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Nachdem Mastermind Mikael Akerfeldt seine Vorliebe für düsteren, atmosphärischen Death Metal auf der einen und sphärischen Progressive Rock auf der anderen Seite zuletzt sauber voneinander getrennt auf die Alben Deliverance und Damnation packte, versucht er nun beide Extreme unter einen Hut zu bekommen - und es gelingt ihm nicht nur bravourös, er erschafft auch ein zutiefst originelles, süchtig machendes Klangkunstwerk, das alle seine bisherigen Scheiben an Eindringlichkeit und kompositorischer Klasse übertrifft. Cleane, verschnörkelte Gesangsmelodien, wie man sie im Metal-Bereich nie zuvor gehört hat, treffen auf brutale Growls, zarte Traumreisen wechseln sich mit brettharten, verschachtelten Riff-Orkanen ab. Dazwischen thront Zeremonienmeister Akerfeldt und hält die Fäden so souverän in der Hand, wie es sonst nur sein Mentor und Freund Steven Wilson von Porcupine Tree schafft. Eines der besten Death-Metal-Alben der letzten zehn Jahre! -- Michael Rensen
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Das erste Lebenszeichen anlässlich der neuen Platte "Ghost Reveries" lies hingegen aufhorchen: Mit südamerikanischen Einflüssen bei den Percussions und einer latent bedrohlich-unheimlichen Atmossphäre kommt "The Grand Conjuration" auf einmal deutlich innovativer daher und hat fast ein wenig was von Opeth vs. Sepultura. Das hört sich ziemlich unorthodox an und ist es wohl auch, macht aber nach mehrmaligem Hören eine richtig gute Figur und vor allem Lust auf mehr.
Mehr habe ich mittlerweile bekommen... deutlich mehr, als ich erwartet habe: Das hier ist definitiv ein Anwärter auf die Auszeichnung "Album des Jahres"! Nicht so melodisch wie Still Life, ein Tick weniger düster als Blackwater Park aber trotzdem wieder Opeth in Reinkultur mit frischem Sound und neuen Ideen. Vorhang auf für "Ghost Reveries"!
Der Opener "Ghost Of Perdition" zeigt gleich, wo der Hammer hängt und geht ähnlich wie "The Leper Afinity" zur Sache. Ruhige und melodische Parts wechseln sich mit Knüppelpassagen ab, bei denen Michaels Growls noch ein wenig geschliffener als bisher daher kommen. Wirklich sahnig sind die vielfältigen Zwischenspiele, die die unheimlich Atmo des bereits erwähnten "Conjuration" aufgreifen und doch wieder in recht ergreifende Gesangsläufe münden. Wirklich ein würdiger Einstieg, der "Deliverance" vergessen macht. Auch "The Baying Of The Hounds" und "Beneath The Mire" ziehen nach dem bewährten Konzept ein edles Feuerwerk WIRKLICH progressiven Death Metals ab: "The Baying" überzeugt als nahezu vielfältigstes Stück und "Beneath" hat schon nach dem Double-Bass-Gewitter zu Beginn gewonnen. Selten haben Opeth so rund geklungen... "Atonement" ist ein klassisches, kürzeres Progressive Rock Stück und lässt Zeit zum Durchatmen bevor wir wieder den nächsten 10 Minuten Kracher in Form von "Reverie/Harlequin Forest" serviert bekommen. Hier überzeugen gleich die hervorragenden Anfangsriffs. "The Grand Conjuration" bleibt der außergewöhnlichste Song des Albums und wird flankiert von "Hours Of Wealth" und "Isolation Years", zwei so unglaublich schönen Prog-Rock Songs, dass es einem immer wieder kalt den Rücken runterläuft (insbesondere beim Refrain von "Isolation").
Bleibt mir nur zu sagen, dass hier eine Top-Band Schwedens ganz klar zeigt, wie übelst guter DM eine perfekte Symbiose mit progressiver und technisch beeindruckender Gitarrenmusik eingeht und mal wieder ein zeitloses Album dabei herauskommt, dass einen über Monate hinweg beschäftigen wird. Nach dem x-ten Durchlauf entdeckt man immer noch neues... klare Kaufempfehlung! :)
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