als reaktion auf die ermordung jüdischer sportler bei der münchner olympiade 1972 ordnet golda meir eine grossangelegte rachemaßnahme an.
unter obhut des mossad wird eine kleine einheit aus spezialisten rekrutiert.
avner, der chef der einheit, ist kommandosoldat, hans ein sogenannter ausputzer, jean ein exzellenter fluchtwagenfahrer, robert ein experte für sprengstoffe und karl ein dokumentenfälscher.
sie sollen 7 terroristen die direkt oder indirekt mit münchen zu tun hatten eliminieren.
dazu müssen sie israel verlassen und ihr leben das sie bis dato kannten aufgeben, was avner besonders schwerfällt da seine frau shoshanna schwanger ist und sein vater schon negative erfahrungen mit dem mossad gemacht hat.
leiter der illegalen und streng geheimen operation ist der altgediente mossadagent mordechai samuels der auch die einzigste person ist mit dem die einheit kontakt via briefen hält.
als es zur ersten liquidierungen kommt sind sich alle sicher das der auftrag relativ zeitnah erledigt werden kann.
doch der feind schläft nicht und beginnt nun seinerseits jagd auf die 5 zu machen was zu verlusten führt.
können sie den auftrag trotzdem zu ende bringen oder scheitern sie?
die darsteller können leider nicht alle überzeugen.
die besetzung des farblosen steven bauer als avner ist ein fehlgriff. dafür ist das restliche team sehr gut besetzt mit michael york, laurent malet, robert joy und peter dvorsky.
auch die auftritte von leslie hope, lino ventura und rod steiger können überzeugen.
die dialoge sind ebenfalls kein highlight des films.
teilweise wirken sie dermassen gekünzelt und steif das es wirklich schwerfällt zuzuhören.
die story ist von anfang an spannend, mitreissend und trotz der langen laufzeit recht kurzweilig inszeniert worden.
der soundtrack fällt nicht sonderlich auf.
der gravierenste unterschied zu spielbergs münchen ist das die story einfach ausführlicher erzählt wird. zudem fehlen einige handlungsstränge, die bei spielbergs film zu sehen waren. z.b. nikosia und beirut.
gideons schwert ist sicherlich ein gelungener agententhriller, aber ich persönlich fand münchen besser.
das liegt vor allem an steven bauer der in seiner darstellerischen leistung doch sehr limitiert ist.
ihm die hauptrolle zu geben wirkt sich leider negativ auf den film aus.
auch einige dialogpassagen sind fast schon amateurniveau und weit entfernt von gelungener unterhaltung.
wären diese beiden großen negativen punkte nicht, wäre gideons schwert ein in sich stimmiger film der spielbergs münchen hinter sich lassen würde.
das ist sicherlich geschmackssache aber ich habe es so empfunden.