"Gewittertage" ist ein DSA-Roman, der als Grundlage die typische Abenteueridee hat. Eine Heldengruppe bringt etwas von einem Ort zu einem anderen und gerät somit in Schwierigkeiten. Allerdings verläuft der Roman keineswegs so geradlinig. Jana M. Eilers beweist, dass sie durchaus erzählen kann, und führt den Leser so oft genug auf falsche Fährten und lässt ihn spannungsgeladen weiterblättern. Dadurch, dass nicht nur die Erlebnisse der Heldengruppe, sondern auch die Ereignisse im Lager der Streunerbanden erzählt werden, wird die Geschichte viel intensiver und dichter. Und wegen der gut skizzierten Charaktere fällt es auch schwer zu entscheiden, welcher Seite der Leser seine Sympathie schenken soll.
Gespannt verfolgt der Leser so die Jagd nach dem hoffentlich großen Schatz der beiden so gegensätzlichen Fraktionen, die auch davon abgesehen weitere Probleme und Hindernisse überwinden müssen, um an ihr Ziel zu gelangen. Durch die geschickte Erzählweise haben sogar diejenigen, die sich nicht im Universum des Rollenspiels auskennen, viel Freude an dem Roman, da sie selten mit unverständlichen Begriffen beharkt werden.
Eigentlich ist man gewohnt, dass Romane zu Rollenspielen nicht besonders gut sind. Deswegen ist der Leser auch sehr überrascht, dass diese Erzählung so gut gelungen und spannend ist. Endlich mal wieder ein Buch, das beweist, dass es auch gute Romane gibt, die in Aventurien spielen.