Mit diesem Album zementierte sich der Begriff „Bossa Nova" für immer in die Köpfe aller Musikliebhaber, seine beiden Protagonisten, Stan Getz (Tenorsaxophon) und Joao Gilberto (Gitarre & Vokals), wurden weltberühmt und eine junge Frau, Astrud Gilberto (Vokals), unsterblich. Die meisten der Klassiker auf „Getz/Gilberto" schrieb der mit dem Grammy ausgezeichnete Brasilianer Antonio Carlos Jobin, der hier Piano spielt. Diese Platte war die vierte in der Reihe der Stan Getz Bossa-Nova-LPs, die alle von Creed Taylor produziert wurden - und sie wurde der große Wurf. Charakteristisch für alle diese Taylor/Getz-Alben („Jazz Samba", 1962, „Big Band Bossa Nova", 1962, „Jazz Samba Encore", 1963, „Getz/Gilberto", 1963 und „Getz/Gilberto #2", 1964) war auch die Verwendung von Motiven für die Covers nach Gemälden von Olga Albizu, was einen hohen Wiedererkennungseffekt garantierte und die Kaufentscheidung noch heute erleichtert. Der 18. und 19. März 1963 gestalteten sich im A&R Studio in New York zu einem musikalischen Gipfeltreffen der US-amerikanischen und brasilianischen Musiker der Extraklasse. Das herausragendste Stück von all den wunderbaren Songs ist ohne jeden Zweifel „The Girl From Ipanema" - eine ungemein prickelnde Beschreibung der Mädchen am Strand von Sao Paulo. Astrud Gilberto, Joao Gilberto's Frau, singt das Lied mit einzigartiger Laszivität, Reinheit und intensivem Ausdruck, was Millionen begeisterte - vielleicht sogar Milliarden, denn „Ipanema" steht noch heute in einer Auflistung der meistgespieltesten Aufnahmen aller Zeiten auf Platz 2 (!) (Nr.1: „White Christmas", Nr.3: „Yesterday"). Wenn es jemals eine Jazz-Platte gab, die einen richtigen Hit aufwies, dann diese. Bleibt noch anzumerken, dass die vorliegende 20bit digital remasterte Version absolute Obersahne ist, einfach unglaublich, wenn man bedenkt, das die Aufnahmen von 1963 stammen. Auch Booklet und Design sind informativ und sehr ansprechend. Als Bonus gibt es die Singleversionen von „Ipanema" und „Quiet Nights".