Realismus und Problemkino - das findet man hier alles NICHT.
Dafür werden Probleme hier gelöst - und zwar sofort und mit höchster Durchschlagskraft. Es gibt tüchtig was auf die Zwölf.
Dies ist der richtige Film für einen Meica-Currywurst-TV-Abend mit Bierbeilage, bei dem man das Hirn mal richtig abschalten kann.
Das ist aber positiv gemeint, Luc Besson liefert hier ein weiteres Qualitätsprodukt aus Frankreich, bei dem man das bekommt, was man erwartet: Tolles Setting mit schönen Bildern und Farben, skurille, tätowierte Typen, Humor, schöne Fights und Jumps und reichlich Action mit gutem Bild und Ton (Ton hätte vielleicht noch ein wenig mehr Räumlichkeit vertragen können und weniger indifferente Subsonicfrequenzen).
Auch eine Message am Schluss ist im Preis mit inklusive.
Der Regisseur des ersten Teils, Pierre Morel, der uns ja inzwischen den fantastischen "Taken" (bei uns "96 Hours") geliefert hat, ist nicht mehr mit dabei.
Regie führt diesmal ein relativer Neuling, Patrick Alessandrin.
Der macht seine Sache jedoch gut.
Die beiden Hauptdarsteller aus Teil 1 sind dafür zum Glück wieder mit dabei.
Aber keine Angst, man muss Teil 1 nicht gesehen haben, um Teil 2 zu verstehen, es besteht handlungstechnisch kein Zusammenhang, auch wenn das Erfolgsrezept aus dem ersten Film hier natürlich wiederverwendet wird.
Insgesamt gute Actionunterhaltung, die man sich sicher auch öfter ansehen und somit käuflich erwerben kann.