Kurzbeschreibung
Gewalt beginnt nicht erst dort, wo die Möglichkeiten der Verständigung erschöpft sind. Sie infiziert die Rede selbst und wurzelt in den Formen des Zusammenlebens.
Sowohl in ihren subtilen als auch in ihren massiven Formen führt uns die Gewalt nicht selten an die Grenzen des Verstehens. Dennoch fordert sie in besonderer Weise das Verstehen-Können heraus.
Die Beiträge zu diesem Band loten verschiedenste Erscheinungsformen von Gewalt - von den Grundlagen menschlicher Lebensformen bis hin zu ihrer Entfesselung im Krieg - hinsichtlich der Frage aus, in wieweit das Verstehen sich der Gewalt gewachsen zeigt. Setzt nicht dort, wo Gewalt ein gewisses Maß übersteigt, unweigerlich auch das Verstehen aus? Was "verstehen" wir dann aber unter einer maß-losen Gewalt, wie sie sich in bestimmten Formen "rücksichtsloser" Gewalt offenbart?
Beiträge von: Pascal Delhom, Günter Figal, Petra Gehring, Hans-Dieter Gondek, Christian Grüny, Werner Hamacher, Alfred Hirsch, Sven Kramer, Burkhard Liebsch, Christoph Lienkamp, Dagmar Mensink, Käte Meyer-Drawe, Martin Schnell und Bernhard Taureck
Über den Autor
Prof. Dr. Burkhard Liebsch, geb. 1959, lehrt Politische Theorie und Ideengeschichte an der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie der Universität Leipzig