"Giftpilz" ist der neuste Fall für die Villinger Hobbydetektive Hubertus Hummel und Klaus Riesle, übergewichtiger Lehrer der eine und draufgängerischer Lokaljournalist der andere. Die beiden Autoren des VS-Krimis (Villingen-Schwenningen, am östlichen Rand gelegene badisch-schwäbische Doppelstadt) haben sich mit dem achten Band der Hummel-Reihe definitiv "warmgeschrieben" und scheinen immer noch genügend Stoff für unterhaltsame und spannenende Geschichten aus dem Schwarzwald zu haben, gewürzt mit ordentlich Lokalkolorit.
Nachdem Hummel und Riesle im vorigen Band ("Honigsüßer Tod") einen Mord im Sektenmilieu aufzuklären hatten, spießt das Buch diesmal die Zustände im deutschen Gesundheitswesen auf. Hummel erleidet aufgrund seines Übergewichts einen Zusammenbruch und wird zur Rekonvaleszenz in die "Tannenklinik" eingewiesen, in welcher prompt ein Patient an einem Pilzgift stirbt, das auch allen anderen Klinikinsassen auf den Magen schlägt. Riesle und Hummel - aber auch das ungleiche Kommissarsduo Thomsen und Winterhalter - hegen schnell den Verdacht, dass es sich hier um einen Sabotageakt einer konkurrierenden Klinik in Höchenschwand handeln könnte, und nehmen die Ermittlungen auf.
Das Buch ist sicherlich der neue Höhepunkt in der VS-Krimireihe, denn die beiden Autoren brillieren mit Wortwitz und einer in sich stimmigen Geschichte, die überraschend endet.
Vielleicht wäre es 25 Jahre nach der "Schwarzwaldklinik" einmal Zeit, Hummels Abenteuer ins Fernsehen zu bringen...