Ein Hitchcock ohne die Musik von Bernard Herrmann lässt sich genauso wenig vorstellen wie ein Sergio Leone ohne die von Morricone. In Roman Polanskis "Ghostwriter" kommt der musikalischen Untermalung des Komponisten Alexandre Desplat ein ähnlich hoher Stellenwert zu.
Gerade durch die Musik erreicht der Film eine unglaubliche Spannung und erzeugt eine fesselnde Atmosphäre. Selten hat man eine Klarinette so spielen hören wie hier.
Was Desplat als Komponisten grundsätzlich auszeichnet ist sein Gespür für eingängige Melodien in den Hauptthemen seiner Filmmusik. So entwickelt er auch hier ein großartiges immer wiederkehrendes Motiv, das sich wie ein roter Faden durch den Film zieht.
Stellenweise erhält die Musik in gewisser Weise einen hypnotischen Sog, so erinnert das Stück "Prints" mit seinen sich wiederholenden Rhythmen beispielsweise ein wenig an die Musik von Philip Glass.
Den musikalischen Höhepunkt stellt das Stück "The truth about Ruth" dar, das eine der zentralen Filmsequenzen untermalt.
Was Desplat besonders hoch anzurechnen ist, ist die Tatsache, dass in seiner Musik der satirisch finstere Ton, der im Film im Ganzen angelegt ist, ebenfalls vorhanden ist. Damit erreicht Desplat eine Verdopplung der Handlung.
Alexandre Desplats "Ghostwriter" ist nicht weniger als großartige Musik, die auch unabhängig vom Film ein besonderes Hörvergnügen darstellt.
Unbedingt empfehlenswert!