Wer diese Seite aufruft, tut das bestimmt auch wegen des gefälligen, netten Designs des Gewächshäuschens.
Ich habe es mir jedenfalls vor 2 Wochen kommen lassen, weil ich die bisher angebotene Konkurrenz eher als "notwendiges Übel" im Garten empfunden habe, dass man besser in einer Ecke versteckt, wo es denn möglich ist.
Nun steht das Schmuckstück also sogar auf der Terrasse, wegen der schattenfreie Südlage und es passt auch vor die alte Ziegelfassade.
Der Preis ist im Vergleich zu den Größen der üblichen Alu-Gestelle jedenfalls absolut konkurrenzfähig; kein Liebhaberzuschlag für ein innovatives Produkt!
Wie beworben ist das Häuschen einfach zusammen zu stecken, leicht und trotzdem stabil.
Nicht wie beworben - zumindest missverständlich - :
1.) Lediglich die Firststange ist aus Alu und ...
2.) ...die Wandstärke von 22 mm bezieht sich nur auf die Rundprofile. Die Fenster selbst sind einwandig, also keine Stegdoppelplatten.
Der Zusammenbau erschließt sich fast schon ohne Blick in die übersichtliche Bauanleitung.
Die einzelnen Teile sind im Wesentlichen paßgenau gefertigt. (lediglich zwei kleine Auflager-Nippel mittig der Firststange sind etwas mickrig, instabil, im Grunde aber nebensächlich)
Beim Zusammenbau kann schon einmal ein Gummihammer sinnvoll sein; oder ein Stück Holz, falls mal ein Hämmerchen zum Einsatz kommen sollte.
Da alles sehr stabil ist, habe ich im Wohnzimmer zusammengesteckt und fast einhändig den Kasten rausgetragen; lediglich die Fenster vor Ort eingesteckt.
Diese alleine könnten eine kleine Kritik verdient haben; hängt aber auch von der individuellen Nutzung ab:
1.) Jedes der beiden Fenster wird durch jeweils zwei Schwenkhaken "verschlossen". Diese bestehen aus einer Klemmspange im Unterteil und den schwenkbaren Haken an den Klappfenstern, die nur durch schwach ausgeprägte Nippel "einrasten". Bei häufigem Gebrauch dürften sich die Nippel noch weiter abnutzen. Also: jetzt schon keine wirkliche Verriegelung, besonders bei Sturm.
2.) Die Fenster können in zwei geöffneten Stellungen arretiert werden; mit den zuvor beschrieben Handicaps.
Die maximale Öffnung beträgt dann 10 cm.
Um bei Kleinarbeiten, (Gießen, Ein- und aussetzen...) beidhändig hantieren zu können, muss man zumindest ein Fenster aushängen.
Es bleibt also weder in der Vertikalen stehen, noch kann es ganz umgeklappt werden. (was natürlich optimal wäre)
In der Vertikalen lassen sich hingegen die Fenster leicht nach oben herausnehmen, müssen dann natürlich abseits abgelegt werden.
In der Übergangszeit, der wärmeren Jahreszeit und bei leichtem Mairegen sicherlich ein Vorteil, es auch mal schnell ganz weglassen zu können. Das mag aber jede/r für sich entscheiden.
Fazit:
+ Optik
+ leicht zusammenzubauen
+ Unterteil stabil
+ geringes Gewicht
+ damit leicht umzusetzen
- wackelige Fenster-Verriegelung
- kein Isolier"glas"
Das Gesamtkonzept gefällt mir, auch wenn es Verbesserungspotential gibt.