Das Gilgamesch Epos - eines der ältesten Epen der Welt, aufgezeichnet nach 1000 Jahren der mündlichen Überlieferung, erzählt es die Geschichte des Halbgottes Gilgamesch und des Wildmannes Enkidu. Ein gewaltiger, uralter und spannender Epos der menschl. Frühgeschichte. Der Gilgamesch Epos ist interessant, auch nach so vielen Jahrtausenden seiner Entstehung. Er ist „das" Epos innerhalb der Paläo-SETI Hypothese, nicht nur weil Gilgamesch „göttlichen" Ursprungs war, sondern auch, weil der Epos einer der ersten Quellen für die Frühgeschichte der Menschheit darstellt.
Der vorliegende Roman verquick gekonnt die geschichtlichen Quellen des überlieferten Epos mit archäologischen Funden und einem Handlungsrahmen aus der Feder des Autors. Daraus entsteht ein wirklich faszinierender Roman von beachtlicher Stärke, nämlich von 671 Seiten zu einem wahrhaft großartigen Preis von nur 16,90 DM.
Die Suche nach Unsterblichkeit beherrscht letztendlich das Leben des Halbgottes Gilgamesch. Wahrhaftig, die Götter strafen und schenken gleichzeitig, wenn man bedenkt, daß Gilgamesch zum Hohepriester und König von Uruk wurde, dank seiner Abstammung und seinem Aussehen (goldgelocktes Haar, sehr groß, muskulös und überaus kräftig), welches im Gegensatz zu den eher schon fast pyknisch daher kommenden Rest der Bevölkerung stand (klein, schwarzhaarig und dunkelhäutig). Doch letztendlich hatten beide etwas gemeinsam: sie waren allesamt sterblich!
Ob die Götter tatsächlich unsterblich sind/waren/sein werden, sei dahingestellt. Es ist reine Hypothese und Spekulation - vielleicht dereinst, erkennen wir Menschen selbst die Geheimnisse der Evolution, der Genetik und der damit zusammenhängenden Unsterblichkeit, zumindestens der relativen Unsterblichkeit!? Vielleicht liegt das Geheimnis der Unsterblichkeit eben gerade nicht in der Genetik, vielleicht ist es vielmehr in der Art/Form und Beschaffenheit der Zeit an sich zu suchen. Wer wird dereinst „das Feuer", welches wir Zeit nennen und in dem wir alle brennen, beherrschen?
Die Menschen merken es gar nicht, sie stehen bereits am Rande der großartigsten Zeit, welche sie jemals zu sehen bekommen, aber auch am Rande des katastrophalsten Absturzes in den Orkus der Geschichte. Wofür werden sie sich entscheiden - den Göttern es gleich zu tun oder eher im dämonischen Wandel zu verharren, sich selbst und die Welt verschlingend?! Oder ist die Frage so korrekt gestellt: „wer wird sich für die Menschen entscheiden?"