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Gilgamesh
 
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Gilgamesh [Hörbuch-Download]

von Raoul Schrott (Autor), Josef Bierbichler (Erzähler), Martin Wuttke (Erzähler), Michael Lucke (Erzähler)
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Hörbuch-Download
  • Spieldauer: 3 Stunden und 16 Minuten
  • Format: Hörbuch-Download
  • Version: Gekürzte Ausgabe
  • Verlag: Der Hörverlag
  • Audible.de Erscheinungsdatum: 15. Januar 2008
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B002TVRZXS
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)

Produktbeschreibungen

Es ist das erste Großepos der Weltliteratur und handelt von Themen des Lebens schlechthin: vom Wunsch nach Unsterblichkeit, der Suche nach Ruhm, von Macht, der Auflehnung gegen die Götter, Freundschaft und Liebe. Raoul Schrott hat zusammen mit führenden Assyrologen eine wortgetreue, philologische Übersetzung angefertigt. Und daneben steht eine zweite, dichterische Fassung voll jener sprachlichen Frische und Lebendigkeit, für die Schrott bekannt ist.

Der Jahrtausende alte Text erwacht zu neuem Leben: Der Regisseur Klaus Buhlert hält die Spannung zwischen hohem Ton und salopper Rede, zwischen Pathos und Slang, zwischen Epos und Abenteuergeschichte, zwischen Gestern und Heute.

(P) BR Hörspiel und Medienkunst 2001

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Heike Geilen HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Audio CD
Diese Rezension bezieht sich ausschließlich auf die Hörspielfassung.

Das Gilgamesh-Epos ist vielleicht das erste "aufgeschriebene" literarische Werk der Welt. Die dreistündige CD-Fassung, basierend auf der Neuübersetzung von Raoul Schrott, wirkt wie im Jungbrunnen gebadet. Viertausend Jahre soll das alt sein, unglaublich!

Gilgamesh, der König, der nicht sterben will, blickt auf sein ruheloses Leben zurück. Er, zu zwei Dritteln Gott, zu einem Drittel Mensch, hat sich gegen die Götter aufgelehnt, hat, um unsterblich zu werden, die ganze Welt bis in den Hades durchquert, hat gegen seine Ängste und bösen Träume angekämpft, und wie Sisyphos nicht aufgegeben. Am Schluss ist er allein und sein Leben erscheint als endloses Scheitern. Alles was groß begonnen hat, endet kläglich. Der Tod ist nicht besiegt, die Götter sind nicht gestürzt. Der Mensch ist klein. Schrott hat die Helden aus dem Original auf ein menschliches Maß zurückgeführt. Zwölf Meter hohe, überlebensgroße Gestalten werden bei Schrott wieder Menschen aus Fleisch und Blut. Klein sind sie vor allem in ihrer Angst vor dem Tod und dem Ungewissen.

Wo hat alles begonnen? Wie ein wilder Stier hatte Gilgamesh in Uruk geherrscht, ein unbändiger Tyrann war er. Bis er jemanden fand, der ihm ebenbürtig war, Enkidu. Die Götter hatten den Tiermenschen Enkidu aber geschaffen, um Gilgamesh zu besiegen, doch aus dem Kampf wird eine Lebensgemeinschaft: das "Liebespaar" Gilgamesh und Enkidu. Die beiden ziehen von einem Abenteuer ins nächste, besiegen den dämonischen Riesen Humbaba, den Wächter über einen Zedernwald, töten den rasenden Himmelsstier, den die verschmähte Göttin Ischtar ihnen schickte. Die Götter aber lassen nicht mit sich scherzen, Enkidu muss sterben und Gilgamesh irrt in unsterblicher Trauer weiter bis ans Ende der Welt, wo er den babylonischen Noah findet.

Die CD-Fassung beginnt leise, wie eine moderne Expedition ins Totenreich: "Hallo, ist da jemand?", forscht eine Frauenstimme. Erzählerstimme und direkte Rede greifen ineinander, eine wilde Reise beginnt, akustisch angepeitscht durch Musik. "Jajajajajaja", schreit Ishtar voller Lebenslust.
Gekonnt wird die Spannung zwischen hohem Ton und salopper Rede, zwischen Pathos und Slang, zwischen Epos und Abenteuergeschichte, zwischen Gestern und Heute, gehalten. Das umfangreiche Booklet zu den drei CDs informiert ausführlich über philologische und historische Hintergründe.

Martin Wuttke als Gilgamesh, Kathrin Angerer als Ishtar/Shamhat/Siduri, Bernhard Schütz als Humbaba und Josef Bierbichler - mit unverkennbarem bayrischen Dialekt - als Enkidu - einfach großartig. Plötzlich ist Mesopotamien mitten in Berlin. Und Syrien klingt nach Bayern, wenn Bierbichler sagt: "Das ist mir ein schöner Sauhaufen, eure Götter". So jung war alte Literatur schon lange nicht mehr. Und man sieht, dass man einen Text nur gut erden muss, damit er ohne Mühe hoch aufsteigen kann.

Die anfänglichen Phasen der Verwirrung lösten sich bei mir relativ schnell.
Mit dem Ende zu beginnen und in einer Art Rückschau zu erzählen, wie es dazu kam, verkompliziert die Geschichte zwar anfänglich, aber man rutsch relativ schnell hinein.
Auch die Musik ist anfangs gewöhnungsbedürftig. Aber sie erschließt sich nach längerem Zuhören relativ gut und spätestens nach zwei Dritteln der Geschichte erscheint sie unverzichtbar. Sie wird zu einer Art Puls, der diesen Epos nicht nur begleitet, sondern ihm zugrunde liegt.

Besonders hervorzuheben und zur weitergehenden Auseinandersetzung mit diesem Epos sicherlich unverzichtbar ist das 60-seitige Booklet, das den drei CDs beigelegt ist. Erschöpfend und spannend wird hier beschrieben, was nicht in einem Hörspiel vermittelbar ist. Die Auswirkungen dieses Epos auf Homer, auf die Bibel und auf "Geschichten aus eintausend und einer Nacht" werden eloquent und versiert erläutert.

Fazit:
Gilgamesh ist anfangs sperrig, verlangt hohe Konzentration und einen Hörer, der bereit ist, die beigefügten schriftlichen Informationen zu nutzen. Dann aber ist es ein einmaliges Erlebnis. Man wohnt einem Vortrag von Göttern und Menschen bei, fast so, als wäre man Zeuge dieser Ereignisse geworden.

Großartig!
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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr schön! 24. Februar 2005
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen, einer Nachdichtung des Herausgebers und der sogenannten nitivistischen Fassung. Letztere ist das Ergebnis der Übersetzung namenhafter Assyrologen. Auch die erste also die Neudichtung entstand unter der peinlich genauen Absprache mit ihnen. Das Buch gibt unter Berücksichtigung neuester Erkenntnisse den letzten Stand der Forschung wieder und ersetzt damit die völlig veraltete im Reclam Verlag erschienene Version aus den 50igern. Deshalb kann man dem Herausgeber wirklich nicht den Vorwurf von Willkür machen. Dem Leser steht mit beiden Teilen auch die Möglichkeit zum Vergleich und er kann damit selbst entscheiden welchen der beiden Fassungen er den Vorzug geben will. Das Vorwort und der Anhang bilden jeweils Details über die Entstehung des Textes und seine Entschlüsselung, es werden Einblicke in die Geschichte der Zeit gegeben und das Buch mit einem Glossar verborgener Zusammenhänge aus dem Text ergänzt. Es bietet zudem die Möglichkeit anhand des Literaturverzeichnisses umfangreiche weitere Informationen einzuholen. Eine wirklich schöne Ausgabe, mit allem was man sich wünschen kann, die die deutsche Fassung des Gilgamesh auf den neuesten Stand zu bringen versucht.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Versuch 9. November 2005
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
aber leider nicht ganz so gut gelungen.

Im Verein mit meinen beiden Vorrednern bin ich der Meinung, dass das vorliegende Epos - eines der ältesten der Menschheit und ein tiefer aufregender Einblick in die damalige Gedankenwelt, auch auf diese, nicht schrifliche Weise dem Publikum angeboten werden mußte. Dafür verbindlichsten Dank.

Leider gerät das Hörspiel mitunter zum Selbstzweck.
Die Handlung geht in verschiedenen Hintergrundgeräuschen oder Diskussionen der handelnden Personen gelegentlich unter, man muß sich darauf gefasst machen, dass man das Werk mindestens zweimal intensiv hören muß, um mitzubekommen, WER eigentlich gerade WAS sagt. Wie einer meiner Vorsprecher sagte: es ist mitunter sehr schwer, die Personen nur anhand der Stimmen auseinanderzuhalten. Ein Problem, dass sich HÖrspielen des öfteren stellt, aber schon besser gelöst wurde.
Die einzige Person, die man (leider) auf Anhieb jederzeit erkennt, ist Enkidu - und das ist auf einen sehr beherzt angewandten Dialekt aus dem süddeutschen Sprachraum zurückzuführen - was hin und wieder zu einer erheblichen, leider eher störenden Komik führt.
Auch kommt man ohne Leitfaden z.B. durch einen ausreichend präsenten Erzähler oft erst mit deutlicher Verzögerung mit der Handlung klar.

Wenn man aber mehr als nur die reine Nacherzählung der Eposhandlung wünscht, kommt man in noch größere Bedrängnis: Ich hätte mir zum Beispiel eine stärkere Orientierung an den ninivitischen Texten gewünscht, die leider nur sehr eingeschränkt rezitiert werden. Das Werk in seinem Wesen an sich wird nicht wirklich vermittelt.

Von daher mein Fazit: Sicher eine gelungene Produktion um eine gewisse Vorstellung von der reinen Handlung zu bekommen.
Wer wirklich ein wenig tiefer einsteigen wollte, ist wohl (noch) auf schriftliche Ausgaben angewiesen.

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Die neuesten Kundenrezensionen
Eine gelungene Übertragung
Mir gefällt es.

Beim ersten Hören ist der Einstieg gewöhnungsbedürftig. Danach wurde es wie ein Ritual. "Hallo? Ist da jemand?"
Vor 9 Monaten von naurmel veröffentlicht
Schwere Kost
Gilgamesch, der namensgebende Held dieses Hörspiels, ist der König der sumerischen Hauptstadt Uruk und zu einem Drittel Mensch und zu zwei Dritteln Gott. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von callisto veröffentlicht
Sehr informative Ausgabe
Meine Rezension bezieht sich auf die Gilgamesh Ausgabe des Hanser Verlags, herausgegeben von Raoul Schrott.
Es gibt in dem Buch zwei Fassungen des Epos. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Mai 2010 von Alexandra Walter
Fast perfekte Geschichts-Show!
Gilgamesh ist König von Uruk. Seiner Machtgier und seiner Entschlossenheit, sich einen Namen für die Ewigkeit zu machen, sind keine Grenzen gesetzt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Dezember 2009 von Stefan Erlemann
Der reinste Schrott!
Ich beziehe mich auf das Hörbuch. Der Text ist eher schwierig verständlich, komische (Nicht-) Handlung, verschachtelte Sätze, fürs Hören im Auto wohl... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. September 2009 von Andreas Gryphius
Wiederbelebung
Wie Schrotts Homer-Hörspielfassung von der Ilias ist auch sein Gilgamesch ein Beitrag dazu, dass alte Literatur wieder unter die Leute kommt, ohne dass dem Werk Schaden... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Mai 2009 von Christian Walser
Traurig
Das Werk ist toll, aber leider extrem bescheiden umgesetzt. Vom Klang schon kommt es daher wie ein mittelmässiger Mittschnitt eines Theaterstücks. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Januar 2008 von John-Philip Lawo
5000 Jahre alt und allein schon deshalb faszinierend
Das Gilgamesh-Epos ist ca. 5.000 Jahre alt und wurde erst einmal mindestens 2.000 Jahre lang mündlich überliefert, bis es so ca. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Juli 2004 von Karin Doerfler
Mal anders
So bin ja nur so eine Gelegenheitsleseratte, aber ich wollte immer schon das älteste Epos der Welt kennen lernen. Lesen Sie weiter...
Am 10. März 2004 veröffentlicht
Interessante Geschichte einer vergessenen Kultur
Wer sich für die frühen Anfänge der Zivilisation interessiert, für den ist dieses Buch das Richtige. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Oktober 2002 von Michael Schulz
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