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Gezeitensturm
 
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Gezeitensturm [Taschenbuch]

Charles Sheffield
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 412 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe GmbH & Co.KG (Bastei Verlag); Auflage: 1 (9. Januar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404243552
  • ISBN-13: 978-3404243556
  • Originaltitel: Summertide
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 12,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 415.599 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Charles Sheffield
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Gezeitensturm rückt näher: die Zeit, wenn die Zwillingsplaneten Opal und Erdstoß ihrer Sonne am nächsten kommen. Unglaubliche Gezeitenkräfte wirken auf die beiden Welten ein. Diesmal soll es besonders schlimm werden, denn die Große Konjunktion der Sterne und Planeten steht bevor. Über Erdstoß wurde ein absolutes Einreiseverbot verhängt. Doch einige Leichtsinnige lassen sich davon nicht abschrecken. Manche von ihnen sind einer untergegangenen Zivilisation auf der Spur. Andere sind auf Verbrecherjagd. Die Planetenverwalter Hans Rebka und May Perry haben keine Wahl: Sie müssen selbst nach Erdstoß reisen, um die Besucher von der Welt zu schaffen. Sie begeben sich auf eine lebensgefährliche Mission, die ungeahnte Geheimnisse bereithält ?Höchst unterhaltsame und intelligente SF für alle Freunde von Peter F. Hamilton und Jack McDevitt

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Sci-Fi Fan TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Ein großartiger Weltenentwurf, angedeutete Rätsel um eine Vielzahl von Artefakten und eine verschwundene Rasse, ein ungewöhnliches astronomisches Phänomen auf der einen Seite - oberflächlich herausgearbeitete Protagonisten, mit denen man sich schwerlich identifizieren kann, auf der anderen Seite. Eine lineare Story die zu einem fulminanten Ende hin immer spannender wird - aber eine relativ lange uninteressante "Anlaufphase".

Man braucht einige Zeit, um mit dem Roman "warm" zu werden, danach mag man ihn aber nicht mehr aus der Hand zu legen. Wo immer es um Naturphänomene und ihre Auswirkungen geht, blüht Sheffiel so richtig auf, da ist es wenig bis gar nicht mehr störend, das seine Protagonisten wohl eher Abziehbilder richtiger Personen sind und eine Vielzahl von Klischees der 60iger Jahre verarbeitet sind - insektoide (natürlich feindliche) Aliens, der fiese Verbrecher, der strahlende Held, das schreiende Blondchen, um es einmal überzeichnet darzulegen.

Der Roman ist der Auftakt zu einer ganzen Romanserie, lässt sich aber problemlos auch als Einzelwerk geniessen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
26 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Mit Gezeitensturm" legt der Bastei- Verlag den ersten Band seiner kurz vor seinem Tod im Jahr 2002 angefangenen Heritage Universe" Serie vor. Charles Sheffields Gesamtwerk ist ambitioniert durchwachsen, auf der einen Seite ein Widerspruch, zeigt diese Charakterisierung seiner Stärken als Ideengeber - insbesondere auch was die technischen Voraussetzungen in einer Reihe von Romanen seiner Frau Nancy Kress betrifft - und seine Schwächen als Plotnehmer auf. Das vorliegende Buch ist fast archaisch zu nennen, ohne damit eine negative Wertung zu implizieren. Es verfügt über den Sense of Wonder der Space Opera - die Handlung spielt auf einem von zwei Zwillingsplaneten, die gravitationstechnisch von einander abhängen - und klassische Bezüge zur Abenteuerliteratur in der Indiana Jones Tradition - es geht um die Rätsel einer längst untergegangenen Kultur und ihre Archefakte. Der Klappentext spricht Leser von Peter Hamilton - eher weniger - und Jack McDevitt an. Mit diesem teilt Charles Sheffield die Fähigkeit, aus den Hinterlassenschaften einer außerirdischen Kultur eine spannende und solide Grundlage für einen auf fremden spielenden, manchmal bis an die James Bond Kultur heranreichenden Roman zu erschaffen. Gezeitensturm" beginnt sehr langsam, für einige Leser zu langsam. Im Gegensatz zu McDevitt, der seine Bücher mit einem gewaltigen Paukenschlag beginnen lässt, um danach seine einzelnen Protagonisten, deren Hintergrund und die Grundzüge der Geschichte zu etablieren, nimmt sich Sheffield Zeit, die einzelnen Handlungsstränge nach gut einem Drittel des Buches zusammengeführt zu haben. Diese Geduld muss der Leser aufbringen, um in Sheffields zumindest astronomisch faszinierende Welt eindringen zu können.

Die Geschichte spielt auf der stabileren der beiden Zwillingswelten Opal. Sie verfügen über eine sehr kurze Eigenrotation und haben deswegen auf starke seismische Eruptionen. Auf diesem Planeten hat man ein weiteres Artefakt der Builder" gefunden vor vielen Millionen Rassen von einer längst ausgestorbenen und verschwundenen Rasse hinterlassen. Im Gegensatz zu vielen anderen Fundstücken, die man auf den unterschiedlichsten Planeten gefunden hat, können die Menschen dessen Funktionen zumindest erahnen. Es diente zum Transport zwischen den beiden Zwillingsplaneten. Auf dieser Welt ganz mit der Erforschung des Artefaktes beschäftigt hat sich Max Perry förmlich eingegraben. Hans Rebka wird von der Erde ausgeschickt, um ihn in den Bereich der Alliance Administration - das fast klassische Motiv des Western, einen Außenseiter mit einer auf den ersten Blick unlogischen oder verrückten Mission zu einem exotischen Platz auszuschicken, alleine und vor allem nicht komplett über die herrschenden Zustände informiert - zurückzuholen. Eine Sternenkonstellation entwickelt sich, die es nur alle 350 Jahre gibt. Dieses Phänomen lockt natürlich andere Besucher - Wissenschaftler und ein weiterer Beamter des Planetenkonzils, der unter den verschiedenen einreisenden Gruppen Kriminelle und Flüchtlinge vermutet. Während er seine Mission zu erfüllen sucht, gerät er nicht nur in einen direkten Konflikt mit Hans Rebka, sondern immer mehr schiebt sich die Frage in den Vordergrund, welch einen Gezeitensturm durch die Aufreihung der einzelnen Planeten ausgelöst werden könnte?

Obwohl Gezeitensturm" über eine abgeschlossene Geschichte verfügt, ist das Buch im Grunde nur der Auftakt der vierteiligen Serie und hat vor allem zwei Aufgaben. Zum einen etabliert Sheffield sehr ausführlich sein Universum, das von Überresten dieser seit langem untergegangenen außerirdischen Zivilisation wimmelt und in dem sich Menschen und ihre Opponenten - die insektoiden Cecropianer - ein Wettrennen um die Artefakte liefern, die beide Seiten nicht verstehen, aber besitzen wollen. Dabei nimmt sich Sheffield weder den Raum noch die Zeit, insbesondere die außerirdischen Antagonisten wirklich vielschichtig und interessant einzuführen. Er greift hier ohne Grund und vor allem handlungstechnisch ohne Not auf Klischees aus den Urzeiten der Pulp Science Fiction zurück. Wenn in einer Szene eine natürlich hübsche, aber extrem zweidimensionale beschriebene Frau von den Insekten bedroht wird, kommt die Rettung in Form des männlichen Helden, der sie später zu seinem Weibchen macht. Es wäre natürlich sinnvoller gewesen, entweder auf diese klischeeartigen Szenen zu verzichten oder mutig den Schritt zur Parodie zu machen und aus dieser Konstellation heraus für den Leser etwas Überraschendes oder Unterhaltsames zu machen. Die große Schwachstelle des vorliegenden Buches und in vielen Sheffield Romanen vorherrschend ist die eindimensionale, selten wirklich überzeugende Charakterisierung der einzelnen Protagonisten. In dieser Geschichte um geheimnisvolle Funde und natürlich später Naturgewalten ist es wichtig, in der Tradition des klassischen Katastrophenromans oder Films eine Handvoll von Protagonisten sehr ausführlich - am besten mit einer authentischen Eigengeschichte versehen - zu etablieren und zu charakterisieren, damit der Leser sich vor dem exotischen Hintergrund mit ihnen identifizieren und ihnen auf ihren abenteuerlichen Wegen auch folgen kann. Wie auch in den Folgeromanen konzentriert sich Sheffield auf stereotype Charaktere, die in einem scharfen Kontrast zu den sie umgebenden Ereignissen von galaktischen Dimensionen stehen. Sie können weiterhin nur egoistisch, sie reagieren auf die unmittelbaren Gefahren, beginnen aber keine Reflektion des ablaufenden Geschehens und vor allem kümmern sich egoistisch selbst in aussichtslos erscheinenden Gefahrensituationen nur um sich selbst. Im Gegensatz z Jack McDevitt, dem es mit wenigen Federstrichen gelungen ist, unterschiedliche Charaktere - auch nicht alle dreidimensional und frei von Klischees - zu positionieren, folgt der Ablauf in diesem Buch stereotypen Mustern. Außerdem klammert - obwohl diese Planetenkonstellation von allen Wissenschaftlern als wichtig eingestuft worden ist, um die Geheimnisse der Artefakte zu lösen - Sheffield die gesamte Außenwelt stoisch aus. Der Leser erhält keinen Eindruck von politischen Ränkespielen oder gar militärischen Manövern, Sheffield bleibt seinem Planeten treu. Für einen guten Autoren stellt diese Vorgehensweise eine Herausforderung dar, in diesem Fall scheitert er zumindest auf der menschlichen Handlungsebene. Zu den Stärken des Wissenschaftlers Sheffield gehört es allerdings, einen faszinierenden Hintergrund für seine Figuren zu erschaffen und diesen zusammen mit dem Leser zu erkunden. Der Autor konzentriert sich ausschließlich auf die eingeschränkte Perspektive der einzelnen Protagonisten und der Leser kann ihren einzelnen Theorien sehr gut folgen. Dazu kommt der zeitliche Druck, unter welchem die Protagonisten beider Rasse arbeiten müssen, denn das planetare Ereignis steht unmittelbar bevor und die Folgen sind nicht absehbar. Sheffield hinterlässt auch ausreichend Hinweise auf die folgenden Bücher und ihre potentiellen Entdeckungen. Insbesondere im letzten Drittel des Buches kann sich der Autor auf die planetaren Ereignisse konzentrieren und losgelöst von den einzelnen Figuren blüht das Buch zu einem sehr spannenden, sehr exotischen Abenteuergarn auf. Es werden sehr viele Ideen mit überraschend fester Stimme präsentiert und im Zuge dieser anziehenden Handlung gewinnen die einzelnen Protagonisten zumindest phasenweise an Format. In dem der Autor sie zum Handeln zwingt, geraten die störenden Charaktereigenschaften in den Hintergrund. Natürlich offenbart - wie im Genre inzwischen leider üblich - nur einen kurzen Blick hinter die Kulissen der fremdartigen Technik und nimmt dem Roman damit auch einen Teil seines Reizes - die aufgebaute Spannung ist größer als die aufgezeigte Lösung. Trotzdem ist der Weg bis zu dieser Lösung mit fortschreitender Handlung immer sicherer aufgezeichnet und gehört zum Unterhaltsamsten in Sheffields nicht kleinem Werk.

Gezeitensturm" ist ein ambivalentes Buch, schwach in Bezug auf die einzelnen Protagonisten, sehr gut in Hinblick auf den exotischen Hintergrund und nach einigen sehr langweiligen und schwachen Passagen insbesondere zu Beginn des Romans gewinnt die Handlung nicht nur rasant an Fahrt, sondern der Plot vor allem an Tiefe. Da Sheffield sehr viele Grundzüge seines in den nächsten drei Romanen weiter auszubauenden Universums etablieren musste, wird sich erst in den ebenfalls im Bastei Verlag erscheinenden Folgeromanen zeigen, ob Sheffield eine große archäologisch beeinflusste Space Opera geschrieben hat oder mehr klischeehaft inszeniert heiße Luft präsentiert. Der erste Band lässt das Pendel zu ersterem ausschlagen, wenn auch nur ganz leicht.

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Von tf-drone
Format:Taschenbuch
Dieses Buch benutzt die Ideen zweier anderer Bücher. Die Idee der übermächtigen, verschwundenen Aliens stammt von Terry Pratchett, aus dem Roman "Die dunkle Seite der Sonne", die der vielschichtigen, wendungsreichen Handlung anlässlich eines seltenes Vorkommnisses von Alice Sheldon aka James Tiptree Jr., aus dem bislang nicht übersetzten "Brightness falls from the air".
Sheffield erreicht nicht die Klasse von Pratchett und schon gar nicht die von Sheldon, dennoch hat er einen unterhaltsamen und spannenden Roman geschrieben. Wie in den anderen Rezensionen bereits geschrieben, sind die Charaktere etwas blass, und warum die Zwillinge so aussehen müssen wie die Verflossene des Kommandanten (oder wie er auch immer betitelt wurde), erschließt sich mir nicht. Da hätte durchaus gereicht, dass zwei verlustgeplagte Menschen zueinander finden. Das wäre auch noch stereotyp gewesen, hätte aber die Nasen der Leser nicht SO offensichtlich darauf gestoßen.
Trotz dieser Schwächen macht es Spaß, den Roman zu lesen, wenn auch das Frühwerk von Pratchett und das Spätwerk von Sheldon ungleich "runder" sind. Aber dies Buch ist ja "nur" das erste von mehreren. Erstaunlich, was gute Ideen für ein Potential haben.
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