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Ich schreibe hier gar nichts zum Inhalt, denn vermutlich werden die Meisten ohnehin über die ebenfalls sehr gute Verfilmung von Terry Zwigoff auf dieses Buch stoßen.
Dazu ist zu sagen, dass der Film inhaltlich teilweise stark von seiner Comicvorlage abweicht (z. B. fehlt Seymore in diesem Buch fast ganz, er ist m. E. mehr dem Protagonisten aus Clowes Comic "Caricature" nachempfunden), die Grundstimmung und -aussage ist im Buch die gleiche, aber besser und ausführlicher dargestellt.
Mir gefallen vor allem die völlig realistischen Gespräche - die beiden Mädchen verstehen sich häufig nicht richtig, gehen auf das Gesagte der Anderen nicht ein, und speziell Enid ist mehr am Reden als am Zuhören interessiert.
Dabei fällt vor allem der große Vorteil des Mediums Comic durch die Darstellung von Mimik und Körperhaltung gegenüber rein textuellen Romanen ins Gewicht.
Schade, dass es nicht viel mehr Comics dieser Art und Qualität gibt, man kann es sich tatsächlich dutzende Male durchlesen und -sehen, wonach ich mir die Frage gestellt habe, ob das Medium Comics nicht besser als Roman und Film geeignet ist, um Geschichten realistisch darzustellen.
Ein Roman kann Szenen und Gesichtsausdrücke dem Leser schließlich nie so genau vermitteln wie ein Bild ("sagt mehr als tausend Worte"); bei nicht dokumentarischen Filmen wird wiederum alles nur "nachgespielt"; in Comics dagegen kann ein hervorragender Künstler fiktive Geschichten ganz nach seinen Vorstellungen erzählen und dabei trotzdem die Realität genau abbilden.
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