Jan Weiler hatte sicherlich nicht vor, mit diesem Buch die Welt zu retten. Die Geschichte vom Fußballstümper Adrian Pfeffer erhebt den Anspruch nicht mehr zu sein, als ein modernes Märchen, aufgehangen an einem Traum, den so mancher Erwachsener sicherlich bestens nachvollziehen kann. Weiler kultiviert weiter seinen fantstischen Erzählstil, der den Leser angenehm charmant und nostalgisch einlullt, um ihn im nächsten Satz mit einer unerwarteten Wendung ordentlich abzuwatschen. Ich liebe es, wie er dies immer wieder schafft. Es gelingt ihm in diesem Buch erneut mit einer grandiosen Wendung, die man zu Beginn der Geschichte niemals erwartet hätte.
Abgerundet wird das Ganze durch die wunderbaren Illustrationen Hans Traxlers, Gallionsfigur der Neuen Frankfurter Schule und sicherlich einer der feinsten Cartoonisten des Landes. Dies beweist er hier erneut durch die grandios umgesetzen Illustrationen der von Weiler beschriebenen Situationen.
Mit diesem Buch treffen sich wirklich zwei Meister ihres Faches und allein schon das macht diesen kleinen Erzählband höchst empfehlenswert.