Batou ist ein harter Kämpfer mit weichem Herz. Seine "Fuchikoma" (Kampfpanzer) beschweren sich über den Ton, den er ihnen gegenüber anschlägt. Und darum geht es in "Revolts of Robots" - die Roboter wollen eine eigene AI-Welt entwickeln und die Menschen beherrschen. Es kommt mir so vor, als seien aus diesem von 1989 stammenden Manga viele Einflüsse in späteren SF-Produktionen verwendet worden. Zum Beispiel erinnert mich eine Zeichnung absolut an die Zuchtanlage im Film
Matrix von 1999. 1996 ist der Manga auf Deutsch erschienen.
Was mir im ersten Band
Ghost in the Shell, Bd.1, Der Schrottdschungel gut gefallen haben, nämlich die Ironie und der Witz, mit der der weibliche Modellcyborg Major Kusanagi mit seinen Mitarbeitern umgeht, fehlen mir hier. Der Manga ist dominiert von Kampfszenen. Batou und Togusa müssen sich ständig mit irgendwem herumschlagen, es gibt blutige Attentate und viele zerstückelte Roboter. Nur ab und zu taucht mal ein Fünkchen Ironie auf, z.B. als Togusa eine weibliche Wachperson zusammenschlägt und sagt: "Sorry, but I believe in equality for the sexes." (Mir liegt die englische Ausgabe vor).
Der Manga ist überwiegend in Schwarz-Weiß gezeichnet, vollgepackt mit technischen Anmerkungen des Zeichners Masamune Shirow und daher sehr textlastig. Der Handlung ist nicht leicht zu folgen. Die wenigen farbigen Zeichnungen Shirows sind wesentlich ausdrucksstärker. Auch darf man sich nicht stören an leichtbekleideten Damen (teilweise in aufreizenden Posen), die immer wieder im Manga auftauchen. Absolut kein Shojo-Manga, eher was für Technik-Freaks. 1995 wurde der Stoff verfilmt
Ghost in the Shell - Ultimate Edition.