Nach sieben Jahren wurde 2007 die Erfolgsserie Gilmore Girls in den USA eingestellt. Am letzten Drehtag im April 2007 wussten die Schauspieler nicht, dass die Serie beendet ist. Erst Anfang Mai entschied man sich, keine weiteren Folgen zu produzieren. Die letzte Folge (im englischen Original "Bon Voyage" genannt) wurde so konzipiert, dass sie sowohl als Staffel-, als auch als Serienfinale verwendet werden konnte.
In den ersten Folgen der Staffel steht das Drama Lorelai - Christopher - Luke im Vordergrund. Luke entschließt sich, Lorelai nun doch spontan zu heiraten. Die informiert ihn allerdings, dass er zu spät komme und die Beziehung vorbei sei. Rory leidet darunter, dass Logan nun in London ist und Lane erfährt, dass sie Zwillinge erwartet.
Die ersten Folgen sind nicht besonders gut gelungen. Es passiert nicht wirklich was, doch dieser Trend des "Nichts-Passierens" ist bereits in der 5. und 6. Season anzutreffen.
Die erste richtig gute Folge ist die 11. Episode, in der Lorelei und Rory gemeinsam Weihnachten nachfeiern. Luke bittet Lorelai, ihm ein Zeugnis auszustellen, damit er das gemeinsame Sorgerecht fur Tochter April bekommen kann. Lorelai bemerkt hier zum ersten Mal, dass die Blitzhochzeit mit Christopher ein Fehler gewesen ist. Bis zum Ende der Serie gibt es noch die ein oder andere gute Folge, z.B. Episode 17, in der Rory, Lorelai und Emily gemeinsam zur Hochzeit einer alten Bekannten fahren. Nennenswert ist auch die Sache mit Richards Herzinfarkt. Die Handlung ist ganz gut eingebaut und wirkt nicht so, als ob man schnell ein Ereignis brauchte, dass die Serie vorantreibt. Das war z.B. so, als April, Lukes lange "verschollene" Tochter in der 6. Staffel auftaucht.
Ansonsten lässt sich an dieser Stelle sagen, dass die Einstellung der Serie wohl die richtige Entscheidung gewesen ist. Nach sehr gut gelungenen vier Staffeln verlor die Serie anschließend zunehmend an Charme. Es war zwar immer nett, weitere Folgen zu gucken, doch war es nur selten so, dass sie besonders gut in Erinnerung geblieben sind.
Dieses DVD-Set beinhaltet 22 Folgen, womit die Serie 153 Episoden umfasst. Als Extra sind "Die Mode der Gilmore-Girls", "Ein Tag am Set mit Keiko Agena (Lane)" und "Girl Talk" enthalten, was auch immer letzteres sein mag.
Noch ein Hinweis an alle, die keine der DVDs gekauft haben: in den USA erschien auch eine Gilmore Girls - Komplettbox. Die war wesentlich schöner aufgemacht, als die derzeitigen DVD-Sparversionen, die - anstelle eines schönen Digipacks - nur noch einen Pappschuber mit Plastikhüllen umfassen. Vielleicht wird sie ja auch in Deutschland veröffentlicht.
Da beide Hauptschauspieler sich nun anderen Projekten widmen wollten, wird man bei den Gilmore Girls wohl vermeiden können, was einst bei "Eine himmlische Familie" geschah: nach der siebten Staffel wurde die Serie immer schlechter, dennoch wurde sie erst nach der 11. Season eingestellt.
Vielleicht wäre sie besser in Erinnerung geblieben, wenn man früher aufgehört hätte. Demnach scheint ein gängiger Spruch gar nicht so schlecht zu sein: Man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist.