Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Neues Epos , 1. Juni 2007
In Hinsicht auf das neue Album 'Ghost Opera (Ltd.)' kann ich meinem Vorläufer nur widersprechen. Die Platte ist wahnsinnig gut inszeniert, und erst wenn man sie einmal komplett gehört hat, kann man verstehen, worauf das Intro versucht, vorzubereiten: Auf ein sehr experimentierfreudiges Kamelot. Kein Fan kann meines Erachtens nach behaupten, 'Ghost Opera' unterscheide sich nicht wesentlich von allen anderen Kamelot-Alben, und so bezweifle ich kaum, dass es bei Kritikern mehr oder weniger gut ankommt, je nachdem, welcher Geschmack getroffen wird. Mich als begeisterten Kamelot-Hörer hat das Album jedenfalls schon nach dem 1. Anhören überzeugt. Es ist anders, jawohl: melancholischer, ja auch düsterer - für manche vielleicht depressiv gehalten, kann ich nicht behaupten - und es geht auch wieder etwas mehr in die progressive Richtung - was dafür spricht, dass sich die Songs mehr ähneln als bei den vorigen Alben. Erstaunlich, da z.B. 'The Black Halo' ein Konzeptalbum war und trotzdem längst nicht so lückenlos aufeinanderpasst wie das neueste Album. 'Ghost Opera' kann man kaum mehr mit den früheren Kamelot-Alben vergleichen, denn hier wurde hörbar neue Innovation reingesteckt. Kamelot presst sich nicht eine bestimmte Metalsparte hinein, und genau das gefällt mir so an dieser Band, denn sie sind wandelbar und flexibel. 'Ghost Opera' ist in der Tat komplexer als seine Vorgänger, aber das macht es niemals schlechter. Wie die Melodien haben sich übrigens auch die Texte verändert: Manche würden sagen, mehr Klischée und Kitsch, andere würden sagen, tragischer, schwerer. Zur Wertung an sich:
1. Solitaire: Wie gesagt, wenn man das Album schon einmal komplett gehört hat, wirkt es mehr, wie ich finde. Wunderschönes instrumentales Violinenintro, das gleich die Stilrichtung dieses Albums unterstreicht - mehr Epik, dafür weniger Geschwindigkeit. 5 Sterne
2. Rule the World: Das Intro knüpft nahtlos an: Und dieses Lied ist wahrhaftig grandios - vor allem die Melodie ist dabei hervorzuheben, und man merkt, dass es mehr darum als um Khans Stimme geht. Schöne orientalisch angehauchte Klänge in Midtempo. 5 Sterne
3. Ghost Opera: Ich kann nicht mehr genug von diesem Song bekommen, Woche für Woche höre ich ihn rauf und runter. Ergreifender Sinn (mir scheint, mein Vorgänger hat diesen nicht ganz verstanden), grandiose Melodie mit dem gewohnten Speed der Band - hier wird Power Metal mit Symphonic verbunden. 5 Sterne
4. The Human Stain: Ein Song über die Dummheit der Menschen. Ist wirklich so, und ich finde es toll, wie solche Überlegungen von Songwritern rübergebracht werden. Auch hier gut gelungen, aber kein Meilenstein innerhalb des Albums. 4 Sterne
5. Blücher: Beginnt mysteriös mit gedämpften Stimmen und Motorengeräusch, öffnet sich in eine Melodie, die mehr verspricht und mehr gibt. Wunderschöner Song. Die Bedeutung des Textes kann ich nach 2x Durchhhören nicht sagen, Blücher an sich hat viele Bedeutungen... aber es spielt wohl eindeutig in einer Zeit des Krieges.
6. Love you to Death: Spätestens hier scheiden sich die Geister, würde ich sagen, denn ich kann mir vorstellen, dass vielen bei diesen Lyriks nur noch der Gedanke kommt: Kitsch! Dabei liegen sie auch nicht unbedingt so falsch. Eher ein Ausnahmetext Kamelots, behaupte ich mal. Trotzdem mag ich das Lied, da ich es mit etwas Persönlichem verbinde. 4 Sterne
7. Up trough the Ashes: Vor allem bei diesem Song wird meiner Meinung nach deutlich, dass 'Ghost Opera' einen experimentierfreudigen Eindruck überbringen soll. Lied des 'schweren Typs', hinter dem viel Epik steckt. Es hätte aber länger sein können ;-) :p 4 1/2 Sterne
8. Mourning Star: Bedeutungsgeschwängerter Chor, der in eine etwas flottere Nummer übergeht, hinter der die Epik steckt, mit der man sich inzwischen bestens angefreundet haben müsste, wenn der Typ des Albums zusagt. Hier gibt Thomas mal wieder so'n bissel an ;-) 4 1/2 Sterne, da nicht ganz ausgereift
9. Silence of the Darkness: Eine eher typische Nummer Kamelots, die im Tempo stärker wechselt. Geht auch wieder mehr ins Ohr rein. 4 1/2 Sterne
10. Anthem: Tja, was soll man dazu noch groß sagen... Roy Khan hat es für seinen kleinen Sohn geschrieben, und wenn man das weiß, ist der Song einfach nur noch schön... 5 Sterne
11. EdenEcho: Beginnt eher ungewöhnlich, und genau das macht den Song so besonders. Übrigens wieder ein etwas Klischée behafteter Text ;-) Aber nichtsdestrotrotz find ich ihn einfach super. 5 Sterne
12. The Pendulous Fall: Hm... was soll ich dazu sagen. Ich find ihn nicht sehr berauschend, ist auch wirklich ein sehr untypischer Song, der irgendwo im Metal-Bereich "rumpendelt". Der einzig schwache Song des Album. 3 Sterne
Metal ist nicht dazu da, um Ohrwürmer zu produzieren - ich unterscheide da generell, denn oft entstehen Ohrwürmer einfach, weil es so beabsichtigt ist (---> Pop Musik), und die "richtigen" entstehen dadurch, dass man die Musik liebt und sich in sie hinein fühlt. Metal ist dazu da, um mit dieser Musikrichtung zu begeistern und langwierig in den Bann zu ziehen. Und wenn man sich ein bisschen auf 'Ghost Opera' einlässt und Kamelot nicht als reine Power/Progressive Metal Band abschreibt, wird man schnell einsehen, wie komplex gut dieses Album doch ist, mit seinen nicht vielen aber wahnsinnig gut platzierten Glanzpunkten. Was die Länge angeht, muss ich meinem Vorgänger allerdings Recht geben: Es ist wirklich etwas kurz, aber Karma z.B. war strenggenommen auch nicht viel länger, wenn man die sinnlosen Minuten von 'Fall from Grace' abzieht ;-)
Unbedingt anhören:
Ghost Opera selbst
Blücher
Rule the World
5 Sterne
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein absolut perfektes Album ohne Manko!, 19. Mai 2007
Zwei Jahre sind seit dem letzten KAMELOT Meisterwerk "The Black Halo" vergangen. Zwischendurch brachten die Amerikaner mit "One cold Winters Night" ein fulminates Live-Album bzw. die dazugehörige DVD auf den Markt. Doch in der Zwischenzeit ist die Band um die beiden Hauptakteure Thomas Youngblood (Gitarre) und Khan (Gesang - Ex-CONCEPTION) nicht faul auf der Haut gelegen sondern machten sich gleich an die Arbeiten zum neuen Studioalbum, das mir hier in Form von "Ghost Opera" vorliegt. Eigentlich könnte ich mich hier kurz fassen, aber ich glaube kaum, dass nicht viele sich mit den Worten "unbeschreiblich" oder "einfach kaufen" ein passendes Bild zur Genialität der Musik machen können.
Eröffnet wird "Ghost Opera" mit dem Violinen-Intro "Solitaire". Geigenspiele dieser Art mag ich eh sehr, von daher haben KAMELOT schon an dieser Stelle gewonnen, hehehe. Richtig los geht es erst mit dem direkt, treibenden "Rule the World". Während sich die Band in der Strophe noch langsam an das Opfer heranschleicht, wird es in der Bridge erst so richtig bedrohlich, bevor die Stimmung sich komplett im Refrain entlädt. Sagenhaft. Weiter geht es mit dem Titelstück "Ghost Opera", das manchen bereits von der MySpace Seite her bekannt war. Bei dem Stück fallen mir sowohl NIGHTWISH als auch THERION als Vergleiche ein. Erstere aufgrund dem Bombast Faktor, letztere Aufgrund der Arrangements und den Vocals. Ruhiger geht es indes mit "The Human Stain" weiter, einer sehr abwechslungsreichen Nummer, die sich als sehr wandlungsfähig erweist. Vor allem die Synthesizer Elemente unterstreichen hierbei die Atmosphäre hervorragend während Khan sich als ein Meistersänger präsentiert, der sich hinter Größen wie Bruce Dickinson, Matthew Barlow oder Geoff Tate nicht zu verstecken braucht. Irgendwie kommen mir als weiterer, genereller Vergleich die Schweden von EVERGREY hinzu, die ähnliche Stilelemente und Atmosphären in ihren Songs besitzen. "Blücher"... aha, ein deutscher Titel. Erstmal googeln... so... ein deutsches Kriegsschiff, das in Norwegen 1940 versenkt wurde. Eröffnet wird der Song mit einem Vater unser, das von Kriegsszenarien wie einem Flugzeug sowie einem harschen "Jawohl, Herr Kapitän" übertönt wird. Ich kriege im Laufe des Songs das Gefühl nicht los, dass hier sogar eine gewisse Romantik darhintersteckt, da Khan im Duett mit einer mir unbekannten Gastsängerin (ich vermute mal Simone Simons) "I remember you" trällert. Sehr passend zur Atmosphäre des Songs werden laufend weitere Kriegssamples eingespielt, sowie einige Vocals durch den Verzerrer gejagt. Ein weiteres Duett gibt es übrigens bei dem sehr genialen "Love you to Death", das erneut - man ist es mittlerweile ja bei KAMELOT gewohnt - einige exotische Instrumente beinhaltet. Vor allem die Geige verleiht dem Stück eine besonders romantisch-melancholische Note, wobei das Ganze im Anschluss noch durch Thomas Youngbloods Leadgitarre gesteigert werden kann. Der Kerl hat wirklich ein Händchen für herausragende Melodien. Weiter geht es mit "Up through the Ashes", dessen Orchesterdynamik mich sehr stark an DIMMU BORGIR und WITHIN TEMPTATION erinnert. Ähnlich wie "Rule the World" beginnt die Strophe sehr ruhig und steigert sich über die Bridge bis im Refrain dann letztendlich der Stimmungshöhepunkt erreicht wird. Doch KAMELOT zeigen sich ganz geschickt und geben beim ersten Mal nur einen kleinen Appetizer, denn erst bei der zweiten Wiederholung wird die volle Pracht entfaltet und in den Mittelteil übergeleitet, in dem ein Orkan die Stimmungen wild hin und her zerrt. Mit einem Chor und sphärischem Gewaber beginnt "Mourning Star" und geht in eine sehr treibende Midtemponummer über die mich erneut an EVERGREY erinnert und sogar leichte Parallelen zu deren aktuellem Titelstück "Monday Morning Apocalypse" vorweist. Im Refrain teilt sich Khan erneut das Mikrofon mit einer holden Maid... ich bin echt mal gespannt, wer das sein könnte. "Silence of the Darkness" präsentiert KAMELOT wieder von der deutlich schnelleren Seite. Wieder einmal beweisen die Jungs, bei denen mittlerweile Oliver Pallotai (DORO, Ex-BLAZE, CIRCLE II CIRCLE) als fester Keyboarder eingestiegen ist, ihr Geschick für herausragende Melodien. An dieser Stelle sollte auch das Keyboardsolo nicht unerwähnt bleiben. Als wunderschöne Ballade erweist sch das schlicht "Anthem" betitelte vorletzte Stück. Komplett ohne Gitarren und Drums, dafür aber in voller Orchester Instrumentierung haben KAMELOT hier ein wunderbar schönes Stück geschaffen, das sicherlich so manches Herz zum weinen bringen dürfte. Als Rausschmeißer fungiert auf der normalen CD Version "EdenEcho", das mich zu Beginn sogar ein wenig an SAVATAGE erinnert und zum Schluss hin noch einmal alle Kräfte der Floridarianer abverlangt. Vor allem der Chor sowie die Synthesizer erschaffen erneut eine besondere Atmosphäre zwischen Dramatik und kindlicher Unschuld.
Ums kurz zu fassen: Auf "Ghost Opera" ist - und da bin ich mir sicher - keine Note unpassend. Perfekt fügt sich alles zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen und ehe man sich versieht, ist schon wieder eine dreiviertel Stunde um. Ich habe die Scheibe mittlerweile zirka 30 mal gehört, aber langweilig wird sie mir immer noch nicht. Von daher, ums noch mal zu sagen: Kauft euch die Scheibe - ihr werdet es nicht bereuen!
Nicht unerwähnt bleiben sollte die Tatsache, dass man zu dem Album insgesamt 10 Videoclips plant 2 sind bereits abgedreht, der dritte wird bald folgen, und dabei ist das Album nicht mal veröffentlicht. Wollen wir nur hoffen, dass KAMELOT das auch adäquat als DVD veröffentlichen werden!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Auch Stagnation kann genial klingen..., 22. August 2007
wenn man auf einem Level stagniert, welches die Band Kamelot bei The Black Halo inne hatte. Denn Ghost Opera klingt im Grunde genommen wie eine Weiterführung der oben erwähnten CD von 2005. Und trotz der Ähnlichkeit der Lieder, des Sounds und des Grooves schaffen es Kamelot meiner Meinung nach ohne Probleme sich nicht selbst zu kopieren, sondern den eingeschlagenen Weg ohne große Experimente fortzusetzen. Dabei raus kommt ein weiteres angeprogtes Powermetal-Album, dass seines gleichen sucht. Besonders gefallen mir der eingängige und epische Titeltrack, die Halbballade Love you to Death, das groovige The Human Stain, das etwas schnellere Lied Silence of the Darkness und die wunderschöne Ballade Anthem die Sänger Roy Khan für seinen Nachwuchs geschrieben hat.
Fans der Band können bedingunslos zugreifen, aber auch allen anderen Liebhabern von harter angeprogter Musik kann ich nur eine Hörprobe wärmstens ans Herz legen.
Einziger Nachteil der neuen Kamelot CD ist ihre viel zu kurze Laufzeit von weniger als 45 Minuten. In der heutigen Zeit, in der manche Künstler in diesem Bereich Longplayer veröffentlichen, die über eine Stunde Spielzeit haben, ist das einfach zu wenig. Dennoch wird man mit Qualität der absoluten Extraklasse für die mangelnde Quantität entschädigt und deshalb volle Punktzahl!!!
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