blieb als seine Rockwitwe auf Erden zurück und sah sich seitdem Anfeindungen und Gerüchten ausgesetzt. Wie Yoko Ono oder Courtney Love zog sie den Hass von Fans und Musikwelt auf sich. Böse Stimmen behaupteten sogar, Birdie sei nicht unschuldig am frühen Ableben ihres Geliebten.

Was die Öffentlichkeit nicht weiß: Birdie war der eigentliche Kopf der Band, die meisten Songs von Jack stammen aus ihrer Feder. Doch dafür hat sie nie Geld gesehen. Sie und Jack wurden von den Haien der Musikindustrie kräftig ausgenommen. Also tut Birdie das, was ihr die großen Bosse vorgemacht haben: Sie zockt Leute ab. Allerdings erscheinen ihre Betrügereien, mit denen sie sich mehr schlecht als recht durchs Leben schlägt, wie Peanuts.

Birdies große Chance scheint gekommen, als Jacks fünfundzwanzigster Todestag heran rückt. Hartnäckig halten sich in der Musikbranche Gerüchte, Birdie verfüge über unveröffentlichte Songs und Filmmaterial, das die legendäre Antigua-Session der Band zeigt. Es ist jene Session, in deren Anschluss die beiden besten Alben von Jack entstanden sind. Kein Wunder, dass den Plattenbossen die Dollarzeichen in den Augen leuchten und sie alles daran setzen, an dieses kostbare Material heranzukommen. Aber existieren diese Aufnahmen wirklich, sind sie vernichtet worden oder hat es sie nie gegeben? Nur Birdie, mit ihrer rotzfrechen Art ein rotes Tuch für die Mächtigen der Musikindustrie, kennt die Wahrheit. So liefert sie sich ein aufregendes Katz- und Maus-Spiel mit den Plattenbossen, bei dem sich beide Seiten nichts schenken und sich an Trickreichtum geradezu überbieten.

Birdie Walker ist eine wunderbare Mischung aus trauernder Rockwitwe, gewiefter Ganovin und witzigem Weibsbild, die mal sexy und charmant, dann wieder eiskalt und berechnet sein kann. So facettenreich wie ihre Heldin ist auch Liza Codys Roman. Die englische Autorin zeichnet ein realistisches und faszinierendes Portrait einer Musikepoche, bei dem das Herz jedes Rockfans schneller schlägt. Überhaupt das Tempo: Cody trifft den richtigen Beat, sie kann nicht nur über Musik schreiben, sie kann sie auch aufregend beschreiben. Eine Kunst, über die nicht viele Autor/innen verfügen. Ihr lakonischer Schreibstil, der schnelle Wechsel der Perspektiven - mal die Ich-Erzählerin Birdie, mal eine personale Erzählsituation - bringen Fahrt in die Geschichte und passen wunderbar zu der Rastlosigkeit der rebellischen Birdie.

Codys Erzählaufbau spielt zudem geistreich mit dem Genre Krimi, ohne es zu verleugnen: Überraschende Wendungen, gezielte Auslassungen, schichtweises Aufblättern von Figuren und ein fulminanter Schluss sorgen für Spannung bis zur letzten Seite. Darin eingefügt sind grandiose und gnadenlose Kommentare zum Musikgeschäft. Kurz, knapp und böse rechnet die Autorin mit der jammernden Musikindustrie ab - ein wahrer Wohlklang in den Ohren aller "Superstar" geschädigten Musikfans. Cody bringt das hausgemachte Dilemma auf den Punkt. Schon deshalb sollte der Roman Pflichtlektüre bei allen Plattenbossen sein.

Fazit: "Gimme more" ist ein aufregender und klug komponierter Roman, aufgebaut wie ein gutes Rockalbum: Mal hart und heftig, mal sentimental und verzweifelt, aber immer echt und ehrlich. Kurz: It's only Rock'n'Roll - but I like it.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Rock pur 6. Dezember 2004
Von Heinz Herbert TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Eine unabhängige starke Frau steht hier im Mittelpunkt des Geschehens. Um sie herum tobt der Wahnsinn des Rock-Business. Eine fesselnde Insidergeschichte aus den sumpfigen Niederungen der Musikszene. Überraschende Wendungen haben Krimicharakter, ohne, dass dieses Buch auf den manches Mal despektierlich benutzten Begriff „Krimi" reduziert werden darf. Der Roman ist auch ein feministischer Roman. Fesselnd bis zur letzten Zeile, geschrieben in einer modernen Sprache, die nahe der Umgangssprache angesiedelt ist. Sie bleibt jedoch angenehm lesbar, ohne in Plattitüden abzutriften. Der Übersetzerin Pieke Biermann gebührt sicherlich insoweit Dank für ihre offenkundig gelungene Arbeit.
Der bald begeisterte Leser wird sich irgendwann fragen, woher hat die Autorin dieses Insiderwissen und erhält Aufklärung, wenn er Einblick in die Vita der Autorin nimmt. Diese hat nach eigenen Bekundungen als Roadie für die „wahrscheinlich schlechteste Band von ganz London" geackert, sich mit Clubbesitzern, Firmen-Sharks, Anwaltstricks und ganz allgemeinen Abzocker-Geschäftspraktiken der Branche herumschlagen müssen. „Am Rock' n' Roll hängt mein Herz", schreibt Liza Cody in ihrem Nachwort zu diesem sicherlich auch mit Herzblut geschriebene Roman.
Kein Wunder also, dass die alles dominierende Protagonistin des Plots, Birdie Walker, die frühere berühmt-berüchtigte Geliebte des seinerzeit megaerfolgreichen drogensüchtigen, jetzt aber toten Rockstars Jack, mit allen Mitteln versucht, Geld aus den Rechten ihres Liebhabers zu ziehen. Hatte sie doch selbst genug Anteile an der Arbeit. Genau das, was die professionellen „Leichenfledderer" auf der Suche nach unveröffentlichtem Material nicht wahr haben wollen.
Eine durchgehend aufregende und packende Handlung, bei der jeder jeden auszutricksen in der Lage ist. Diesen Roman muss man ausdrücklich empfehlen und das nicht nur Musik- oder Rockbegeisterten. HMcM
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Jack, der Rock´n Roll-Hero vergangener Tage, ist tot und die Haie der Musikindustrie wollen nun seinen Nachlass versilbern. Das geht aber nur über Birdie, seiner Witwe, diesem auch noch auf die alten Tage superscharfem Feger - schwach, zart, machtlos.

Doch man ahnt es schon, das Vögelchen ist hartgesotten und clever, sie kann es mit den ganzen korrupten, geldgeilen, gemeinen Anzugsträgern aufnehmen und alle abzocken, die sie für ihre Zwecke einspannen wollten. Und ganz nebenbei flirtet sie mit David Bowie, bringt eine Detekteiklitsche auf Vordermann und verklickert einer Schülerband das Einmalseins des Musikbusiness.

Zu Beginn sehr bissig und schwungvoll erzählt. Bedauerlicherweise befreit Liza Cody ihre handelnden Personen nie aus dem einmal gewählten Charakterkorsett, sie bleiben stereotyp, die Geschichten wiederholen sich und die gesamte Handlung wird langatmiger.

Sehr schade, so wird aus einem vor Esprit sprühenden Roman eine nette Urlaubslektüre.
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