Pressestimmen
»Wie er sich erst mit dem damals 16-jährigen Santaljungen Sona anfreundete, der als Einziger in seinem Dorf einen Schulabschluss geschafft hatte, und wie sie gemeinsam eine gewaltige Aufgabe anpackten, davon erzählt Kämpchen in einem neuen Buch eher nebenbei. Darin spricht er nicht als Gelehrter, sondern als »Martin-ka«, wie er bei den Santals heißt: »Der ältere Bruder Martin«, dem das Dorf Ghosladanga zur Ersatzfamilie wurde.« ((Rainer Traub, SPIEGEL special, 7/2006))
Rainer Traub, SPIEGEL special, 7/2006
»Wie er sich erst mit dem damals 16-jährigen Santaljungen Sona anfreundete, der als Einziger in seinem Dorf einen Schulabschluss geschafft hatte, und wie sie gemeinsam eine gewaltige Aufgabe anpackten, davon erzählt Kämpchen in einem neuen Buch eher nebenbei. Darin spricht er nicht als Gelehrter, sondern als »Martin-ka«, wie er bei den Santals heißt: »Der ältere Bruder Martin«, dem das Dorf Ghosladanga zur Ersatzfamilie wurde.«
Helmut Reitfeld, Konrad Adenauer Stiftung, Auslandsinformationen, 2/2007
»Seine Schilderungen gewähren einen tiefen Einblick in die Sorgen und Nöte, aber auch in die Lebensfreude dieser dörflichen Welt (...). Das Buch reflektiert diesen »Alltag«, der ein »Indien von innen« widerspiegelt, das in der Form der Darstellung einzigartig ist.«
Kurzbeschreibung
Martin Kämpchens subtile Einblicke in das ländliche Indien bieten großes Welttheater auf kleiner Bühne. Martin Kämpchen lebt seit 25 Jahren in der nördlich von Kalkutta gelegenen Kleinstadt Santiniketan. Unter den Menschen aus den Armenvierteln und aus den umliegenden Dörfern hat er Freunde gefunden, er erlebt ihre Nöte und ihr Streben nach Glück. Nun erzählt er ihre Geschichten: Vom ehrgeizigen Sona, der ein Dorf zum Blühen bringen will, oder vom Künstler Sanyasi, der kein Mädchen zum Heiraten findet; vom Fahrradflicker Bishu und seinem Sohn Satya Narayan, der sich in eine Brahmanentochter verliebt, oder vom Sänger Rathin, der zwischen Familie und Karriere schwankt. So entsteht ein Kosmos lebendiger Gestalten, die der Autor in miteinander verwobenen Erzählungen aus ihrem Wesen zu verstehen sucht. Kämpchen erzählt ohne Klischee und zeigt so »ein Indien von innen«. Und das Leben der Menschen in ihrer abgeschiedenen Welt enthüllt sich als großes Welttheater.
Der Verlag über das Buch
Besondere Empfehlung des Monats von Jörg-Dieter Kogel. (Börsenblatt, 2.11.06)
Über den Autor
Martin Kämpchen, geb. 1948 in Boppard a. Rhein, zog nach einem Literaturstudium als Deutschlektor nach Kalkutta und studierte Religionswissenschaft. Er hat Rabindranath Tagore und Ramakrishna aus dem Bengalischen übersetzt, einen Roman, Kurzgeschichten und Sachbücher über indische Religionen und Literaturen verfaßt und schreibt seit Jahren für die FAZ über indische Kultur. 1980 zog Kämpchen nach Santiniketan, die Wirkungsstätte Tagores, und leistet aktive Entwicklungshilfe. Rabindranath-Tagore Literaturpreis der Deutsch-Indischen Gesellschaft 1990; Bundesverdienstkreuz 1999.