Mit der vierten Staffel der sympathischen Beziehungsserie GILMORE GIRLS erreicht die Serie ihren vorläufigen Höhepunkt. Ehemalige Liebschaften fügen sich allmählich wieder so zusammen, wie es sich gehört und Liebschaften, die die Zuschauer wohl schon immer herbeigesehnt haben, keimen endlich auf. Diese an den Wurzeln der Serie greifenden Ereignisse gipfeln in einem Staffelfinale, das es in solch mitreißender Natur bei den GILMORE GIRLS bislang noch nicht gab. Dabei ist zu Beginn doch alles so anders: Rory (Alexis Bledel) studiert ab sofort an der renommierten Yale-University und verlässt damit gleichzeitig das Haus ihrer Mutter Lorelai (Lauren Graham). Im Wohnheim vom Campus angekommen, trifft Rory auf eine Bekannte: Überraschung!
Viel Zeit zum Trübsalblasen über den Auszug ihrer Tochter bleibt Lorelai derweil nicht, weil sie vollends mit dem Aufbau ihres Hotels, dem "Dragonfly Inn", das sie mit Sookie (Melissa McCarthy) führen wird, beschäftigt ist. Zwischenzeitlich fällt Sookie aus, da sie ihren und Jacksons (Jackson Douglas) Sohn auf die Welt bringt. Währendessen stehen die Zeichen in Lorelais Elternhaus auf Sturm, Rorys alte Verflossene treten zum ungefähr selben Zeitpunkt in Rorys Leben zurück und Luke (Scott Patterson) gesteht sich nun endlich ein, welche Frau er seit langer Zeit liebt. Muss man da noch erwähnen, um wen es sich handelt? Jedenfalls bieten die GILMORE GIRLS wieder einmal viel Unterhaltung, spitzzüngige Dialoge (besonders im amerikanischen Originalton, unbedingt ausprobieren!) und eine gehörige Portion Romantik und Herzschmerz. Es stellt sich also noch längst keine Langeweile bei dem kultigen Mutter-Tochter-Duo ein.
Die DVD-Präsentation ist im Gesamteindruck eher durchschnittlich anzusehen. Zuerst fällt das Bildformat auf, das in altmodischem 4:3 vorliegt, obwohl man die Serie mitunter im heutigen 16:9-Standard ausstrahlt (derzeit zum Beispiel auf dem Bezahlsender TNT Serie) und mehr Bildinformationen bietet. Gut, die Box kam 2006 in den Handel, wo der Bedarf nach Flachbildfernsehern vergleichsmäßig noch recht niedrig war, weshalb die Bildformatfrage nicht in meine Bewertung hineinfließt. Ich wollte es nur erwähnt haben.
Die drei Sprachspuren Englisch, Deutsch und Spanisch sind wie gewohnt in normalem Stereo zu vernehmen. Große Ansprüche darf man hier nicht stellen, es handelt sich schließlich um ein paar Jährchen alte TV-Kost, bei der die Qualität der Präsentation damals eine untergeordnete Rolle spielte.
Die Sonderausstattung ist nicht mehr als ein Witz: Zwei entfallene Szenen und ein nicht ganz zwei Minuten langer Zusammenschnitt der Liebesszenen aus Staffel 4 sind alles, was man dazu bekommt. Wenigstens ist das Verpackungsdesign so ansprechend wie eh und je...
Fazit: Die vierte Staffel von GILMORE GIRLS ist ein Highlight in dem sieben Jahre umfassenden Serienverlauf. Die zweiundzwanzig Folgen sind größtenteils witziger und turbulenter als zuvor und bieten dem Fan dialoglastiger Serien Unterhaltung auf höchstem Niveau. Die DVD-Box hätte weitaus besser sein können - trotzdem vier Sterne hierfür, weil außerordentlich guter Inhalt gegeben ist.